Hopfentee mit vielseitiger Wirkung

Hopfen ist ein Gewächs, was zur Herstellung von Bier benötigt wird, aber als Heilpflanze können sich nur wenige Menschen vorstellen. Dabei ist der Hopfen eine hervorragende Heilpflanze, die seit Jahrtausenden zu einem gesunden Leben beigetragen hat. Bis zu sieben Meter hoch rankt die Pflanze mit den charakteristischen Zapfen. Diese Zapfen sind die Basis für den Hopfentee, denn in ihnen steckt alles, was den Hopfen als Heilpflanze ausmacht. Er ist länger eine Heilpflanze als eine Bierzutat. Erst im frühen Mittelalter kam er auch ins Bier, seine positive Wirkung auf die Gesundheit war zu diesem Zeitpunkt jedoch schon lange bekannt.

Allerlei Wissenswertes über den Hopfen

Obwohl es vielleicht ein wenig komisch klingt, aber der Echte oder Gewöhnliche Hopfen gehört zur Familie der Hanfgewächse. Woher der Hopfen kommt, ist nach wie vor nicht bekannt, aber heute ist er in Europa wie auch im Westen Asien und in Nordamerika zu Hause. Er ist eine typische Schlingpflanze, er kommt immer noch in einer wilden Form vor und ist in der freien Natur am Waldrand, an Ufern von Flüssen, in Gebüschen und Hecken zu finden. Seine Herkunft ist vielleicht unbekannt, seine komplexe Botanik hingegen ist seit dem 19. Jahrhundert kein Geheimnis mehr.

Eine Heilpflanze mit vielen Besonderheiten

In jedem Frühjahr treiben aus dem Wurzelstock des Hopfens neue Stängel aus und wachsen, immer nach rechts windend, bis zu sieben Meter in die Höhe. Wenn die Bedingungen stimmen, kann kultivierter Hopfen sogar eine Höhe von bis zu zwölf Metern erreichen. An den Stängeln wachsen die Blätter, die bis zu fünf Lappen haben und die sich immer paarweise gegenüberstehen. Er ist eine sogenannte zweihäusige Pflanze, das heißt, jede der Pflanzen ist sowohl weiblich als auch männlich. Für den Hopfen als Heilpflanze ist jedoch nur der weibliche Teil zu gebrauchen. Das Gleiche gilt für die Herstellung von Bier, wo der männliche Hopfen ebenfalls keine Rolle spielt. Die nur fünf Millimeter großen gelben Blüten sind ausschließlich männlich, die charakteristischen Zapfen hingegen sind alle weiblich. In diesen kleinen Zapfen sind alle wichtigen Wirkstoffe enthalten, die die Hopfen Tee Wirkung ausmachen.

Die Heilpflanze für die Nerven

Die Wirkung ist vielseitig, aber sie hat auch ihre Schwerpunkte. Zu diesen Schwerpunkten gehören die Nerven und die Seele. Dem Hopfentee wird nachgesagt, dass er die Nerven beruhigen und die Angst nehmen kann. Wer schlecht einschlafen oder durchschlafen kann, weil er Stress, Ärger und Kummer hat, sollte den Hopfen Tee ausprobieren und sich angenehm überraschen lassen. Auch Angstzustände und eine innere Unruhe sind Fälle für den Hopfen, der wieder Ruhe einkehren lässt. Wem im wahrsten Sinne des Wortes der Ärger auf den Magen geschlagen ist, kann sich ebenfalls auf den Hopfentee verlassen, denn der Hopfen ist sogar als gutes Magenmittel bekannt.

Vielfach wird die Wirkung noch verstärkt, wenn dem Tee Baldrian zugegeben wird. Sowohl Baldrian als auch Hopfen können Angstzustände lösen und eine natürliche Alternative zu Medikamenten darstellen, die ein hohes Suchtpotenzial haben.

Der Hopfen in der Volksmedizin

Das, was den Hopfen ausmacht, sind die beiden Bitterstoffe Humulon und Lupulon. Sie entstehen in den sogenannten Drüsenschuppen der Hopfenzapfen und sind unter anderem für die beruhigenden und schlaffördernden Eigenschaften des Hopfentees verantwortlich. In der Volksmedizin hat sich der Hopfen nicht nur als Zutat für Bier einen guten Namen gemacht, sondern auch als effektives Mittel gegen Bakterien und Pilze. Eine weitere Hopfen Tee Wirkung ist für alle wichtig, die zu wenig Appetit haben. Die Inhaltsstoffe im Hopfen regen die Produktion des Magensaftes an und damit steigt dann auch der Appetit. Bei Magenproblemen ist Hopfen Tee ebenfalls eine gute Entscheidung, denn der Tee wirkt krampflösend und ist ein sanftes Mittel bei Magenschmerzen.

Bei Störungen im Verdauungsapparat sowie bei Leiden, die die Blase oder die Nieren betreffen, kann der Hopfen Tee seine Wirkung ebenfalls entfalten. Frauen, die in die Wechseljahre kommen und die typischen Probleme haben, können sich auf den Hopfentee verlassen, genauso wie die Frauen, die Schwierigkeiten mit der Menstruation haben.

