Welche Bedeutung hat die Zeder

Welche Bedeutung hat die Zeder

Der Zeder Baum und seine Früchte

Mit ihrer maskulinen und zugleich wohltuenden Note führt die Zeder jeden ihn ihren Bann. Ihr Öl findet sowohl in der Pharmazie als auch in der Kosmetik Anwendung. Hier unterstützt es die Heilung von Atemwegserkrankungen, Hautausschläge, Aggressionen oder Harnwegerkrankungen. Das Zedernöl wird aus dem Holz des Baums gewonnen. Für einen Liter benötigt man 30 kg des wertvollen Materials. Um diese Kraft zu entfalten, müssen die Zedern lange wachsen. Einige stammen noch aus der Zeit von Jesus Christus oder Mohammed.

Die Zedern gehören zur Gattung der Kieferngewächse. Diese werden in drei Arten unterteilt. Ihr botanische Name lautet Cedrus. Ihre Familie bezeichnet man als Pinaceae. Zwei Arten haben ihre Heimat im Mittelmeerraum. Dazu zählen die Libanon-Zeder oder Cedrus Ibani und die Atlas-Zeder oder Cedrus Altantica. Etwas entfernter – im Himalaya – wächst die gleichnamige Himalaya-Zeder oder Cedrus Deodara.

Wie sieht die Zeder aus?

Als großer sowie stets grüner Nadelbaum erreicht sie eine Höhe von ungefähr 25 bis 30 Metern. Schon in der Antike war sie als wichtiges Nutzholz bekannt und wurde entsprechend geschlagen und verwendet. Gerne werden die Bäume an Parkanlagen gepflanzt. Die dunkelgrünen Blätter haben teilweise eine bläuliche Färbung. Sie bilden Büschel, in denen eiförmige Knospen reifen. Diese wiederum bestehen aus endständigen Lang- oder Kurztrieben. Dabei unterschieden sich diese nur in der Anordnung ihrer Blätter.

Bei den Blüten gibt es männliche sowie weibliche Zapfen. Sie sind am Ende der Kurztriebe angeordnet. Dabei sind die männlichen meistens acht bis neun Zentimeter lang, während die weiblichen das blühende dekorative Element darstellen. Um die Bestäubung effektiv zu organisieren, verfügen sie über überlappende Samenschuppen. Die Pollen hingegen sind gelb. Innerhalb der Reifezeit lösen sich die Zapfen auf. Aus ihnen treten die hellbraunen bis graubraunen Samen hervor. Im Anschluss werden sie vom Wind fortgetragen. Ihr Flug wird von den 10 Millimeter langen Flügel unterstützt. Mithilfe der Luftströmung verteilen sie sich in ihrer Umwelt, um jeweils eine neue Zeder erschaffen. Das Holz der Zeder lässt sich gut bearbeiten. Es fand bereits in der Antike Anwendung im Schiff- und Hausbau. Nur Adlige, Priester und reiche Bürger konnten sich das prestigeträchtige Holz leisten.

Der Zeder Baum benötigt viel Sonne und ein mildes Klima. Dabei muss es auch entsprechend regnen. Sie wachsen am besten auf einem Boden, der kalkhaltig und tiefgründig ausgerichtet ist. Ferner sollte er nur schwach sauer und sandig sein.

Welche gesundheitlichen Vorteile bringt das Zedernöl?

Zedernholzöl hilft bei der chronischen Bronchitis. Dazu kommen schmerzlindernde und antiseptische Funktionen. Für Allergiker stellt das Zedernöl eine wohltuende Bereicherung. Es kann Ängste abbauen und Depressionen reduzieren. Außerdem verbessert es die seelische Verfassung des Betroffenen. Ferner lindert es die Schmerzen in der Schwangerschaft. Schon während der Aufklärung im 17. Jahrhundert nutzen die Ärzte das honigfarbende Öl der Zedern bei den Harnwegsinfektionen . Genauso erfolgreich war es als Lungenantiseptikum. Die Patienten, die mit diesem Naturheilstoff behandelt werden, regenerieren relativ schnell.

Hauterkrankungen sind weitere Anwendungsgebiete für das Öl der Zeder. Es wirkt als Hautberuhigungsmittel. Mit ihm lassen sich Hautausschläge, Ekzeme sowie Schuppen wirkungsvoll bekämpfen. Dabei gibt man fünf bis sechs Tropfen Zedernöl auf vier Teelöffel Weizenkeimöl. Diese Mischung trägt man drei Mal pro Tag auf. Benötigt der Herr eine besonders schonende Rasierseife, so sollte diese das Zedernholzöl enthalten.

Welche weiteren Anwendungsgebiete gibt es für das Zedernöl?

Zecken werden abgeschreckt. Dazu reichen ein paar Tropfen in den Kniekehlen und im Nacken. Hunde können mithilfe des Öls der Zeder ebenfalls wirkungsvoll geschützt werden. Wichtig ist hier eine sparsame Dosierung, um die sehr empfindliche Nase des Tieres nicht zu belasten. Dabei reicht ein Tropfen am Schulterblatt und ein weiterer am oberen Schwanzansatz. Die Mottenabwehr ist ebenfalls eine interessante Variante.

Bild: @ depositphotos.com / fotomine

Gabi Klein