Katzenhaltung für Anfänger – von Katzenfutter bis Katzentasche

Wer sich eine Katze zulegen will, muss einige Dinge unbedingt beachten, da es vieles gibt, was Katzen nicht mögen. Dies fängt beim Katzenfutter an, geht über die Schlafgewohnheiten bis zur Katzentasche, die viele der Samtpfoten nicht leiden können. Katzenhaltung für Anfänger ist also kein leichter Job, denn Katzen und Menschen sprechen nicht die gleiche . Zweibeiner können eine Menge Fehler machen, selbst wenn sie davon überzeugt sind, dass ihr Stubentiger das sehr gerne mag. Katzenhaltung für Anfänger ist anstrengend, aber es lohnt sich, zu lernen.

Bitte nicht stören

Ein großer Fehler bei der Katzenhaltung für Anfänger ist, die Katze beim Schlafen zu stören. Zugegeben, Katzen schlafen sehr viel, aber das hat gute Gründe. Die wissen genau, wie viele Stunden Schlaf sie am Tag brauchen, um ihren Stoffwechsel zu kontrollieren und um mit ihrer haushalten zu können. Daher ist es ein grober Fehler, die Katze aus dem Schlaf zu reißen. Besser ist es, ihr beim Schlummern zuzusehen. Katzen empfinden es ebenfalls als störend, wenn sie nicht in Ruhe ihre Mahlzeiten genießen können. Sitzen sie vor ihrem Napf mit Katzenfutter und der Mensch stört sie, dann löst das bei den sensiblen Tieren Stress und Anspannung aus. In der freien Natur suchen sich Katzen einen ruhigen Platz, um ihre Beute zu verspeisen. Ein Grund ist, dass sie keine Konkurrenz wollen, die ihnen das Futter streitig machen.

Erziehung ist sinnlos

Bei der Katzenhaltung für Anfänger wird immer wieder der Fehler gemacht, die Katze erziehen zu wollen. Noch schlimmer ist es, bei einem fehlgeschlagenen Erziehungsversuch das Verhalten gegenüber der Katze zu ändern. Damit können die Tiere nicht umgehen. Sie sind verwirrt, was wiederum Stress auslöst, der sich durch ein verändertes Verhalten äußert. Das Gleiche gilt auch, wenn die tägliche Routine verändert wird. Springt der Stubentiger beispielsweise gerne am Morgen auf die Arbeitsplatte, um das Frühstück seines Menschen zu begutachten, dann sollten Katzenbesitzer so etwas tolerieren. Wird die Katze jedoch an einem Morgen von der Arbeitsplatte gehoben, dann stört es ihre Routine und sie reagiert gereizt. Für sie ist es eine Selbstverständlichkeit, zu einer bestimmten dort zu sitzen.

Nie zu viel streicheln

Oft ist vom Schmusekater die Rede. Deshalb kann es in der Katzenhaltung für Anfänger schnell zu Missverständnissen kommen, denn Katzen wollen nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit gestreichelt werden. Haben sie genug davon, dann kann es passieren, dass die Krallen ausgefahren werden. Katzen zeigen sehr deutlich, dass sie von Natur aus nicht sonderlich taktil sind, im Unterschied zum Menschen. Wichtig ist es, die Grenzen, die Katzen setzen, zu erkennen und vor allem zu akzeptieren. Viele Miezen beißen, wenn sie zu viel gestreichelt werden und der Mensch ihre Signale nicht richtig deutet. Eine wichtige Regel in der Katzenhaltung für Anfänger ist also, die Katze nur dann zu streicheln, wenn sie selbst den Kontakt sucht.

Welche Zeichen sollten beachtet werden?

