Haus kaufen – warum nicht nur Kosten und Grundstück eine Rolle spielen

Wohnen ist in sehr teuer geworden. Dies ist ein Grund, warum sich immer mehr Familien ein Haus kaufen, anstatt weiter zum Teil horrende Mieten und Kosten für die Energie zu zahlen. Insbesondere in den großen Städten wie München, , Stuttgart oder Köln, ist Wohnen zum geworden. Ein Haus kaufen ist eine Alternative, denn statt monatlich eine hohe Miete zu zahlen, kann für die gleiche Summe auch das eigene Heim abgezahlt werden. Aber was muss bei einem geplanten Hauskauf beachtet werden?

Wertvolle Tipps

Alle, die ein Haus kaufen wollen, sollten mit einer Checkliste beginnen. Auf dieser Liste stehen alle Wünsche und Kriterien, die bei der Suche nach dem richtigen Haus hilfreich sein können. Wer schon Termine für Hausbesichtigungen hat, ist gut beraten, etwas zum Schreiben mitzunehmen, um sich eventuelle Mängel oder Auffälligkeiten zu notieren. Ganz wichtig ist es aber, vor der Besichtigung sowohl einen Grundriss als auch ein Exposé anzufordern. Bereits im Vorfeld sollten die grundsätzlichen Fragen geklärt werden.

Dazu gehören unter anderem:

  • Das Baujahr des Hauses
  • Der energetische Zustand des Hauses.
  • Die Bausubstanz
  • Die Gründe für den Verkauf

Grundsätzlich sollte eine Besichtigung an einem Werktag und immer bei Tageslicht stattfinden, denn so können Interessenten die Lichtverhältnisse im Haus besser abschätzen und zudem die Geräuschkulisse in der Umgebung prüfen. Unter Zeitdruck ein Haus kaufen, kann schnell zu einer bitteren Enttäuschung führen. Außerdem ist es immer besser, einen zweiten Termin zu vereinbaren, als ständig auf die Uhr schauen zu müssen.

Wichtige Fragen

Wie sieht das Grundstück aus? Wie groß ist es? Ist es gepflegt und wachsen dort vielleicht Obstbäume? Wer ein Haus kaufen möchte, sollte auch auf diese Dinge achten. Ebenso wichtig ist es, sich die einzelnen Räume genau anzusehen. Wie groß sind sie und wie hell? Wie sind sie geschnitten und wie könnten sie genutzt werden? Selbst wenn es vielleicht komisch klingt, lohnt es sich, in jedem Zimmer nach der Anzahl der Steckdosen und Lichtschalter zu schauen. Ist deren Anzahl nur gering und sind die Bodenbeläge abgenutzt, dann sind damit spätere Kosten vorprogrammiert. Müssen eventuell noch aufwendige Sanierungsarbeiten durchgeführt werden? Wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte sich diesbezüglich von einem Sachverständigen oder einem Fachmann beraten lassen. Auch das örtliche Bauamt kann hier weiterhelfen. Wenn das Haus gefällt, stellt sich noch die Frage, wer in der Nachbarschaft lebt und wie es mit der in der Umgebung aussieht.

Aspekte, die von Bedeutung sind

Immobilien werden nicht umsonst als „Betongold“ bezeichnet, da sie als eine äußerst wertbeständige Geldanlage angesehen werden. Dementsprechend stellt ein Haus mit Grundstück sogar eine optimale Form der Vorsorge für das Alter dar. Bevor man ein Haus kaufen möchte, müssen einige wichtige Details beachtet und auch bewertet werden. Die Bauqualität gehört dazu, ebenso wie der energetische Zustand der Immobilie. Die Kosten für den Hauskauf sind das Eine, das Andere sind die Nebenkosten, wie beispielsweise die Gebühren für den Makler, den Notar und die sogenannte Grunderwerbsteuer. Gut 15 Prozent des Kaufpreises setzen sich nur aus Nebenkosten zusammen, selbst der Eintrag in das Grundbuch kostet Geld. Hier sollte man sich einen Überblick verschaffen, um realistisch kalkulieren zu können.

