Interview mit Ulrich M. Schmitz: Herzklopfen gehört dazu

München (ots) –

Diplom-Psychologe Ulrich M. Schmitz (64) betreibt in Köln eine Psychologische Praxis und berät seit über 20 Jahren TV-Produktionen. Aktuell betreut er die neue Datingshow “Let’s Love – Eine Hütte voller Liebe” (jeden Montag bis Freitag, 17.05 Uhr, bei RTLZWEI) bei der Kandidatenauswahl. Ein Blick hinter die Kulissen.

Was macht es eigentlich mit einem Single auf Partnersuche, wenn durch Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen einer Pandemie die üblichen Orte und Gelegenheiten zum Kennenlernen wegfallen?

Der Single, der offen ist, einen Partner kennenzulernen, hält Ausschau nach Alternativen. Und eine wunderbare Alternative ist “Let’s Love”, wo man einander in einer geschützten, doppelt und dreifach getesteten, maskenfreien Umgebung kennenlernt. Das ist ein einmaliges Erlebnis, von dem man später seinen Freunden erzählen kann. Natürlich braucht man auch Mut zum Risiko. Das ist ein Abenteuer, denn es kann ja sein, dass ich einen Korb kriege. Und ich muss eventuell auch den Mut haben, dem Anderen zu sagen: Du bist zwar sehr nett, aber für eine Partnerschaft reicht es nicht.

Was ist für Sie das Besondere an dieser Art von Dating?

Bei Let’s Love besteht die besondere Herausforderung darin, dass ich mich als Kandidat vor der Kamera zeige, wie ich versuche einen anderen Menschen kennenzulernen. Ich ergründe unter Beobachtung, ob bei mir Gefühle für den Anderen entstehen können.

Wie sieht Ihre als Psychologe bei einem Dating-Format wie “Let’s Love” aus?

Der Hauptarbeit besteht darin, mit der Redaktion gemeinsam die Kandidaten kennenzulernen. Um zu klären, ob sie durch das Offenbaren vor der Kamera Schaden nehmen könnten. Man muss sehen, ob man ihnen eine Datingsituation zumuten kann. Man schaut, was das für ein Charaktertyp ist und welcher Gegenpart gut dazu passen könnte.

Welche Kandidaten sind aus Ihrer Psychologen-Sicht ideal für so ein Format?

Wer sich auf das Glatteis der Partnersuche begibt, der muss bereit sein, auch auszurutschen, ins Schlingern zu geraten. Der muss Lust darauf haben, auch mal eine Pirouette zu drehen. Der muss Bock haben, zu spielen. Und sollte keine Scheu haben, sich zu zeigen. Der Kandidat muss betreiben können, um anschließend zu einer ehrlichen Entscheidung zu kommen.

Welche Qualitäten sind gefordert?

Es müssen Menschen sein, die offen dafür sind, etwas Neues zuzulassen und mit dem Neuen umzugehen. Das Besondere an “Let’s Love” ist, dass es sich nicht um ein ganz kurzes Dating handelt, wo man nach dem ersten Kaffee sagt: ‘Nö, das ist es nicht, ich gehe wieder.’ Man lässt sich auf mehr ein. Selbst wenn man relativ früh meint zu wissen, diese Person kommt als Partner nicht in Frage, kann es doch von Interesse sein, den Anderen kennenzulernen, von ihm etwas zu lernen. Und auch mich selber zu erfahren. Wie ist es, mit diesem Menschen eine Zeit zu verbringen als wäre man zufällig auf einer Hütte eingeschneit.

Wir sahen ja auch schon Kandidaten wie Evelyn, die beim normalen Blind Date mit Gerard nach dem Kaffee aufgestanden und gegangen wäre, sich aber bei “Let’s Love” länger mit ihm beschäftigte. Und sogar mehrmals in die Verlängerung ging. Ist das eine Stärke des Formats?

Evelyn und Gerard sind da toll zusammengekommen. Da ist auch immer eine Portion Stolz dabei, es geht ja auch um mich selber. Ich will mir ja auch beweisen, dass ich in diesem Format durchhalte, eben nicht peinlich werde. Da kann dann auch etwas wachsen. An dieser Stelle ist das Format anachronistisch. Die heutige Zeit ist schnell-schnell-schnell. Beziehungen wachsen zu lassen, sich kennenzulernen, sich einzulassen – das ist heute sicher ein bisschen schwieriger als es früher der Fall war.

Nach welchen Prinzipien stellen Sie Kandidatenpaare zusammen? Suchen Sie eher Gegensätze oder Gemeinsamkeiten?

