ZDF: Nachhaltige Musikbranche: “plan b” im ZDF mit “Neue Töne”

Mainz (ots) –

Ein Musikkonzert schluckt viel Energie: Wasser, Catering, Technik. Ganz zu schweigen vom Müll, den die Besucher produzieren. Doch es geht auch anders. “plan b” im stellt am Samstag, 17. September 2022, 17.35 Uhr, Pioniere vor, die eine Konzertreihe nachhaltig organisieren wollen, einen Gitarrenbauer, der beim Bau seiner Instrumente auf Tropenhölzer verzichten will und einen Club, der die Wärmeenergie seiner tanzenden Menge nutzen will. Der Film von Cordula Stadter “plan b: Neue Töne – Wie die Musikbranche nachhaltig wird” ist zwei Jahre lang in der ZDFmediathek verfügbar.

Wenn es um und Party ging, stand lange nicht auf der Agenda. Das soll nach Corona anders werden: Sarah Lüngen und Katrin Wipper wollen mit ihrer Agentur “The Changency” auf der ganz großen Bühne zeigen, wie Nachhaltigkeit funktionieren kann. Davon begeistert war von Anfang an die Band Seeed. Wie kann man die Fans dazu bringen, klimafreundlich anzureisen, weniger Kippen und Müll wegzuschmeißen? Soll es nur vegetarisches und veganes Essen geben? Auf der Berliner Parkbühne Wuhlheide wird das nun zum ersten Mal wissenschaftlich untersucht. Thomas Sakschewski, Professor für Veranstaltungsmanagement an der Berliner Hochschule für Technik, und seine Studierenden testen unter Laborbedingungen: fünf Tage Seed, fünfmal 17.000 Menschen. Dann können sie zum ersten Mal empirisch belegen, was nur Greenwashing ist und was Veranstaltungen wirklich klimafreundlicher macht.

Im Gegensatz zu Open Air gibt es bei Club-Veranstaltungen eine nachhaltige Energiequelle, die bisher noch nicht angezapft wurde: Bodyheat. Mit der freiwerdenden Energie der tanzenden Menge wollen Geothermie-Experte David Townsend und Club-Chef Andrew Fleming-Brown vom schottischen Glasgow aus die Clubszene revolutionieren. Noch fiebern die beiden Visionäre der Premiere ihres Systems entgegen.

Auch kleine Bereiche leisten ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit, wie etwa der Instrumentenbau. Fast keine Gitarre kommt ohne Tropenholz aus, weiß Armin Hanika, renommierter Gitarrenbauer aus dem fränkischen Baiersdorf. Dabei stehen viele dieser Hölzer unter Artenschutz. Eine Gitarre ohne Tropenholz gilt immer noch als minderwertig, obwohl es längst Alternativen gibt: Hanika setzt auf Thermoholz. Ob die Gitarre, die er daraus für einen Profi-Gitarristen baut, auch klanglich besteht, wird sich zeigen.

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Bildquelle: Gitarrenbauer Armin Hanika (l.) testet mit Gitarrist und Komponist Stefan Grasse (r.) seine “nachhaltige” Gitarre aus thermo-modifizierten, heimischen Hölzern. / Nutzung des Bildes nur in Verbindung mit der Meldung im Zusammenhang mit dem ZDF inkl. Social Media / / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.
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