Worauf sollte bei der Besichtigung geachtet werden?

Alle, die ein Haus kaufen wollen, sollten darauf achten, in welchem Zustand die einzelnen Gewerke sind. Der Makler wird nur auf die Vorzüge des Hauses hinweisen, der künftige Eigentümer sollte jedoch auf ganz andere Dinge achten. Wie ist der Zustand der Fenster, der Rollläden und wie sieht die Heizungsanlage aus? Gibt es vielleicht eine sogenannte Nachrüstpflicht entsprechend der „EnEV“ der Energiesparverordnung? Interessenten sollten sich unbedingt den Energieausweis zeigen lassen, damit es später keine bösen Überraschungen gibt. Wichtig ist zudem eine Bestandsaufnahme von Keller und Dachboden. Gibt es vielleicht Verfärbungen oder Risse in den Wänden? So etwas kann auf bauliche Mängel hindeuten, die später hohe Kosten verursachen. Ist das Grundstück verwildert, dann wird das nicht nur viel Zeit in Anspruch nehmen, sondern auch viel Geld kosten, um es aufzuarbeiten.

Die richtige Finanzierung

Ein Haus kaufen braucht selbstverständlich auch die richtige Finanzierung, was zugleich heißt, Eigenkapital aufbringen. Das Eigenkapital hat einen großen Einfluss auf die Höhe des Immobilienkredits und den Zinssatz. 20 bis 30 Prozent eigenes Kapital sollten schon vorhanden sein, nicht so empfehlenswert ist es, einen Hauskauf komplett über die Bank zu finanzieren. Wer Geld sparen möchte, muss ebenfalls bereit sein, Eigenleistungen einzubringen. Malerarbeiten, Teppichböden legen, Tapezieren und Arbeiten auf dem Grundstück selbst in die Hand zu nehmen, spart viel Geld. Wichtig ist es, die finanzielle Lage genau unter die Lupe zu nehmen. Wie viel Geld steht im Monat noch für die Lebenshaltung zur Verfügung, wenn die Kreditrate dazu kommt? Es sollte immer etwas „Luft nach oben“ geben, falls es zu unerwarteten Ausgaben kommt.

Das Haus kaufen – wie geht das vor sich?

Wer sein Traumhaus gefunden hat, sollte mit dem Verkäufer über den Preis verhandeln, da es immer einen gewissen Verhandlungsspielraum gibt. Wie hoch der Preisnachlass letztendlich ist, hängt vom Alter, von der Lage, aber vor allem vom Wert der Immobilie ab. Gibt es ein großes Kaufinteresse? Dann wird der Spielraum für die Verhandlung schwerer. Haben sich Käufer und Verkäufer jedoch geeinigt, dann setzt ein Notar den Kaufvertrag auf. Im Vertrag stehen die Namen und Vornamen von Käufer und Verkäufer sowie der Kaufpreis und die individuell getroffenen Vertragsvereinbarungen. Käufer, die auf der sicheren Seite stehen wollen, können den Vertrag von einem Fachanwalt prüfen lassen. Anschließend folgt die Umschreibung des Hauses beim Grundbuchamt und mit diesem Eintrag hat das Haus dann endgültig einen neuen Besitzer.

Fazit

Ein Hauskauf ist eine Lebensentscheidung, da die Mehrzahl der Menschen sich so einen Kauf nur einmal leisten können. Es sind viele einzelne Dinge, die beachtet werden müssen, mit dem Kauf allein ist es leider nicht getan. Wer günstig ein schönes Haus kauft, was aber weit entfernt vom nächsten Ort steht, muss überlegen, ob sich dieser Kauf lohnt. Wie weit sind das nächste Geschäft, die Schule oder die Kita entfernt? Wie lange dauert der Weg zur Arbeit und wie sieht es mit der Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr aus? Das schönste Haus in einer landschaftlich reizvollen Gegend macht wenig , wenn die Infrastruktur nicht vorhanden ist. Alle diese Fakten sollten vor einem geplanten Hauskauf ausführlich besprochen und geklärt werden.

Bild: @ depositphotos.com / Tiko0305

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Ulrike Dietz
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