Was vor der Ankunft eines Welpen im Haus zu bedenken ist

Was vor der Ankunft eines Welpen im Haus zu bedenken ist

Laut Statistik gibt es rund 11,8 Millionen Hunde in deutschen Haushalten. Nach Katzen sind sie bei uns die beliebtesten Haustiere. Dackel, Pudel, Schäferhund und Co. sind treue Begleiter, die dafür sorgen, dass wir regelmäßig an die frische Luft kommen. Sie halten Menschen jeder Altersklasse in Schwung und versüßen so manch Einsamem das Leben. Wer sich für einen erwachsenen Hund aus dem Tierheim entscheidet, kann in der Regel davon ausgehen, dass dieser schon über Erfahrung im Zusammenleben mit Zweibeinern verfügt. Ein Welpe hingehen muss noch viel lernen, bevor Harmonie zwischen Mensch und Tier herrscht. Gleich, ob man sich für einen älteren oder jüngeren Hund entscheidet, ein treuer Freund fürs Leben ist garantiert.

Was sollte man vor der Anschaffung eines jungen Hundes bedenken?

Es gibt zahlreiche Punkte, die zunächst durchdacht werden sollten, bevor man sich einen Welpen zulegt, darunter:

  • Man übernimmt eine große Verantwortung für die nächsten zehn bis 15 Jahre.
  • Gibt es eine Unterbringungsmöglichkeit, wenn das Tier nicht mit in den Urlaub fahren kann?
  • Erlaubt der Vermieter Hunde?
  • Eine junge Fellschnauze kann man nicht täglich acht Stunden oder mehr alleine zuhause lassen.
  • Eltern wie Kinder sollten dem tierischen Familienzuwachs zustimmen.
  • Reicht das finanzielle Budget aus, um regelmäßige Kosten wie Impfungen und Haftpflichtversicherung aufzubringen?

Welche Ausgaben stehen für einen Welpen an?

Dass ein Hund regelmäßig sein Futter benötigt, ist selbstverständlich. Bei einem Welpen in einem Alter von bis zu drei Monaten handelt es sich sogar um vier Mahlzeiten täglich. Bis zum sechsten Lebensmonat sollten es immer noch drei Rationen sein. Anfangs sind auch einige Impfungen notwendig, die aufgrund der Grundimmunisierung in relativ kurzen Zeitabständen erfolgen müssen. Eine Leitlinie der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StlKoVet) empfiehlt die erste Impfung in der achten Lebenswoche des Hundes gegen Parvovirose, Hepatitis, Staupe und Leptospirose. Sie sollte in einem Alter von zwölf bis 15 Wochen wiederholt werden. Darüber hinaus wird angeraten, Welpen in der zwölften Lebenswoche gegen Tollwut zu impfen. Der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung ist in jedem Fall empfehlenswert. Dies gilt für das gesamte Leben des Vierbeiners, ist jedoch insbesondere für ein junges Tier dringend anzuraten.

Warum eine Hundehaftpflichtversicherung so wichtig ist

Eine Haftpflichtversicherung für den Hund kann einen finanziellen Ruin des Tierbesitzers vermeiden. Es gibt unzählige, nicht vorhersehbare, Situationen, die einen teuren Schaden nach sich ziehen können. Selbst, wenn der Vierbeiner stets an der Leine geführt wird, ist es nicht ausgeschlossen, dass sie dem Hundeführer aus der Hand gleitet. Schnell landet das Tier auf der Straße und verursacht einen Verkehrsunfall. Insbesondere bei Welpen sollte man außerdem daran denken, dass sie erst lernen müssen, was Beißhemmung bedeutet. Dies geht nicht von einem Tag auf den anderen, sodass Besitzer damit rechnen müssen, dass einiges in der Wohnung angeknabbert wird. Erfahrende Hundehalter können ein Lied davon singen. Wer in einem Mietobjekt wohnt, muss für „selbstverursachte“ Schäden aufkommen und das kann teuer werden. In den deutschen Bundesländern Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen gibt es sogar eine gesetzliche Versicherungspflicht. Viele weitere Regionen machen diese an bestimmten – sogenannten gefährlichen – Hunderassen fest. Dazu gehören zum Beispiel American Staffordshire Terrier, Staffordshire, Bullterrier und Pit Bull Terrier. Das einzige Bundesland in dem keinerlei Hundeversicherungspflicht besteht ist Mecklenburg-Vorpommern.

Bild: @ depositphotos.com / cynoclub

Gabi Klein