Wenn Kinder mit moderner Technik spielen

Zur Vollansicht bitte auf das Bild klicken!

Wenn Kinder mit moderner Technik spielen

4 min

Moderne, digitale Technik in Kinderhänden – das passt nur bedingt zusammen. Wenn ein Kind von drei Jahren mit dem iPad des Vaters spielt, kann das in einem Desaster enden. Dieses Erlebnis machte auch ein Vater aus den USA, der seinen dreijährigen Sohn mit dem Tablet aus dem Hause Apple spielen ließ. Der Junge kannte natürlich das Passwort nicht und das sorgte für eine Art Kettenreaktion.

Technik in Kinderhänden

Evan Osnos aus den USA dachte sich nichts dabei, als er seinen kleinen Sohn mit dem iPad der Familie sah. Der Junior tippte auf dem Tablet und als der Vater es wieder in die Hand nahm, erlitt er einen Schock: Auf dem Display stand zu lesen: „Versuchen Sie es erneut in 25.536.442 Minuten“. Der Sohn hatte, ohne es zu wissen, das iPad für die Dauer von 48 Jahren gesperrt. Im Falle einer Entsperrung ist der Sohn ein erwachsener Mann von 51 Jahren, der Vater hingegen ein Greis im stolzen Alter von 90 Jahren. Da der Journalist des Magazins „The New Yorker“ sein Tablet schon etwas früher wieder nutzen möchte, war guter Rat teuer. Der verzweifelte Vater wandte sich an die zahlreichen User des sozialen Netzwerks Twitter und bat um Hilfe.

Eine Funktion für die Sicherheit

Wie kann ein Kind im Alter von drei Jahren ein Gerät wie das iPad, so nachhaltig außer Funktion setzen? Die Firma Apple erklärt das mit den hohen Standards bei der Sicherheit der Geräte. Die Sperre, die jedes iPad hat, ist eine Funktion, die der Sicherheit des Tablets dient, falls es in die falschen Hände kommt. Dieser Fall tritt bei der wiederholten Eingabe eines falschen Passworts ein, wie das bei dem kleinen Jungen aus New York der Fall war. Je öfter ein User das falsche Passwort eingibt, umso länger wird die Sperrzeit. Der Kleine war demzufolge in hohem Maße geduldig, als er auf dem iPad des Vaters herumtippte. Der Vater bekam auf Twitter jedoch sofort zahlreiche Hilfsangebote der Mitglieder. Hunderte von Menschen boten ihm Hilfe an und tatsächlich waren einige gute Vorschläge dabei.

Hilfreich und heiter

Ein vielversprechender Vorschlag kam aus den USA. Ein Mann riet dem verzweifelten Journalisten und Vater, das iPad mit dem Computer zu verbinden, auf dem es einmal synchronisiert wurde. Sollte es sich dort erneut synchronisieren, kann es wieder funktionsfähig sein. Weniger ernst gemeint waren die Vorschläge, das Tablet in eine Tüte Reis zu legen oder den Sohn neu zu starten. Auch mit dem Tipp, einfach die 48 Jahre abzuwarten, konnte Evan Osnos nicht so viel anfangen. Er wandte sich schließlich an die Firma Apple.

Wenn Kinder mit moderner Technik hantieren, können Missgeschicke passieren. Deshalb sollten Eltern stets ihren Nachwuchs im Auge behalten, um Schlimmeres zu verhindern. Apple riet dem Journalisten im besagten Fall zu einer Wiederherstellung des Betriebssystems. Der Haken dabei ist jedoch, dass alle Daten, die auf dem Tablet sind, in diesem Fall unwiderruflich verloren gehen. So einfach, wie Apple sich das vorstellte, war es jedoch nicht, denn es gelang zunächst nicht, das iPad zu entsperren. Anscheinend war auf dem Gerät eine alte Version des Betriebssystems iOS installiert, das keinen Neustart erlaubt. Trotzdem gelang es, das Tablet in einen Modus zu bringen, der eine Wiederherstellung möglich macht.

Bild: © Depositphotos.com / CroMary

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.
Ulrike Dietz
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, durchschnittlich: 5,00 von 5)