Lasst uns noch ein bisschen schlafen

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Lasst uns noch ein bisschen schlafen

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Hamburg (ots) – Draußen herrscht Frühlingswetter “light”: Lila-weiße Krokusteppiche in Parks und auf Wiesen verzaubern das Auge, in den Gartencentern warten duftende Narzissen darauf in die Erde gesetzt zu werden. Klasse: Die Wetterexperten sagen uns für den Rest der Woche zweistellige Temperaturen voraus. Das Wochenende wird ein Traum. Regentropfen? Werden weggesteckt. Allerdings: Während wir Menschen den Vorfrühling genießen und die Natur “stürmen”, liegen Igel, Siebenschläfer, Erdkröte und Wildbiene noch im Winterschlaf. Gerade Hobbygärtner juckt es bei diesem Wetter in den Fingern: Schaufel, Harke, Spaten und Blumenschere werden hervorgeholt und flott gemacht. Garten, Terrasse und Balkon erhalten die erste Schönheitskur des Jahres. Da wird gewirbelt – nur: für die Wildtiere, die noch schlummern oder sich in der Aufwachphase befinden, ist Stress jetzt völlig fehl am Platz!

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“Winterschlaf bei Wildtieren wird nicht nur von der Außentemperatur gesteuert, sondern ist auch von der Länge des Tageslichts abhängig. Die Tiere wissen also meist, dass es trotz warmer Temperaturen noch zu früh ist, um den Winterschlaf zu beenden”, erklärt Moritz Franz-Gerstein von der Deutschen Wildtier Stiftung. Je länger die Tage nun hell bleiben, desto mehr Wachhormone bilden sich im Wildtierkörper. “Aber diese Prozedur geschieht nie abrupt, sondern immer schrittweise. Wildtiere benötigen eine Aufwachphase, in der langsam alle Körper- und Organfunktionen hochgefahren werden. Das kostet sie Kraft und Energie.” Die Winterschlaf-Tiere, die jetzt über die Wintermonate nicht gefressen haben, sind zudem nach dem Aufwachen ausgehungert. Ihr Energiespeicher ist leer und sie brauchen nur eins: Futter!

Hobbygärtner sollten darum bei ihren ersten Aufräumarbeiten im Garten oder auf dem Balkon Rücksicht auf Wildtiere nehmen. Bevor Sie mit der Harke Laub und Reisig zusammenkehren und in die Tonne kippen, schauen Sie doch besser nach, ob ein Igel unter dem Haufen eingerollt liegt. Wenn Sie Gartenerde mit der Hacke auflockern oder die Fugenritzen säubern, denken Sie daran, dass Sandbienen hier im Boden ihr Nest haben könnten. Andere Wildbienen nutzen markhaltige Pflanzenstängel zum Überwintern – jetzt bloß nicht häckseln! Auch wechselwarme Erdkröten oder Frösche haben noch steife Glieder und möchten vom Sauberbesen verschont bleiben. Auf dem Balkon, in Mauerritzen oder in Schuppenecken verharren Marienkäfer und Tagfalter-Arten, bis die Sonne sie ausreichend wärmt. Und Singvögel bauen jetzt zur beginnenden Balzzeit in Hecken und Sträuchern ihre Nester – beim Stutzen der Äste und Zweige mit der Heckenschere also besonders vorsichtig sein.

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Quellenangaben

Textquelle:Deutsche Wildtier Stiftung, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/37587/4198231
Newsroom:Deutsche Wildtier Stiftung
Pressekontakt:Jenifer Calvi
Pressereferentin

Deutsche Wildtier Stiftung
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20251 Hamburg
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