Datenmanagement im Sport mit RFID

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Datenmanagement im Sport mit RFID

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Die RFID-Technik ist schon seit einigen Jahren fester Bestandteil bei vielen sportlichen Veranstaltungen. So spielt die Technik bei der Zeitmessung eine wichtige Rolle, neu ist jetzt eine besondere App, die die Daten eines Triathleten erfasst und sie mittels RFID weitergibt. Diese neue Möglichkeit des Datenmanagements beeindruckt vor allem durch ihre große Flexibilität und macht es leichter, individuelle Trainingsprogramme für Ausdauersportler zu erstellen.

Ein langer Prozess

An einem System, das die Daten von Sportlern schon während des Rennens erfasst, arbeiten Unternehmen weltweit schon seit einigen Jahren. Es ging dabei vor allem um Lösungen, die eine längere Reichweite haben, aber hier scheiterten die Versuche immer wieder. Das lag unter anderem auch an den Besonderheiten des menschlichen Körpers, wie dem hohen Wassergehalt. Diese Tatsache sorgte für ungenaue Messergebnisse. Jetzt gibt es eine Software und ein Lesegerät sowie die passenden Antennen und Tags, die in Testläufen überzeugen konnten. Zwischenzeitlich trat ein Problem mit der Hardware auf, die die Daten erfassen und interpretieren sollte. Aber auch diese Schwierigkeiten bekam der britische Anbieter in den Griff.

Die Ausstattung für die Sportler

Um die Daten eines Läufers oder Radfahrers während eines Rennens erfassen zu können, müssen die Sportler mit den entsprechenden Hilfsmitteln ausgestattet sein. Die entsprechende Software können die Läufer und Radler bequem am Handgelenk tragen. Die Software enthält alle relevanten persönlichen Daten, wie das Alter, die Größe und das Gewicht des jeweiligen Sportlers. Die RFID-Etiketten, die die Software tragen, sind mit Schaumstoff abgedichtet, damit ihnen der Schweiß des Sportlers nichts anhaben kann. Kämen die Etiketten mit dem Schweiß in Berührung, wäre die Übertragung beeinträchtigt.

Entlang der Rennstrecke

Vor dem Rennen bekommen die Teilnehmer eine ID-Nummer, die auf den Tag genau codiert und auf der Software gespeichert wird. Entlang der Rennstrecke stehen bis zu fünf Lesegeräte vom Start bis zur Ziellinie, die die Daten der einzelnen Radfahrer oder Läufer erfassen. Die Lesegeräte sind dabei so aufgestellt, dass die Daten auch aus verschiedenen Winkeln empfangen und aufgezeichnet werden. Passiert ein Sportler eines der mobilen Lesegeräte, erfasst das Gerät seine ID-Nummer und der Trainer kann die Informationen auswerten. Um diese Informationen auszuwerten, benötigt der Trainer nur ein Smartphone und die entsprechende App.

Welche Informationen liefert die App?

Interessant ist die App, die mit RFID-Technik arbeitet, vor allem für Ausdauersportler wie Triathleten oder Marathonläufer. Wie schnell war der Läufer auf den ersten zehn Kilometern der Strecke? Reichen seine Kraftreserven noch für die restlichen Kilometer? Diese und andere wichtige Informationen bekommt der Trainer über die App. Später kann er diese gesammelten Daten in aller Ruhe auswerten und sich eine neue Taktik für das nächste Rennen überlegen.

RFID-Technik im Sport ist nicht so neu, aber dank der neuen App wird es jetzt noch leichter, einen Sportler individuell zu trainieren. Was die App so interessant macht, ist, dass der Trainer alle wichtigen Daten nicht im Training, sondern während eines Rennens bekommt. Das zeigt ein genaueres Bild, wenn es um die Leistung geht. Anhand der Daten weiß der Sportler wo seine Schwachstellen sind und was er ändern muss, um im nächsten Rennen als Sieger über die Ziellinie zu gehen.

Bild: @ depositphotos.com / andreynikolajew
Text zur Verfügung gestellt von RFID Blocker

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.