Grenzen und Möglichkeiten der digitalen Fernausbildung

München (ots) – Was klappt in der Fernausbildung und was nicht? Diese Frage stellten sich nicht nur die Teilnehmenden des Desinfektor-Trainings, die an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München Neues lernten. Unterrichtung am PC statt im Hörsaal, eine coronabedingte Erfahrung.

Als simulierte Fernausbildung erarbeiteten sich die Trainingsteilnehmenden am PC in ihren Unterkünften die theoretischen Grundlagen der Hygiene, von rechtlichen Vorgaben bis zur Wahl des richtigen Desinfektionsmittels. Ausbilder Hauptmann Alexander Kaiser betreute die Lernenden und unterrichtete per Videokonferenz. Er verwendete dabei das üblicherweise für Besprechungen genutzte “WebEx” Konferenzsystem erstmalig und prüfte, ob es auch für Unterrichtungen nutzbar ist. Im SanNetz der Sanitätsakademie wurden Ausbildungsinhalte über ILIAS, als zentrale E-Learning Plattform, angeboten und ausgetauscht.

Fernausbildung am Dienstrechner oder daheim

Die moderne Ausbildungstechnologie (MAT) bot in diesem Testdurchgang die technischen Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf während des Trainings. “Plan B war der Wechsel zum Präsenzunterricht, wenn die versagt hätte”, kommentierte Kaiser die Pilotierung des Trainings mit dienstlicher Soft- und Hardware. “Erfreulicherweise lief alles glatt und wir können nun Fernausbildung am Dienstrechner oder daheim anbieten”, betonte er. Die Möglichkeit, den Lernort selbst wählen zu können, und die digitale Bereitstellung von Lernmaterial begünstigten eine positive Lernatmosphäre, ein wichtiger Bestandteil der Erwachsenenbildung.

Praxis geht nur in Präsenz

Ganz ohne Präsenzausbildung ging es dann aber doch nicht. Neben praktischen Ausbildungsabschnitten waren Prüfungen trainingsbegleitend zu meistern. Schließlich ging es bei dem Training um den Vollzug von Hygienemaßnahmen: Angefangen von der Auswahl der richtigen persönlichen Schutzausstattung bis hin zur Durchführung selbstständiger Desinfektionsmaßnahmen. “Hauptmann Kaiser ist sehr engagiert und steht uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite”, lobte Stabsfeldwebel Sonja Kirchberger, Teilnehmerin des Trainings. “Egal, ob im Fernunterricht oder in der Praxisausbildung”, fügte sie lächelnd hinzu. Die simulierte Fernausbildung war eine willkommene Abwechslung zur Unterrichtung im Hörsaal.

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Die Corona Pandemie brachte viele Einschränkungen sowohl im Dienstbetrieb als auch privat mit sich. Die Digitalisierung der Ausbildung trägt nicht nur dazu bei, die Gefahr einer Infektion zu reduzieren. Sie bietet auch die Möglichkeit, zeitgemäß zu lehren, Lernmaterial schnell bereitzustellen und Trainingsteilnehmenden eine optimale Lernatmosphäre im gewohnten Umfeld zu bieten. Allein die notwendige Praxisausbildung bildet eine unumgängliche Grenze der Digitalisierung in der Ausbildung, ist aber essenziell für handlungsfähige Soldatinnen und Soldaten.

Weitere Informationen zum Sanitätsdienst der Bundeswehr finden Sie hier: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/sanitaetsdienst

Quellenangaben

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