Glutenfreies Kastanienmehl – eine prima Alternative zum Backen

Bei dem Wort Mehl denken viele Menschen an das klassische Mehl aus Weizen oder Roggen. Diese Mehle finden in fast jedem Verwendung und sind in jedem Supermarkt oder Discounter günstig zu haben. Leider kann nicht jeder das herkömmliche Getreidemehl vertragen. Diejenigen, die unter einer sogenannten Zöliakie leiden, reagieren auf Gluten allergisch und dürfen daher weder Roggenmehl noch Weizenmehl essen. Auf Brot, Gebäck und Kuchen verzichten müssen sie allerdings nicht, denn schließlich gibt es ja glutenfreies Kastanienmehl.

Kein Gluten, aber viel Geschmack

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, was heißt, das Immunsystem greift den eigenen Körper an. Bei Menschen, die unter dieser Krankheit leiden, geschieht dies immer, wenn sie Gluten zu sich nehmen. Gluten ist ein Klebeeiweiß, was im Getreide vorkommt und deshalb in vielen unterschiedlichen Lebensmitteln zu finden ist. Nicht nur im Brot und Nudeln, Kuchen und Keksen, auch in der Pizza und in vielen Fertiggerichten ist Gluten enthalten. Falls Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit diese essen, dann reagiert der Körper mit heftigen Bauchschmerzen und schweren Durchfällen. Das Ganze klingt nicht gerade nach einem genussvollen Leben, aber ganz so schlimm ist es nicht, denn es gibt glutenfreies Kastanienmehl. Mit diesem besonderen Mehl lässt sich leckeres Brot backen, ebenso wie Kuchen und sogar Weihnachtsplätzchen.

Glutenfreies Kastanienmehl – ein Mehl mit langer Tradition

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In vielen Ländern im Süden von hat Kastanienmehl eine lange . Vor allem in Portugal und Italien schätzen die Hausfrauen das Mehl aus Kastanien. Bis heute backen sie Brot und Kuchen mit diesem Mehl, was durch seinen nussigen Geschmack beeindrucken kann. Im Mittelalter, als weißes Getreidemehl für die arme Landbevölkerung unbezahlbar war, wurde es durch das Kastanienmehl ersetzt. In der Toskana gab es noch vor 100 Jahren ganze Kastanienwälder. Das Brot, was aus dem Mehl der geschälten, getrockneten und fein gemahlenen Kastanien gebacken wurde, hieß das „Brot der Armen“. Heute ist es eine Delikatesse und entsprechend teuer. Noch immer kommt das beste Kastanienmehl aus Italien und es ist mittlerweile mehr als eine Alternative zum klassischen Roggen- oder Weizenmehl.

Eine gute Wahl

Glutenfreies Kastanienmehl zu verwenden, ist eine sehr gute Wahl, da dieses Mehl viele positive Eigenschaften hat. Vor allem bei Kleingebäck und Kuchen hat sich das Mehl aus Kastanien einen guten Namen gemacht. Es ist süßer als herkömmliches Mehl und das zarte Nussaroma verleiht vor allem den weihnachtlichen Plätzchen eine ganz besondere Note. Wird das Kastanienmehl zum Backen von Brot verwendet, dann sollte es mit einem anderen glutenfreien Mehl gemischt werden. Kartoffelmehl macht den Brotteig wunderbar locker und das Brot bekommt eine herrlich knusprige Krume. Auch Reismehl, Amarant oder Teffmehl, also Mehl aus Zwerghirse, passen gut zum Kastanienmehl und machen jedes Brot zu einer echten Delikatesse.

Fazit zu Glutenfreies Kastanienmehl

Wer kein Gluten vertragen kann, muss nicht auf ein leckeres Stück Kuchen oder eine frische Scheibe Brot verzichten. Die Palette der Rezepte mit Kastanienmehl ist breit gefächert und reicht vom klassischen Apfel- oder Pflaumenkuchen bis hin zum saftigen Kastenkuchen. Auch was das Brot angeht, ist Kastanienmehl ausgesprochen vielseitig. Dunkles Brot mit einem leicht nussigen Aroma schmeckt hervorragend zu fruchtigen Konfitüren, oder ein rustikales Bauernbrot, als Laib gebacken, schmeckt ausgezeichnet zu allem, was herzhaft ist.

Bild: @ depositphotos.com / Oksana6299956

Glutenfreies Kastanienmehl – eine prima Alternative zum Backen

Tommy Weber