Die Einheitsbotschafter besuchen die Lutherstadt Wittenberg

Lutherstadt Wittenberg / Halle (S.) (ots) –

Das Tagessprogramm der Einheitsbotschafter steht heute ganz im Zeichen der Historie: In Lutherstadt Wittenberg – dem Geburtsort der Reformation – reisen die Botschafterinnen und Botschafter gemeinsam mit Martin Luther und seiner Frau Katharina von Bora ins 16. Jahrhundert. Klar, dass es sich der berühmte Sohn der Stadt nicht nehmen lassen will, die Botschafterinnen und Botschafter ganz persönlich durch Wittenberg zu führen: Auf den Spuren des historischen Reformators geht es durch die Altstadt – vorbei an der Stadtkirche St. Marien, wo vor 500 Jahren der erste evangelische Gottesdienst abgehalten wurde, bis hin zu den wohl bekanntesten Pforten Deutschlands: in schweres Bronze gegossen sind die 95 Thesen für die Ewigkeit an der Schlosskirche festgehalten.

Einen Auffrischungskurs zur Reformation hatten die Botschafter bereits zuvor in der Panorama-Ausstellung “Luther 1517” bekommen. Der Künstler Yadegar Asisi, bekannt für seine 360-Grad-Erlebnis-Gemälde, hat zum 500. des Thesenanschlags ein außergewöhnliches visuelles und auditives Gemälde erstellt, das jetzt in Lutherstadt Wittenberg bewundert werden kann.

“Das ist wirklich der Hammer”, sagt Sabine Werth, Einheitsbotschafterin aus Berlin, die ein anderes Asisi-Panorama aus Berlin kennt. “Das in Wittenberg ist einfach nur großartig, da kann das aus Berlin nicht mithalten.” 15 Meter hoch skizziert das 360-Grad Gemälde einen Querschnitt der vor 500 Jahren, als Martin Luther mit seiner Kritik am kirchlichen Ablasshandel eine weitreichende Bewegung in Gang setze, welche Gesellschaft, und der Menschen nachhaltig verändern sollte. Eine ausgefeilte Licht- und Soundinstallation erweckt beim Betrachter den Eindruck, die Szenerie sowohl am Tag als auch bei Nacht zu beobachten. Ein Wimmelbild für Erwachsene, das die wichtigsten Ereignisse rund um die Reformation in einem Tag darstellt.

“Ich bin das erste Mal in Lutherstadt Wittenberg”, sagt Max Bertl, der Einheitsbotschafter aus Bayern, nach dem Besuch des Panoramas. Im Allgemeinen sei er bisher sehr wenig in Sachsen-Anhalt unterwegs gewesen, doch ganz sicher werde er wieder kommen, um sich alles nochmal ganz genau anzuschauen. Diesen Entschluss habe er schon am ersten Tag der Botschafterreise durch Sachsen-Anhalt gefasst, doch Lutherstadt Wittenberg habe ihn in seinem Vorhaben nochmal bestätigt. “Dass die Häuser und Städte so schön sind und dass es so viel Spannendes zu erleben gibt, das hätte ich nicht gedacht”, sagt er. Und noch weitere Eindrücke erwarten ihn – auf der Reiseroute stehen: Leuna, Schkopau und schließlich: Halle.

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