Gin ist wieder im Trend

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Gin ist wieder im Trend

Ulrike Dietz
3 min

Ob mit Zitrone oder mit Gurke – Gin ist das DAS Modegetränk für den kommenden Sommer. Die Welt trinkt wieder Gin, ein Getränk, das lange Zeit in Vergessenheit geraten war und das jetzt den Wodka vom ersten Platz auf der Hitliste der Spirituosen verdrängt hat. Warum ist das Lieblingsgetränk der seligen Queen Mom wieder so beliebt und was hat der Wacholderschnaps, was andere Getränke nicht haben?

Ein etwas angestaubtes Image

Seit 2007 steigt der Konsum an Gin immer weiter an und selbst diejenigen, die früher nie einen Gin Tonic angerührt haben, schwören heute darauf. Seit den 1970er Jahren hatte sich der Wodka als Modedrink fest etabliert, denn er hat zwei Vorteile gegenüber dem Gin: Wodka lässt sich leicht kombinieren und er kann als sogenannter Shot, wie ein normaler Schnaps gekippt werden. Das funktioniert mit Gin nicht und ist auch gar nicht gewollt. Gin-Trinker zelebrieren ihren Drink und schlürfen ihn sehr genüsslich. Zudem hat Gin ein angestaubtes Image und viele erinnert der eigenwillige Geschmack des Gins an die Oma, wenn sie ihn denn gerne getrunken hat. Aber es ist genau das, was den Gin heute bei der Jugend zum Kultgetränk macht, denn Gin ist cool und herrlich Retro.

Ein Getränk mit Geschichte

Auch Hipster schwören neuerdings auf Gin, vielleicht auch, weil sie mit ihrem Wissen um die Geschichte des Getränks angeben können. Über Wodka lässt sich leider nicht allzu viel Spektakuläres berichten, über Gin schon. Erfunden wurde der Schnaps aus Wacholder von den Holländern und sie brachten ihn während des Achtzigjährigen Krieges zwischen 1568 und 1648 zu den Engländern, die dem Schnaps augenblicklich verfielen. Die geniale Mischung aus Gin und Tonic hingegen ist eine Erfindung der Schotten, oder genauer gesagt eines schottischen Arztes, der im 18. Jahrhundert den Soldaten eine Mischung aus Gin und Tonic Water zu trinken gab, um sie vor der Tropenkrankheit Malaria zu schützen. Durch diese Mischung konnten die Bitterstoffe des Chinins neutralisiert werden, denn Chinin war damals das einzige wirksame Mittel gegen die Malaria.

Hemingway und Churchill liebten den Geschmack des Gins, die Jugend von heute liebt weniger den leicht bitteren Geschmack, sie schätzen das Trendgetränk, weil es einfach nur hip ist, den Gin durch den Strohhalm zu schlürfen.

Bild: © Depositphotos.com / bhofack2


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Ulrike Dietz
Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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