POL-OG: Appenweier, Lahr – Kontrolle endet in Untersuchungshaft

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29.04.2021 – 16:03

Polizeipräsidium Offenburg

Was mit einer Kontrolle der Bundespolizei am Dienstagabend in Appenweier begann, endete für einen 34-Jährigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz nun mit Untersuchungshaft. Eine Streife der Bundespolizei unterzog den Mann gegen 19:30 Uhr in Appenweier einer Kontrolle. Da er angab, keinen Ausweis dabei zu haben, durchsuchten die Beamten zunächst seine Jackentasche und fanden hierbei ein Tütchen mit weißem Pulver. Daraufhin ergriff der Mittdreißiger die Flucht. Nach wenigen Metern konnte er jedoch eingeholt und gestellt werden, wobei er massiven Widerstand leistete. Der Grund hierfür sollte sich unmittelbar im Anschluss herausstellen. Denn in seinem Rucksack stießen die Beamten auf fast 3 Kilogramm Amphetamin sowie mehrere Flaschen mit noch unbekannten Chemikalien, ein Messer, eine Softair-Waffe und Silberschmuck. Nach richterlicher Anordnung und unterstützt durch Rauschgiftspürhunde durchsuchten Beamte der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Offenburg in der Folge die in der Nähe gelegene Wohnung der Lebensgefährtin der Mannes, zu welcher der 34-Jährige eigenen Angaben nach unterwegs war. Zeitgleich wurde auch die Wohnung des Mannes in Lahr durch die Beamten des Polizeipräsidiums Offenburg unter die Lupe genommen. In der Wohnung in Appenweier konnten kleinere Mengen Betäubungsmittel aufgefunden werden. Unter anderem deshalb sehen sich nun auch die Lebensgefährtin sowie ein weiterer Hausbewohner einem Strafverfahren ausgesetzt. Von noch größerem Erfolg für die Ermittler gekrönt war die Durchsuchung der Wohnung des Mannes in Lahr. Neben möglichem Diebesgut, wie einer großen Anzahl an Uhren und zum Teil noch originalverpackten elektronischen Geräten, konnten auch Schreckschusswaffen, zwei Armbrüste und weitere Betäubungsmittel aufgefunden werden. Darüber hinaus wurden zahlreiche Kanister mit chemischen Substanzen aufgefunden, bzgl. derer nach derzeitigem Stand der Ermittlungen der Verdacht besteht, dass sie zur Herstellung und/oder Streckung von Amphetamin verwendet wurden. Insgesamt konnten bei dem Mittdreißiger somit nahezu 6 Kilogramm amphetaminverdächtige Substanzen beschlagnahmt werden.
Die Staatsanwaltschaft Offenburg leitete wegen des dringenden Tatverdachts des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge ein Ermittlungsverfahren gegen den einschlägig vorbestraften Mann ein. Dem Antrag der Staatsanwaltschaft Offenburg folgend erließ das Amtsgericht Offenburg am Mittwoch einen Untersuchungshaftbefehl, woraufhin der 34-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt überstellt wurde.

/rs

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