EU-Wahl – diese Parteien wollen ein Ende der Käfighaltung von Tieren …

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EU-Wahl – diese Parteien wollen ein Ende der Käfighaltung von Tieren …

4 min

Berlin (ots) – Tierschutzinteressierte Menschen bekommen jetzt Entscheidungshilfe für die EU-Wahl am Sonntag. Die Tierschutzorganisationen Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Animal Equality Germany e.V., PROVIEH e.V., Deutsches Tierschutzbüro e.V., VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz und Compassion in World Farming haben bei deutschen Parteien nachgefragt, ob sie für einen Ausstieg aus der Käfighaltung in der EU-Landwirtschaft eintreten und die Europäische Bürgerinitiative »End the Cage Age« unterstützen.

www.nachrichten-heute.net:

Landwirtschaftlich gehaltene Tiere in Käfigen erfahren unendliches Leid, da ihre Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt ist und beinahe alle natürlichen Verhaltensweisen unterdrückt werden. Dennoch fristen in der EU jährlich weit über 300 Millionen Hennen, Kaninchen, Mutterschweine, Gänse, Enten und Wachteln ihr Dasein ganz oder teilweise in Käfigen. In Deutschland betrifft dies fast neun Millionen Tiere.

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Den BürgerInnen Europas – und insbesondere den Deutschen – liegt das Wohl der Tiere am Herzen. EU-weit haben bereits mehr als 940.000 Menschen die Europäische Bürgerinitiative »End the Cage Age« unterschrieben und ein Drittel dieser Unterschriften, also über 300.000, kommt aus Deutschland. Die Initiative ist erfolgreich, wenn bis Fristablauf am 11. September 2019 mindestens eine Million gültige Stimmen abgegeben werden.

Gerade jetzt vor der Europawahl ist es den Tierschutzorganisationen wichtig, ihre UnterstützerInnen darüber zu informieren, welche Parteien die Europäische Bürgerinitiative unterstützen und damit für ein Ende der Käfighaltung eintreten. Denn es wird vor allem auch an der Zusammensetzung des künftigen EU-Parlaments und der künftigen EU-Kommission liegen, ob und wie die Ziele der Initiative umgesetzt werden.

Folgende Parteien setzen sich für den Ausstieg aus der Käfighaltung ein und unterstützen auch die Unterschriftensammlung:

– ÖDP – DIE LINKE – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ

Folgende Partei vertritt die Position, dass Käfighaltung für Tiere in der Landwirtschaft verboten werden soll:

– SPD

Die FDP möchte sich zwar für ein Tierschutzsiegel einsetzen, lehnt jedoch “starre, pauschale Verbote […] ab”, und spricht sich somit nicht für ein Verbot der Käfighaltung aus. Die Freien Wähler haben “hierzu […] auf europäischer Ebene bislang keine Position.”

Die Unionsparteien CDU/CSU blieben die Antwort trotz mehrfacher Anfragen nach ihrer Position schuldig.

Kathleen Frech, Koordinatorin der Europäischen Bürgerinitiative »End the Cage Age« in Deutschland sagt: »Die Unterstützung der europäischen Bevölkerung für unsere Bürgerinitiative ist überwältigend und jeden Tag kommen zahlreiche neue Unterschriften hinzu. Die Menschen wollen einfach nicht, dass die Tiere in Käfigen gehalten werden. Die Käfighaltung hat ihre soziale Akzeptanz verloren und mit dieser Tatsache werden sich EU-Parlament und Kommission auseinandersetzen müssen.«

Konstantinos Tsilimekis von der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt ergänzt: »Die Wählerinnen und Wähler entscheiden am Sonntag auch über das Wohlergehen von mehreren 100 Millionen von Tieren. Denn wenn genügend Menschen ihren politischen Willen ausdrücken, kann sich auch relativ schnell etwas ändern. Doch unabhängig vom Ausgang der Wahl darf es ein ‘Weiter so!’ nicht geben. Wir werden in jedem Fall weiterhin Druck in Politik und Wirtschaft machen, um ein Ende der Käfighaltung von Tieren zu erwirken.«

Weitere Informationen zur Europäischen Bürgerinitiative “End the Cage Age” finden Sie hier: http://www.endthecageage.eu

Auf https://eci.endthecageage.eu/ können Sie Ihre Stimme für ein Ende der Käfighaltung geben.

Quellenangaben

Textquelle:Albert Schweitzer Stiftung f. u. Mitwelt, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/55647/4277297
Newsroom:Albert Schweitzer Stiftung f. u. Mitwelt
Pressekontakt:Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
Diana von Webel
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