Polizeibericht Region München: Ausgesetzt: Migranten zu Fuß auf Autobahn unterwegs

A8 / Bad Aibling / Rosenheim (ots) –

Iraker flüchten in Maisfeld – Bundespolizei ermittelt nach Absetzung

Die Bundespolizei hat am Mittwoch (7. September) Ermittlungen gegen einen unbekannten Schleuser aufgenommen, der offenbar fünf irakische Staatsangehörige illegal über die Grenze gebracht hat. Ersten Erkenntnissen zufolge wurden die Migranten auf Lastwagen und in Pkws quer durch Europa bis nach Deutschland geschleust und schließlich an der Autobahn auf Höhe Bad Aibling ihrem Schicksal überlassen.

Auf der A8 nahe der Anschlussstelle Bad Aibling bemerkten Bundespolizisten drei Personen, die scheinbar ziellos neben der Autobahn entlangliefen. Als die Beamten anhielten, flüchteten die Männer in ein angrenzendes Maisfeld und versteckten sich dort. Mit Unterstützung von Beamten des Zolls und der Bayerischen Landespolizei wurden sie gefunden und in Gewahrsam genommen. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass keiner von ihnen über die erforderlichen Einreise- oder Aufenthaltspapiere verfügte. Kurze Zeit später konnten einige hundert Meter entfernt zwei weitere Personen fußläufig neben der Autobahn festgestellt werden.

In der Dienststelle der Bundespolizei gaben sie an, ursprünglich aus dem Irak zu stammen. Sie seien mit Lkw und Pkw in mehreren Etappen aus ihrer Heimat über die Türkei nach Bulgarien und weiter in Richtung Mitteleuropa befördert worden. Die Männer im Alter von 21 bis 57 Jahren schilderten, dass sie an einem Parkplatz ihr Schleuserfahrzeug verlassen mussten. Dann sei der Wagen ohne sie davongefahren. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die mutmaßlich Geschleusten an eine Erstaufnahmeeinrichtung weitergeleitet. Die Rosenheimer Bundespolizei konzentriert sich inzwischen auf die Ermittlungen gegen den unbekannten Schleuser.

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E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@.bund.de

Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der
Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier
Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450
Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze
besonders gegen die grenzüberschreitende vor. In einem
etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen
Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
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Quellenangaben

Bildquelle: Die Rosenheimer Bundespolizei ermittelt gegen einen unbekannten Schleuser. Er soll fünf irakische Staatsangehörige illegal über die Grenze gebracht und dann einfach abgesetzt haben.
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