Welche Dosis Vitamin C kann für den Körper schädlich sein?

Besonders im Winter sind sie sehr beliebt, die kleinen Brausetabletten, die in aufgelöst werden und dem Körper eine Dosis Vitamin C spendieren. Nahrungsergänzungsmittel werden diese Tabletten genannt, denn Obst und Gemüse reichen oft nicht aus, um den Bedarf an Vitamin C zu decken. Wer statt auf gesundes Obst auf Tabletten vertraut, muss damit rechnen, dass es zu einem Überschuss kommt. Kann so etwas gefährlich für den Körper werden? Welche Dosis Vitamin C ist die Richtige?

Warum ist Vitamin C so wichtig?

Vitamin C, auch als Ascorbinsäure bekannt, unterstützt unter anderem das Immunsystem und schützt zudem den Organismus vor den sogenannten freien Radikalen. Diese Zellen sind eine Art Schmarotzer, sie zerstören gesunde Zellen, um anschließend deren Platz einzunehmen. Die freien Radikalen gelten als eine große Gefahr, da sie Krebs erzeugen können. Mit der passenden Dosis Vitamin C können die gefährlichen Zellen aber in Schach gehalten werden. Für einen gesunden Menschen ist eine übermäßige Menge an Vitamin C nicht gefährlich. Das bekannte Vitamin wehrt aber nicht nur die freien Radikalen ab, es entgiftet auch den Körper und strafft dazu noch das Bindegewebe. Genauer gesagt: Wer ausreichend Vitamin C zu sich nimmt, beugt effektiv Falten vor. Da das Vitamin wasserlöslich ist, würde eine Überdosis durch den Urin wieder ausgeschieden. Der Organismus nimmt also nicht automatisch zu viel Vitamin C auf, nur weil die Dosis zu hoch war.

Wann kann zu viel des Vitamins schädlich sein?

Auf seinem Weg durch den Körper hat das Vitamin auch Kontakt mit den Nieren. Menschen, die empfindlich auf eine hohe Dosis Vitamin C reagieren, müssen danach mit Durchfall und anderen Beschwerden des Verdauungsapparats rechnen. Kritisch kann es allerdings werden, wenn es sich um eine sogenannte Niereninsuffizienz handelt. Bei Menschen, die darunter leiden, verlieren die Nieren immer mehr an Leistungsfähigkeit und können ihrer eigentlichen Funktion, schädliche Stoffe abzubauen, nicht mehr nachkommen. Damit ist der so wichtige Stoffwechsel gestört, da die giftigen Stoffe nicht mehr mit dem Urin ausgeschieden werden.

Welche Gefahr stellt eine Niereninsuffizienz dar?

Wasser in den Beinen, schäumender Urin, stechende Kopfschmerzen und ein zu hoher Blutdruck sind die Symptome einer Niereninsuffizienz. Gefährdet sind zudem Menschen, die unter Adipositas leiden. Hier kommen gleich mehrere Risikofaktoren zusammen. So kann unter anderem das Fettgewebe im Bauchraum, Entzündungshormone bilden, welche die Nieren dann noch zusätzlich belasten. Wer darunter leidet, darf keinesfalls eine zu hohe Dosis Vitamin C zu sich nehmen. Kommt es zu einer Überdosierung, dann kann es sehr schnell passieren, dass sich schmerzhafte Nierensteine bilden. Was die Erkrankung so problematisch macht, ist, dass sich die Symptome erst spät zeigen. Menschen mit gesunden Nieren haben hingegen kaum ein Risiko, dass es zu einer Steinbildung in den Nieren kommt, wenn die Dosis Vitamin C zu hoch ist.

Wie viel Vitamin C braucht der Mensch?

Welche Dosis Vitamin C ist gesund und nicht gefährlich für den Organismus? Ein gesunder erwachsener Mensch sollte nach Möglichkeit am Tag 100 Milligramm des Vitamins zu sich nehmen. Frauen, die stillen, haben einen höheren Bedarf, der bei 125 Milligramm pro Tag liegt. Raucher sollten ebenfalls mehr Vitamin C zu sich nehmen. Hier ist es im Blut deutlich niedriger konzentriert, da Menschen, die rauchen, höhere Stoffwechselverluste als Nichtraucher haben. Wer generell Stoffwechselprobleme hat, sollte vor der Einnahme der Tabletten mit dem Arzt über die passende Dosierung sprechen. Vorsicht ist hingegen bei Vitamin C geboten, was als Nahrungsergänzungsmittel angeboten wird. Die vorwiegend als Brausetabletten angebotenen Produkte enthalten in den meisten Fällen eine zu hohe Dosis Vitamin C.

