Warum ein Kapodaster für die Gitarre so wichtig ist

Jeder Hobbygitarrist kennt es: Im wird ein toller Song oder ein Oldie gespielt, der für Gänsehaut sorgt, aber leider ist die Stimme des Sängers viel höher als die eigene Stimme. Wer den Song trotzdem nachspielen und dazu singen möchte, braucht einen Kapodaster für die Gitarre. Mit diesem wichtigen Zubehör für die Gitarre ist es möglich, die transponiert zu spielen. Dabei werden die Akkorde wie gewohnt gegriffen, aber die Musik erklingt in einer neuen Tonart.

Was genau ist ein Kapodaster für die Gitarre?

Ein Kapodaster für die Gitarre, kurz nur Kapo genannt, ist ein Zubehör, auf das Profis und Hobbymusiker nicht verzichten sollten. Kapodaster werden um den Hals des Instruments geklemmt oder gespannt. Auf diese Weise lässt sich die Länge der Gitarrensaite verkürzen. Je höher der Bund angebracht wird, umso besser klingt die Gitarre, ohne dass die Saiten dabei anfangen zu schnarren. Ein Kapodaster ist aber nicht nur für Anfänger gedacht, auch Profis setzen ihn ein. Ein Kapo ist jedoch kein Ersatz für die sogenannten Barrégriffe, die je nach Tonart abwechselnd mit offenen Akkorden eingesetzt werden.

Wann kommt der Kapodaster zum Einsatz?

* Werbung / Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen / Details im §6 der Datenschutzerklärung

Es gibt zwei Situationen, bei denen ein Kapodaster für die Gitarre zum Einsatz kommen kann. Möchte ein Gitarrist einen Sänger oder eine begleiten, deren Stimme nicht so hoch oder so tief ist, wie es sein sollte, dann muss das Stück transponiert werden. Dies können beispielsweise zwei Tonlagen höher sein. Hier ist ein Kapodaster Gold wert. Das Zubehör wird einfach im vierten Bund um den Hals der Gitarre gelegt und schon kann der Gitarrist die ganzen normalen Griffe spielen. Der zweite Grund, einen Kapodaster zu verwenden, ist den Klang deutlich zu verbessern. Je höher das Zubehör auf den Hals der Gitarre geklemmt oder gespannt wird, umso klarer und brillanter sind die Töne. Beispielsweise hört sich eine Gitarre mit sechs Saiten mit dem Kapodaster wie eine zwölfsaitige Konzertgitarre an.

Ein Kapodaster für jede Gitarre

Gitarristen, die der Meinung sind, dass ein Kapodaster für alle Arten von Gitarren ausreicht, irren sich leider, denn bei diesem Zubehör gibt es mehrere Bauarten für die unterschiedlichen Gitarren. Eine klassische Konzertgitarre hat ein gerades Griffbrett und braucht daher den entsprechenden Kapodaster. Bei einer Westerngitarre, die ein leicht gewölbtes Griffbrett hat, ist ein anderes Kapodaster notwendig. Wer also beide Gitarren besitzt und spielt, braucht daher zwei Kapos, anders geht es leider nicht. Es ist nicht möglich, ein gewölbtes Kapodaster, was eigentlich zu einer Westerngitarre oder zu einer E-Gitarre gehört, bei einer Konzertgitarre einzusetzen. Die Saiten in der Mitte des Instruments, also die D- und die G-Saite, würden nicht im ausreichenden Maß niedergedrückt und in der Folge schnarrt die Gitarre unangenehm.

Fazit zum Kapodaster für die Gitarre

Ein Kapodaster sollte in jeden Gitarrenkoffer gehören. Dieses Zubehör kostet mit acht bis maximal 18,- Euro kein Vermögen und ist trotzdem unverzichtbar. Profis wissen die Vorzüge des Kapos zu schätzen und auch Hobbymusiker sollte sich ein passendes Kapodaster zulegen. Es gibt immer wieder Situationen, beispielsweise in einer Band oder bei einer lockeren Session, in der ein Kapo gute Dienste leistet. Wer sich nicht sicher ist, welches Kapo das Richtige ist, sollte sich in einer Musikalienhandlung beraten lassen.

Bild: @ depositphotos.com / alexkich

Warum ein Kapodaster für die Gitarre so wichtig ist

Tommy Weber