Gemeinsam für den Schutz und Erhalt von Natur in NRW

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Gemeinsam für den Schutz und Erhalt von Natur in NRW

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Münster (ots) –

Das Land Nordrhein-Westfalen, die Bundeswehr und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) stellten am 27. Februar in Münster der Öffentlichkeit die Vereinbarung über den Schutz von Natur und Landschaft auf militärisch genutzten Flächen in NRW vor. Mit der im November 2018 getroffenen Vereinbarung gibt es nun auch für das NRW – wie für die übrigen Bundesländer – eine gute vertragliche Grundlage zwischen Bund und Land.

Der auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinende Zusammenhang zwischen militärischer Nutzung und Naturschutz ist in Fachkreisen schon lange als sehr bedeutsam bekannt: Flächen der Bundeswehr gehören bundesweit zu den wertvollsten Gebieten des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000.

Besonders freute sich der nordrhein-westfälische Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucher-schutz, Dr. Heinrich Bottermann, bei der Vorstellung der geschützten Flächen des Übungsgeländes Dorbaum in Münster. „Alleine hier können drei FFH-Gebiete von unserer Vereinbarung profitieren“, so Bottermann in seinem Grußwort, „aber auch die Wahner Heide bei Köln dürfte als herausragendes Naturjuwel bekannt sein“. Bei den weiteren Gebieten horchen vielleicht noch Naturschutzexperten z.B. im Raum Aachen-Düren auf, ansonsten geht es meist um kleinere oder kleinste Liegenschaften im NATURA 2000-Umfeld. Für alle diese Gebiete gibt es nun klare Absprachen zwischen dem Bund und dem Land NRW.

Als Vertreterin seitens der Bundeswehr machte die Abteilungsleiterin Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen im BMVg, Ministerialdirektorin Barbara Wießalla in ihren Ausführungen deutlich, dass die militärisch genutzten Flächen sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch bundesweit zu den wertvollsten Gebieten des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 gehören.

„Mehr als 50 % der bundesweiten Übungsplatzflächen sind als Schutzgebiete von europäischem Rang an die EU-Kommission gemeldet“, sagte Wießalla und führte fort, „um den Erhalt der Lebensräume langfristig im Sinne von NATURA 2000 zu sichern, erstellen die Bundeswehr und der Bundesforst für alle militärisch genutzten Flächen sogenannte Managementpläne, die neben Grundlageninformationen zum Bestand auch Vorgaben zur zukünftigen Pflege und Nutzung enthalten“.

Dritter im Bunde ist die BImA, die den Grundstücks- und Raumbedarf der Bundesressorts deckt. Zu ihren gesetzlichen Aufgaben gehört auch die forst- und naturschutzfachliche Betreuung des Waldes auf den von der Bundeswehr genutzten Flächen. „Unser Geschäftsbereich Bundesforst darf gemeinsam mit den Partnern der Bundeswehr zu Recht das Resümee ziehen, dass die Natur bei ihnen in guten Händen ist“, sagte Paul Johannes Fietz, Vorstandsmitglied der BImA, und fügte hinzu, „denn zahlreiche gefährdete oder gar vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten haben ihre letzten Rückzugsgebiete auf den Liegenschaften des Bundes“.

Quellenangaben

Bildquelle:obs/Presse- und Informationszentrum IUD/Bundeswehr: Jenny Bartsch
Textquelle:Presse- und Informationszentrum IUD, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/128453/4205794
Newsroom:Presse- und Informationszentrum IUD
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