Einem Mangel vorbeugen

Da Nahrungsergänzungsmittel keine so gute Empfehlung sind, wenn es um Vitamin C geht, muss es auf andere Weise dem Organismus zugeführt werden. Dies kann beispielsweise leicht durch eine gesunde und ausgewogene erreicht werden. Neben Gemüse und vor allem Obst in Form von Zitrusfrüchten sollten auch Kiwis, Paprika oder Rosenkohl auf dem Speiseplan stehen. Zusammen mit Brokkoli, Blumenkohl und Kohlrabi besitzen sie besonders viel des Vitamins. Ein sehr guter Lieferant für Vitamin C sind außerdem Kartoffeln und Grünkohl. Anzunehmen, dass nur Obst und Gemüse Vitamin C enthalten, ist jedoch ein Irrtum, denn auch andere sorgen für die passende Dosis Vitamin C. Wurst und Fleisch enthalten ebenfalls das Vitamin. Ihnen wird es bei der Herstellung zugeführt, um die Haltbarkeit zu verlängern. Um festzustellen, ob das wichtige Vitamin enthalten ist, müssen Verbraucher nur auf die Etiketten schauen. Darauf steht entweder „Ascorbinsäure“ oder es sind die folgenden E-Nummern: E300 bis E304, E315 und E316 zu sehen. Ein Mangel an Vitamin C, der tatsächlich gefährlich werden könnte, ist also nahezu ausgeschlossen.

Eine Hilfe bei Erkältungen?

Zwar ist Vitamin C für die von großer Bedeutung, damit das Immunsystem richtig funktionieren kann, aber es schützt nicht vor Erkältungen oder einer Grippe. Selbst wenn das Vitamin gerne als Mittel gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit angeboten wird, ist wissenschaftlich bislang nicht erwiesen, dass es hilft, da die entsprechenden Nachweise fehlen. Das Gleiche gilt bei sehr hoch dosierten Präparaten, die zwar lindern, aber nicht schützen können. Die Deutsche für Ernährung, kurz DGE, empfiehlt aber, weder Tabletten noch Pulver, die mit Vitamin C angereichert sind, einzunehmen. In den Lebensmitteln, die es zu kaufen gibt, ist ausreichend Vitamin C vorhanden.

Obst und Gemüse richtig behandeln

Der beste Schutz vor Erkrankungen aller Art ist immer noch eine abwechslungsreiche Ernährung. So sollten Obst und Gemüse stets frisch und reif sein. Dies ist deshalb wichtig, weil mit der Reife auch die bioaktiven Substanzen gesteigert werden. Gemüse und Obst aus der Region haben nur einen kurzen Weg vom Feld auf den Teller, so bleiben gesunde Nährstoffe wie Vitamin C erhalten. Gelagert werden sollten Gemüse und Obst an einem möglichst dunklen und kühlen Ort. Äpfel etwa, die hervorragende Lieferanten für Vitamin C sind, sollten möglichst mit Schale gegessen werden. Übrigens sollte jegliches Obst oder Gemüse, indem das Vitamin enthalten ist, schnell verzehrt werden.

Fazit

Vitamin C ist, wie fast alle anderen Vitamine, sehr empfindlich. Zu den größten Feinden gehört neben Sauerstoff, Hitze und Wasser vor allem zu helles Licht, denn es zerstört das wertvolle Vitamin C. Wenn also das Obst bei einem Händler auf dem Markt in der prallen Sonne steht, ist es ein sicheres Zeichen dafür, dass er von Vitaminen allgemein und speziell von Vitamin C sehr wenig versteht.

Bild: @ depositphotos.com / denisismagilov

Welche Dosis Vitamin C kann für den Körper schädlich sein?

Ulrike Dietz
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