Frankreich zuerst – die Zukunftsvisionen der Marine Le Pen

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Frankreich zuerst – die Zukunftsvisionen der Marine Le Pen

Ulrike Dietz
2 min

Frankreich als einer der wichtigsten Staaten der EU? Wenn es nach Marine Le Pen geht, dann ist damit bald Schluss, denn für die Chefin des Front National gilt das Trump-Motto: Frankreich zuerst. Danach kommt lange gar nichts, denn Madame Le Pen will Frankreich abschotten und sie will vor allem raus aus der EU. Wenn Marine Le Pen in Frankreich die Wahl gewinnen sollte, dann könnte das heißen, dass die EU der Vergangenheit angehört.

Frankreich wieder in Ordnung bringen

144 Punkte hat das Wahlprogramm des Front National und mit diesem Programm will die Partei Frankreich wieder in Ordnung bringen. Die Chancen für dieses Ziel stehen nicht schlecht, denn Marine Le Pen liegt in den Umfragen stets bei Spitzenwerten um die 25 %. Nach dem Brexit und der Wahl von Donald Trump erscheint alles ein wenig radikal, aber ganz so schlimm ist das Wahlprogramm des Front National nicht, es gibt jedoch einige Punkte, die Europa erzittern lassen. Schluss mit dem Euro, raus aus der EU und weniger Engagement in der NATO. Das sind nur drei Punkte, mit den Marine Le Pen punkten will.

Weniger Zuwanderung

Ein zentrales Thema des Front National ist die Zuwanderung. Wenn es nach Marine Le Pen geht, dann sollen alle Ausländer, die kein Aufenthaltsrecht haben, zügig abgeschoben werden. Alle, die einen französischen Pass beantragen wollen, müssten zudem größere Hürden als bisher nehmen. Frankreich wird zu einem Sicherheitsstaat ausgebaut und der Front National will eine „Null-Toleranz“ Grenze. 15.000 zusätzliche Polizisten soll es geben und 40.000 neue Plätze in den Gefängnissen. Wenn auch nur sehr indirekt, aber der Front National spricht sich durch die Blume auch für die Wiedereinführung der Todesstrafe aus.

Marine Le Pen will als Präsidentin das Volk mehr in wichtige Entscheidungen einbinden. So sollen nach ihrem Wahlsieg die Franzosen darüber abstimmen, ob sie Mitglied der Europäischen Union bleiben wollen oder nicht. Auch die Frage der Todesstrafe will der Front National per Volksentscheid in die Hände der Bürger legen.

Bild: © Depositphotos.com / oxygen64

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Ulrike Dietz
Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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