Wollen Katzen nicht angefasst werden, dann fauchen sie auch mit ihren Ohren und geben mit der Schwanzspitze deutliche Signale. Schon ein leichtes Zucken der Ohren kann ein Zeichen dafür sein, dass Streicheleinheiten nicht mehr infrage kommen. Lässt der Mensch trotzdem nicht nach, dann beißen die Stubentiger gerne mal in die Hand. Katzen sind subtil, besonders, was ihre Alarmzeichen angeht. Liegt die Katze etwa schnurrend auf dem Schoß und genießt sichtlich ihre Streicheleinheiten, aber legt plötzlich die Ohren an und beißt leicht, dann sind es sichere Zeichen, dass sie gleich aufsteht und weggeht. Der Mensch sollte dann nicht allzu beleidigt sein, denn die Katze kommt wieder.

Das passende Katzenfutter

Katzen sind sogenannte Beutetierfresser und benötigen demzufolge viel tierisches Eiweiß und Fett als Energielieferanten. Dazu kommen Vitamine und wichtige Mineralstoffe, jedoch wenig Kohlenhydrate. Katzenhalter sollten deshalb den natürlichen Bedarf der Tiere anpassen. Das Katzenfutter sollte immer so ausgewählt werden, dass es nicht zu Mangelerscheinungen oder zur Überfütterung kommt. Bei der Katzenhaltung für Anfänger wird immer wieder der Fehler gemacht, Katzen den einen oder anderen Bissen vom Mittag- oder Abendessen zukommen zu lassen. So etwas ist generell falsch und kann der Katze gesundheitlich schaden. Selbst bei den kleinen Snacks aus dem Fachhandel ist Vorsicht geboten, sie sollten nur sparsam verfüttert werden. Maximal fünf kleine Portionen Futter über den Tag verteilt, ist optimal. Katzen sind zudem empfindlich, was ihr Futter angeht, deswegen sollte Nassfutter nicht zu lange offen stehen.

Katzen stressfrei transportieren

Wie bereits erwähnt, mögen Katzen keine Veränderungen, was auch für den Transport in der Katzentasche oder in einem Katzenkorb gilt. Viele Tiere geraten in Panik, wenn sie eine Transportbox nur sehen, und flüchten bei der nächstbesten Gelegenheit. Wer eine Katzentasche, eine Box oder einen Korb kaufen will, sollte immer darauf achten, dass sie genug Platz bietet. Die Katze muss sich darin ohne Probleme umdrehen und auch aufrichten können. Sehr praktisch sind hier , Katzentaschen und Körbe, die auch oben eine Öffnung haben. Der Tierarzt kommt so leichter an seinen Patienten und die Katze empfindet es als weniger bedrohlich, wenn sie herausgehoben wird. Weniger zu empfehlen sind ovale Weidenkörbe, die in der Regel nur vorn eine Öffnung haben.

Baden ist verboten

Dass viele Katzen wasserscheu sind, ist bekannt, Baden hingegen ist etwas, was Katzen hassen. Der größte Fehler bei der Katzenhaltung für Anfänger ist es daher, die Katze in die Badewanne zu setzen und die Brause aufzudrehen. Eine Katze zu baden, ist nicht notwendig, denn sich sauber halten, kann sie in der Regel sehr gut allein. Sollte die Katze aber völlig verdreckt von einem nächtlichen Streifzug nach Hause kommen oder sich aufgrund ihres Alters nicht mehr richtig bewegen, dann ist es sinnvoll, sie mit einem feuchten Waschlappen zu reinigen.

Fazit

Katzenhaltung für Anfänger kann sehr mühsam sein, dementsprechend dauert es seine Zeit, bis sich Mensch und Tier annähern. Katzen mögen keine geschlossenen Türen und auch ihre Toilette sollte immer sauber sein. Langeweile hassen sie genauso und brauchen darum eine Auswahl an Spielzeug. Zudem wollen sie vom Menschen unterhalten werden, falls ihnen danach ist. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn Katzen spielen nur die Spiele, bei denen sie auch gewinnen können. Obwohl es vielleicht komisch klingt, aber Stubentiger können es auch nicht leiden, wenn Menschen sie anstarren. Das, was der Mensch für freundlich hält, sieht für die Katze wie eine ernste Bedrohung aus, kurz anschauen reicht also völlig aus.

Bild: @ depositphotos.com / belchonock

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Ulrike Dietz
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