Hilfe in den Wechseljahren mit Hopfentee

Die Hopfentee Wirkung in den Wechseljahren ist unbestritten und lässt sich an Hand von zahlreichen Studien auch nachweisen. Warum der Hopfen so erfolgreich bei Beschwerden in den Wechseljahren ist, lässt sich einfach erklären. Der Hopfen verfügt über Inhaltsstoffe, die dem weiblichen Hormon Östrogen sehr ähnlich sind. Das macht den Tee aus den Hopfenzapfen zu einem ausgezeichneten Mittel gegen die lästigen Hitzewallungen, gegen das vermehrte Schwitzen und gegen die Probleme mit der Periode. Helfen kann der Hopfen jedoch nicht nur Frauen im Klimakterium, sondern auch jungen Frauen mit einem unregelmäßigen Zyklus. Sie profitieren ebenso von der Wirkung, da sich ihr Hormonhaushalt stabilisiert.

Hopfen Tee ist zudem ein gutes Mittel, wenn es um die Milchbildung nach der Entbindung geht. Obwohl der Hopfen für mehr Muttermilch sorgen kann, raten Mediziner vom Genuss des Tees während der Stillzeit ab.

Der Hopfen in der Küche

Hopfen ist nicht giftig und hat keinerlei Nebenwirkungen. Wer sich mit seinem etwas harzigen Aroma anfreunden kann, kann ihn auch in der Küche verwenden. Schmackhaft sind besonders die noch jungen Hopfentriebe, also die jungen Sprossen, die man allerdings aus der Erde graben muss. Beliebt ist außerdem der sogenannte Hopfenspargel, der vielfach als leckere Gemüsebeilage Verwendung findet. Es reicht aus, diese besondere Form des Spargels nur kurz zu kochen, ihn dann in ein wenig Butter und anschließend in Semmelbröseln zu schwenken. Zu Wildgerichten, aber auch zum Lammbraten schmeckt der Hopfenspargel ausgezeichnet. Lecker sind die Sprossen des Hopfens zudem als Salat, Feinschmecker essen sie auch roh.

Hopfen hat sich vor allem in Bayern zu einem echten Lifestyle Artikel entwickelt und das nicht nur, weil der Hopfen Bestandteil des bayrischen Biers ist. Es gibt mittlerweile Liköre aus Hopfen, hochprozentigen Schnaps und sogar Limonaden wird Hopfen zugesetzt. Bekannter ist da aber der „Hopfen-Smoothie“ – ein frisch gezapftes Bier.

Hopfentee ist beruhigend in jeder Form

Bekannt ist, dass der Hopfentee den Nerven zugutekommt. Dass die Drüsenhaare der Zapfen zudem noch eine beruhigende Wirkung haben, wissen wahrscheinlich nicht allzu viele. Die Haare der Zapfen werden zunächst gepresst und dann wie Tabak geraucht. Das soll eine beruhigende Wirkung haben, ebenso wie es beim klassischen Hopfen Tee der Fall ist. Obwohl Hanf und Hopfen beide zu den Hanfgewächsen gehören, ist es nur legal, die Drüsenhaare der Hopfenzapfen zu rauchen, beim Hanf sieht das schon ein wenig anders aus. Der Grund ist einfach: Der gerauchte Hopfen hat keinerlei berauschende Wirkung. Auch in der Medizin ist der Hopfen schon lange angekommen. Hier profitieren die Ärzte jedoch nicht von der Hopfentee Wirkung, sondern vom Hopfen in einer anderen Form: Er wird zur Sedierung oder nur zur Beruhigung von Patienten verwendet.

Selbst Bibliotheken wissen den Hopfen zu schätzen. Hier spielt die Wirkung ebenfalls keine Rolle, aber eine andere wichtige Eigenschaft der Heilpflanze. In den Abteilungen, in denen die besonders alten und auch kostbaren Bücher zu finden sind, liegen Hopfenzapfen in den Regalen hinter den Büchern. Damit die kostbare Lektüre erhalten bleibt und nicht von Insekten zerfressen wird, leistet der Hopfen hier sehr gute Dienste. Er hält sowohl die Insekten als auch die Feuchtigkeit von den Büchern fern. Ausgetauscht werden die Zapfen nur alle paar Jahre. Der Hopfen ist weitaus zuverlässiger und auch umweltfreundlicher als moderne Geräte, die nicht immer das halten, was sie versprechen.

Fazit zum Hopfentee

Hopfen ist ein altes Heilmittel, das heute in vielen Formen wieder neu entdeckt wird. Zwar ist die Wirkung bekannt, heute wissen die Forscher aber, warum das so ist und welche Inhaltsstoffe für welche Leiden zuständig sind. Hopfen ist mehr als nur ein Teil des Bieres, er ist eine anerkannte Heilpflanze, die die Nerven auf natürliche Weise beruhigt sowie in Wechseljahren und bei der Milchbildung nach der Geburt hilft. Hopfen ist zudem ein praktisches Konservierungsmittel für Bücher, da er die Insekten vertreibt und verhindert, dass die Feuchtigkeit die Seiten zerstört. Wer in aller Ruhe ein Bier trinkt, sollte vielleicht auch einmal über den so vielseitigen Hopfen nachdenken.

: @ depositphotos.com / Photosg

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Ulrike Dietz