Die Deutschen mögen das e-Book nicht

Zur Vollansicht bitte auf das Bild klicken!

Die Deutschen mögen das e-Book nicht » Nachrichten Heute

Ulrike Dietz
3 min

Die e-Reader werden immer besser und trotzdem wollen die Deutschen offenbar keine e-Books mehr lesen. Seit nunmehr drei Jahren steigt die Zahl der Deutschen, die e-Books lesen, nicht mehr an und auch in den USA ist der Hype ums elektronische Buch wohl vorbei, denn dort schrumpft der Markt sogar. Warum ist das Desinteresse am praktischen e-Book so groß? Der Grund dafür ist ganz einfach.

Die Impulse fehlen

Was der e-Book-Markt heute braucht, das sind neue Impulse, dann kommt er vielleicht auch wieder in Fahrt. Dass das Interesse am e-Book ist Deutschland stagniert, liegt nach Ansicht von Kennern der Branche vor allen Dingen am Preis, denn ein e-Book ist nur wenig günstiger als ein gedrucktes Buch. Der Grund für diesen nur minimalen Preisunterschied ist in den unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen zu finden. Gedruckte Bücher werden mit sieben Prozent besteuert, für das e-Book werden aber 19 % Mehrwertsteuer berechnet. Die Europäische Kommission müsste sich endlich zu einer Angleichung der Steuersätze entscheiden, denn diese ist seit einigen Jahren überfällig.

Die Verlage müssen reagieren

e-Books können kostengünstiger hergestellt werden, denn anders als bei einem gedruckten Buch fallen weder Kosten für das Papier noch für den Druck an. Die Verlage sparen also bei der Herstellung von e-Books, aber leider geben sie diese Kostenersparnis nicht an ihre Kunden weiter. Wäre das der Fall, dann ist auch der Kaufanreiz höher und es würden mehr e-Books gekauft. Ein weiterer Punkt, der das e-Book nicht unbedingt attraktiv macht, ist die Tatsache, dass bisher der gedruckte Inhalt eines Buches lediglich eins zu eins in das digitale Format übernommen wird. Ein wenig mehr Kreativität könnte hier nicht schaden, zumal die Verlage durchaus in der Lage sind, zum Beispiel die Inhalte anders zu strukturieren und die e-Books so für eine bestimmte Zielgruppe attraktiv zu machen.

Das stört die Kunden

Ein e-Book an einen Freund zu verleihen, das geht nicht, es kann nicht verkauft und auch nicht auf anderen Geräten gelesen werden. Diese drei Punkte stören diejenigen, die eigentlich gerne e-Books lesen und daher greift jeder zweite e-Book-Leser auch wieder zu einem klassischen Buch aus Papier.

Bild: © Depositphotos.com / shandrus

Die Deutschen mögen das e-Book nicht
5 (100%) 1

Hat Ihnen die News gefallen? Hier geht es zu weiteren interessanten Artikeln ...

Oder folgen Sie uns über: Facebook | Apple Smartphone App | Google Smartphone App
Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

  • (Wird nicht veröffentlicht)