Man sucht Paare nach gegensätzlichen Gemeinsamkeiten oder gemeinsamen Gegensätzlichkeiten aus. Es ist viel Berufserfahrung und natürlich auch Lebenserfahrung. Das hat viel mit meiner Einfühlung für die Lebensausrichtung der Kandidaten zu tun.

Sie haben über 20 Jahre Erfahrungen mit Real-Life-Formaten. Wie schnell vergessen nach Ihrer Erfahrung Kandidaten, die sich aufeinander konzentrieren, die Kameras?

Die Kameras verschwinden ganz schnell aus ihrer vordergründigen Wahrnehmung. Beim Umkleiden und Duschen ist die Kamera dann noch mal sehr präsent. Aber im Zusammenleben, bei den Gesprächen, sind die Kameras schnell weg. Es gibt allerdings so etwas wie eine untergründige erhöhte Aufmerksamkeit der Personen für sich selbst. Die sorgt dafür, dass sie sich vor der Kamera nicht allzu tief in der Nase bohren und auch nicht so oft am Hintern kratzen.

Sind Sie eigentlich nervös, ob Kandidatenpaare, die Sie der Reaktion vorgeschlagen haben, funktionieren?

Es gibt ein gewisses Spannungsgefühl bei allen Formaten, bei denen ich bei der Kandidatenauswahl beteiligt war. Sonst würde ich das nicht mehr machen können. Diese Spannung und Neugier, die macht den ganzen Reiz aus. Da gehört im Idealfall auch ein Herzklopfen dazu, eine Aufregung. Das ist eine Herausforderung. Ob die Beiden zusammenkommen oder nicht – wichtig ist, man erlebt eine Entwicklung und hat das Gefühl, da könnte etwas geschehen. In welche Richtung sich das entwickelt, kann man ganz schlecht voraussagen.

Wenn sich ein Mensch wie Sie bewerben würde, hätte der eine Chance?

Ich würde natürlich denken, ich bin ein cooler Typ. Und das wäre doch gelacht, wenn ich da nicht auf eine Dame treffen würde, die für mich Interesse entwickelt. Genau mit diesen Selbstbewusstsein treten alle Kandidaten in dieses Format. Das braucht es auch. Man darf aber auch nicht allzu verschreckt sein, wenn es nicht passt. Wenn die Dame in meinem Fall meinen Humor nicht verstehen würde. Wenn sie mit meiner Art nicht klarkäme und ich feststellen müsste, dass nun also doch nicht alle auf mich stehen.

Nicht jeder kann als Kandidat dabei sein. Was bringt “Let’s Love” den Zuschauern?

Der sieht die unzähligen Variationsmöglichkeiten, mit denen Menschen miteinander umgehen und einander kennenlernen. Die Methoden, mit denen sie checken, ob der Andere für sie als Liebespartner in Frage kommt. An dieser Stelle kann ich als Zuschauer lernen, wie man es machen kann. Und wie man es nicht machen sollte. Ich kann meine eigenen Methoden reflektieren, ich komme auf neue Ideen und kann mich inspirieren lassen.

Der Link zur Online-Bewerbung für “Let’s Love – Eine Hütte voller Liebe”:

https://bildergarten.tv/castings/singles-gesucht/

RTLZWEI zeigt “Let’s Love – Eine Hütte voller Liebe”, montags bis freitags um 17:05 Uhr. Die Dating-Show wird von Bildergarten Entertainment produziert.

Über “Let´s Love – Eine Hütte voller Liebe”

RTLZWEI spielt Amor und bringt ganz normale Singles für ein einzigartiges Date zusammen. Beim ersten Kennenlernen gleich zusammenziehen? Auf dieses romantische Abenteuer lassen sich die Liebesuchenden in der neuen Dating-Show “Let’s Love” ein! Wer findet in der “Hütte voller Liebe” seinen Partner fürs Leben und welche Paare verlängern das 24-Stunden-Date um einen weiteren Tag? Wie verläuft das Zusammenleben in idyllischer Atmosphäre zwischen Flirten und dem gemeinsamen Alltag? Moderatorin Jana Ina Zarrella führt durch die Dating-Show, bei der immer drei Dates parallel erzählt werden. Die Sendung wird von Bildergarten Entertainment Germany produziert.

Quellenangaben

Bildquelle: Ulrich M. Schmitz / mit Ulrich M. Schmitz: Herzklopfen gehört dazu / Die Datingshow “Let’s Love” sorgt mit psychologischer Beratung für die beste Kandidaten-Kombination bei den Blind Dates mit Übernachtung / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/6605 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.
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