Wie sehen die Modetrends für den Herbst und Winter 2017 aus?

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Wie sehen die Modetrends für den Herbst und Winter 2017 aus?

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Während der Frühling noch nicht richtig durchgestartet und der Sommer noch lange nicht in Sicht ist, überlegen die kreativen Köpfe in der Modebranche schon, wie die modischen Trends im Herbst und im Winter 2017 aussehen werden. Worauf muss sich Frau einstellen, wenn sie auch in der kommenden Saison en vogue sein will? Was ist IN und was gehört zu den Must-haves? Einen kleinen Einblick auf die zukünftigen Modetrends gab es schon auf der Fashion Week 2017 in Berlin.

Die 1990er sind endlich wieder da

Wer die 1990er Jahre schon schmerzlich vermisst hat, weil sie vielleicht aus modetechnischer Sicht so toll waren, der kann sich freuen, denn auch im Herbst und Winter 2017 ist die Mode dieses Jahrzehnts wieder da. Da ist zum Beispiel die legendäre 501 aus dem Hause Levi´s, da sind die Chucks von Converse und die Hoodies von Carhartt. Die neuen Modetrends lehnen sich stark an die sportlich geprägte Mode der 1990er Jahre an, aber in diesem Jahr wird alles ein wenig weiter, ein bisschen bequemer und noch sportlicher, was den Schnitt angeht. Hoodies und Sweats werden jetzt oversized mit sehr langen Ärmeln getragen, dafür gibt es jetzt aber keine lästigen Prints und Logos mehr. Bei den neuen Loose Fit und Regular Jeans erinnert das ein wenig an den Baggy-Style, aber sie sind immerhin lässig und sehr bequem zu tragen.

Statement Pieces müssen sein

Ohne die klassischen Statement Pieces geht es auch im Herbst und Winter 2017 nicht, allerdings fällt es diesmal klar und mehr minimalistisch aus. Sneakers mit Plateau erleben eine Renaissance, das Gleiche gilt auch für die geliebten Latzhosen und die neckischen Nickitücher. Nur bei den Puffa-Jackets, den oft verpönten gepolsterten Daunenjacken gilt: Sie werden im Layering-Look getragen und man darf gespannt sein, wie sich die Jacken im Lagen-Look so machen. Wichtig sind strahlende Farben, kühle Materialien, möglichst viele Zipper, ganz gleich wo, Ripsbänder und vor allem viele Galons, jene glänzenden Zierstreifen aus Seide, die man sonst nur an der Frackhose oder beim Smoking findet.

Der Gothic-Look ist nicht mehr so finster

Unterschiedlicher könnte zwei winterliche Modetrends nicht sein, wie der Disco Glam und der Gothic-Look. Den dunklen Gothic-Look gibt es bereits seit den 1980er Jahren und er ist offenbar ein Wiedergänger, denn 2017 ist der düstere Look wieder da. In diesem Jahr ist er aber nicht mehr ganz so finster, denn statt tiefem Schwarz, sind jetzt Farben wie Violett, Petrol und Weinrot im Trend. Ein Muss sind aber nicht nur die hochgeschlossenen Blusen, die an das viktorianische Zeitalter erinnern, auch die hohen Plateauschuhe sind wieder in.

Disco Glam – die 1980er sind zurück

Mutige kombinieren den Gruftie-Look mit dem Disco Glam, der den Gothic-Trend nicht mehr ganz so düster macht. Mit dem Disco Glam kommen romantische Aspekte ins Spiel, die bevorzugte Farbe ist alt-rosa, es gibt hübsche glitzernde Details durch aufgestickte Blüten, aber auch falsche Pelze, Pailletten, schweren Brokat und jede Menge duftigen Tüll sowie aufwendige Spitzen. Nicht zu vergessen die Animal-Prints, die Hauptsache ist jedoch, dass die Looks opulent und verschwenderisch wirken.

Darf es bei bisschen Grunge sein?

Grunge war ebenfalls ein Modetrend in den 1990er Jahren und auch dieser Trend ist im Herbst und im Winter wieder da. Es leben das Hemd aus Flanell, die Used-Denims, die gammeligen Shirts und auch die Sneakers, die möglichst abgetragen sein sollten. Zum diesjährigen Grunge-Look gesellt sich der Military- und Camouflage-Look mit lässigen Parkas, witzigen Teddy-Details und Pelzverbrämungen, die auch gerne bunt sein dürfen. Wer den Look ein wenig auflockern will, der wählt zum Parka ein Blümchenkleid mit romantischen Spitzen und trägt zur Netzstrumpfhose derbe Knobelbecher.

Auch wenn die Grundausstattung gleich bleibt, die modischen Details, die dazu getragen werden, können sich sehen lassen.

Bild: © Depositphotos.com / enterlinedesign

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Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.