ARD Das Erste: “ARD DEBÜT Spezial- Kurzfilme aus der Ukraine” ab dem 17. Juni in der ARD Mediathek

München (ots) –

13 thematisch unterschiedliche Kurzfilme aus der Ukraine werden ab dem 17. Juni in der ARD Mediathek abrufbar sein. Die DebütfilmemacherInnen erzählen in ihren fiktionalen Kurzfilmen, die zwischen 2018 – 2021 produziert wurden, von der Jugend in der Ukraine, von erster Liebe, gesellschaftlicher Norm, der Sehnsucht nach Zugehörigkeit und auch der schon lange bestehenden Frontlinie am Assowschen Meer.

Das “ARD DEBÜT Spezial-Kurzfilme aus der Ukraine” ist eine gemeinsame Aktion von NDR, rbb, SWR, WDR, BR und MDR für die ARD.

Meike Götz (MDR), Vorsitz AG ARD DEBÜT und Cooky Ziesche (rbb) Mitinitiatorin und Mitglied der AG ARD DEBÜT:

“Uns war es wichtig, unseren Zuschauer:innen einen Einblick in das Land zu geben, das gegenwärtig im Zentrum unserer Aufmerksamkeit steht. Gleichzeitig möchten wir Filmemacher:innen, die noch am Anfang Ihrer Karriere stehen und deren berufliche Zukunft mehr als ungewiss ist, eine Stimme geben.”

Die Filme werden 30 Tage lang in der ARD Mediathek abrufbar sein.

Am 17. Juni startet die ARD Mediathek mit folgenden Kurzfilmen:

DER TEPPICH (rbb) Buch: Oksana Artemenko Regie: Lilija Ostapowitsch

Mariupol, 2014. Teenager Tolik (Andrij Kostasch) lebt mit seiner Mutter (Natalija Walda) nahe der Frontlinie am Asowschen Meer. Jeden Tag bittet sie ihn vergeblich, den Teppich zu reinigen. Er hat Ferien und vertreibt sich seine Zeit mit seinen Freunden. Gemeinsam betreiben sie einen kleinen Fischverkauf. Doch den und seine Freunde vernachlässigt Tolik, als er sich in eine junge Frau (Dascha Tworonowitsch) verliebt.

Natalija Kiselowa gewann mit ihrem Kurzfilmdebüt 2020 den Sonderpreis der Jury des Internationalen Kurzfilm-Festivals in Lwiw und den Grand-Prix des Kiewer Internationalen Kurzfilmfestivals in der Sektion Nationaler Wettbewerb.

PAPERUSCHKA (rbb) Buch und Regie: Lilija Ostapowitsch

Iva (Olena Bogdan) kommt in eine malerische Provinzstadt in den Bergen, in der alte Erinnerungen wach werden und den Wunsch wecken, ihre erste Liebe (Oleksandr Schila) zurückzugewinnen, der sich gerade auf die Hochzeit mit einer anderen vorbereitet. Entgegen der Warnung ihrer Eltern und der gesellschaftlichen Norm geht Iva direkt ins Herz der Ereignisse, der Hochzeitszeremonie, um ihr Ziel zu erreichen.

Lilija Ostapowitsch gewann mit ihrem Kurzfilm-Debüt 2021 den Sonderpreis des Nationalen Wettbewerbs des 50. Kiewer IFF “Molodist”.

DADS SNEAKERS (MDR) Buch/Regie: Olha Zhurba

Der 13-jährige Sasha (Bogdan Zenchenko) lebt in einer Einrichtung für Kinder ohne elterliche Fürsorge. Er ist einer der Glücklichen: Eine amerikanische Familie hat ihn adoptiert. Der große Tag ist gekommen, in wenigen Stunden soll er ins Flugzeug steigen und in ein neues Leben aufbrechen – doch etwas hält ihn zurück. Er hat seine Sachen noch nicht gepackt und die Rede nicht gelernt, die er seiner Adoptivmutter vortragen soll. Immer wieder schaut er auf sein Telefon und hofft auf einen Anruf, der alles verändern könnte.

Olha Zhurbas Debüt-Kurzfilm gewann u. a. den Preis für den besten europäischen Film beim Internationalen Kurzfilmfestival von Leuven 2021 und war nominiert beim International Film Festival in Locarno 2021.

Be patient (WDR), Ukraine 2020, Buch/Regie: Liubov Honcharenko

Arina (Mariia Padina) wird langsam erwachsen. Dabei muss sie Aufnahmeprüfungen absolvieren und sich der Herausforderung stellen, die richtige Wahl zu treffen. Aber alles, woran sie denken kann, ist der kommende Sommer und Vit’ka. Dies ist eine Geschichte über das Erwachsenenwerden und die Fähigkeit, auf seine innere Stimme zu hören.

We are not dead yet (WDR), Ukraine 2020, Buch/Regie: Joanne Rakotoarisoa

Eine Gruppe junger Ukrainer verbringt eine letzte gemeinsame Sommernacht zusammen. Sie erzählen über ihre Hoffnungen und Träume für die Zukunft. Doch einer muss eine Entscheidung treffen, bevor die Sonne aufgeht. Soll er sich beim Einberufungsamt melden und in den Krieg ziehen oder aus dem Land fliehen?

In joy (WDR), Ukraine 2018, Buch/Regie: Marina Roschina

Katya (Svetlane Libet) ist eine junge, einsame Mutter. Sie verliebt sich in einen jungen Mann, traut sich aber nicht, ihm zu sagen, dass sie bereits einen Sohn hat. Ihre Beziehung entwickelt sich schnell, was es umso komplizierter macht, es ihm zu offenbaren. Sie muss sich entscheiden: Übernimmt sie Verantwortung für ihren Sohn oder lebt sie ihr eigenes Leben?

www.ardmediathek.de

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Pressekontakt: Agnes Toellner
Presse und Information Das Erste

E-Mail.: agnes.toellner@ard.de

Quellenangaben

Bildquelle: “Der Teppich” – Die Filme entstanden vor dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und zeigen das künstlerische Schaffen des ukrainischen Filmnachwuchses zum Thema Jugendliebe auf ganz unterschiedliche Weise. – Tolik träumt sich mit Julia auf den Teppich, den er säubern soll, ans Asowsche Meer.
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