Wer hat Angst vorm bösen Wolf? – Reine Panikmache oder berechtigter …

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Wer hat Angst vorm bösen Wolf? – Reine Panikmache oder berechtigter …

4 min

Berlin (ots) –

Anmoderationsvorschlag: Vor rund 150 Jahren galt er in Deutschland als ausgerottet, seit ein paar Jahren ist er wieder da: Der Wolf. Vor 19 Jahren wurde das erste Paar in deutschen Wäldern gesichtet, was Natur- und Artenschützer freut, gleichzeitig aber immer mehr zum Problem wird. Denn die Wölfe haben sich rasant vermehrt. Und damit wächst auch die Angst bei den Menschen. Immerhin haben die Wölfe in den letzten Jahren hunderte Schafe, Ziegen, Rinder und auch Pferde gerissen. Deshalb ist / war der Wolf jetzt (8. bis 10. Mai) auch ein zentrales Thema auf der Umweltministerkonferenz in Hamburg. Dem Deutschen Jagdverband geht die Diskussion über den Umgang mit dem Wolf zu sehr an der Realität vorbei. Helke Michael berichtet.

Sprecherin: Etwa 1300 Wölfe leben mittlerweile in Deutschland. Für den Menschen sind sie keine Gefahr – für Schafe, Ziegen, Pferde und Rinder dagegen schon.

O-Ton 1 (Torsten Reinwald, 11 Sek.): “Das heißt, das Konfliktpotenzial ist schon sehr hoch – und da müssen wir konkrete Vorschläge machen, wie Wolf und Mensch möglichst konfliktfrei zusammenleben können.”

Sprecherin: Sagt Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband und erklärt, wie das gelingen könnte.

O-Ton 2 (Torsten Reinwald, 33 Sek.): “Wir haben zusammen mit dem ‘Aktionsbündnis Forum Natur’ einen Wolfsmanagementplan vorgestellt. Da gibt es drei Kategorien, in die man Deutschland mehr oder weniger einteilen kann. Das eine sind Wolfsschutzgebiete, da soll sich der Wolf ungestört ausbreiten können. Dann soll es aber auch Wolfsausschlussareale geben. Das wären beispielsweise Deiche, alpine Regionen, das wären urbane Gebiete, also Siedlungen. Der Rest der Fläche, das wäre dann ein Wolfsmanagementgebiet – da muss jedes Bundesland eben für sich festlegen, wie viel Wölfe sollen da leben.”

Sprecherin: Die Politik ist also jetzt gefordert, die entsprechenden Weichen zu stellen:

O-Ton 3 (Torsten Reinwald, 22 Sek.): “Fest steht, dass wir verpflichtet sind, unseren Beitrag zu leisten für den Erhalt des Wolfes. Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen haben bereits einen Antrag eingebracht für ein aktives Wolfsmanagement. Und ich denke, wenn sich der Wolf weiter ausbreitet, werden weitere Länder folgen – und irgendwann werden wir dann auch eine Entscheidung haben auf der politischen Ebene.”

Sprecherin: Ja, und wenn Ihnen bis dahin wider Erwarten doch mal ein Wolf über den Weg laufen sollte, dann bitte…

O-Ton 4 (Torsten Reinwald, 30 Sek.): “Nicht wegrennen! Damit wecken Sie im Zweifelsfall den Beuteinstinkt vom Wolf und er verfolgt Sie. Am besten normal weitergehen, und wenn der Wolf Ihnen folgt, dann würde ich mich wirklich groß machen, sehr laut werden und ihn vertreiben. Auf jeden Fall in einem Wolfsgebiet Hunde an die Leine nehmen, vor allen Dingen während der Paarungszeit, die im Frühjahr ist, weil Wölfe Haushunde dann tatsächlich als Konkurrenten wahrnehmen können und auch gegebenenfalls attackieren.”

Abmoderationsvorschlag: Das Problem Wolf ist also längst nicht so groß, wie es viele behaupten. “Nichts zu tun” ist allerdings genauso wenig eine Lösung, wie sie zu “Freiwild” zu erklären. Eine mögliche Alternative dazu ist ein Wolfsmanagementplan, den der Deutsche Jagdverband mit dem Aktionsbündnis Forum Natur ausgearbeitet hat. Mehr dazu und auch zum Wolf allgemein finden Sie noch mal im Netz unter Jagdverband.de.

Quellenangaben

Textquelle:Deutscher Jagdverband e.V. (DJV), übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/54673/4267409
Newsroom:Deutscher Jagdverband e.V. (DJV)
Pressekontakt:Torsten Reinwald
Tel.:030/2091394-23
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