Von cool bis elegant – der Schal ist immer im Trend

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Von cool bis elegant – der Schal ist immer im Trend » Nachrichten Heute

Ulrike Dietz
5 min

Es gibt kaum ein anders Kleidungsstück, das nie aus der Mode kommt, wie der Schal. Jetzt, wo der Winter vor der Tür steht, ist der Schal wieder heiß begehrt und ist in allen möglichen Varianten in den Geschäften zu finden. Aus Wolle grob gestrickt, aus pflegeleichten Kunstfasern oder aus feiner Seite mit vielen tollen Mustern – die Auswahl ist riesig und für jeden dürfte der passende Schal dabei sein.

Ein Kleidungsstück mit Geschichte

Das Wort Schal stammt aus der persischen Sprache und bedeutet so viel wie Kopf- oder Umhängetuch. Die ersten dieser Umhängetücher stammen aus der Region Kaschmir. Dort haben die Menschen die Wolle der Kaschmirziege genutzt, um quadratische und rechteckige Tücher herzustellen, die sie um den Kopf, den Nacken und die Schultern legten. Zum ersten Mal schriftlich erwähnt wird der Schal in einem Reisebericht aus dem 17. Jahrhundert. Dann kam er aus der Mode, denn der Mantel, der deutlich wärmer hält, lief dem Schal den Rang ab. Die Menschen im Kaschmir haben das Unterfell der Ziege verwendet, das viel wärmer hält als die Wolle von Schafen. Bis heute ist diese Wolle die wertvollste und teuerste Naturfaser, die es gibt, entsprechend kostspielig ist ein Schal aus echter Kaschmirwolle.

Der kleine Unterschied

Der Schal war und ist auch ein soziales Statement. Die untere soziale Schicht der früheren Zeiten trug Umhängetücher aus günstiger Schafwolle, da sie sich keinen Mantel leisten konnte. Der Adel sowie das vermögende Bürgertum hüllte sich hingegen in Tücher aus Kaschmirwolle und Seide. Schals aus weichem Mohair- oder Merinowolle sind immer noch teuer, aber echte Klassiker, wenn es um Eleganz geht. Der Seidenschal zum Abendanzug ist nach wie vor modern und Männer, die lässig sind, tragen einen Krawattenschal, kurz auch „Schawatte“ genannt. Bei jungen Leuten kommt der Loop- oder Schlauchschal gut an und auch für die Fußballfans gibt es den passenden Schal in den Farben des jeweiligen Vereins.

Warm an kalten Tagen

Der Schal dient nicht nur dekorativen Zwecken, er ist ein wichtiges Kleidungsstück an kalten Wintertagen. Um den Hals gewickelt, hält er auf dem Weg zur Arbeit oder bei einem Spaziergang im Schnee wunderbar warm. Wintersportler können auf Schals ebenso wenig verzichten wie auf Handschuhe und Mütze. Bei rasanten Abfahrten auf Skiern oder mit dem Snowboard schützt der Schal das Gesicht und den Hals vor dem schneidend kalten Wind. Besonders beliebt sind Modelle, die eine Mütze, einen Gesichtsschutz und eine Schalfunktion miteinander verbinden. Diese sogenannten Neckwarmer gibt es in allen Farben, Mustern und Materialien. Beim Après-Ski kommt der schicke Schlauchschal oder Loop ganz groß raus. Er darf gerne aus edlem Material und mit kleinen Perlen oder Glitzersteinen bestickt sein.

Immer perfekt gestylt

Ob zur lässigen Lederjacke oder zum festlichen Abendkleid – der richtige Schal macht immer eine gute Figur. Ein Schal ist ein unverzichtbares Accessoire, das in keinem Kleiderschrank fehlen darf. Zum Sommerkleid ist der Schal aus duftigem Chiffon oder aus Seide ein Highlight und der bunte Schal aus Baumwolle passt besonders gut zum Shirt, zu Hot Pants oder zur coolen Jeans. Auch wenn das Geld für teure Designermode fehlt, kann ein Schal von einem namhaften Designer die modischen Akzente setzen. Große Modemarken wie Louis Vuitton, Burberry oder Hermès haben den Schal wieder salonfähig gemacht und damit die Modewelt aufgepeppt. Selbst die englische Königin ist ein Schalfan. In den Ferien im schottischen Hochland trägt die Queen bevorzugt edle Tücher und Seidenschals aus dem Hause Hermès, am liebsten übrigens mit Pferdemotiven.

Um die Garderobe aufzufrischen, muss es keine teure Mode sein, oft reicht es aus, einen neuen Schal zu kaufen und ihn dann entsprechend zu kombinieren. Das sorgt für Abwechslung und kostet zudem kein Vermögen.

Bild: @ depositphotos.com / Geribody

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

1 Kommentar zu: Von cool bis elegant – der Schal ist immer im Trend

  1. Julia Engel

    24. Oktober 2017

    Ich fände es wichtig, in Artikeln über Wolle und Seide, die Leser auch immer darüber zu informieren, dass diese Produkte mit großen Tierschutzproblemen verbunden sind.

    Ein Großteil der heutigen Schafwolle stammt aus Australien, wo 90% der Merinoschafe dem Mulesing unterzogen werden. Merinoschafen wurde für ein dichteres Wollwachstum lauter Hautfalten angezüchtet in denen sich nun Feuchtigkeit sammelt und die Tiere von Maden befallen werden. Um dagegen vorzugehen, wurde die Qualzucht jedoch nicht eingestellt, stattdessen schneidet man den Jungtieren ohne Betäubung tellerhandgroße Hautlappen vom Hinterteil, damit sich eine glatte, faltenlose Oberfläche bildet. Aber auch deutschen Schafen wird standardmäßig der Schwanz abgeschnitten und die Schur ist immer eine große Qual für die Tiere, die mit Stress und blutigen, schmerzhaften Schnittwunden verbunden ist. Dass für Seide Raupen lebendig in ihren Kokons verbrüht werden, sollte hoffentlich jeder wissen. Bitte entscheidet euch gegen Kleidung aus Wolle und Seide und wählt tierfreundliche Alternativen wie Baumwolle.

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