vbw erwartet Rückgang des bayerischen BIP um 0,3 Prozent

München (ots) –

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. prognostiziert im Jahresdurchschnitt 2023 einen Rückgang des bayerischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 Prozent. In dieser Prognose ist unterstellt, dass es weder in diesem noch im folgenden Winter zu einem absoluten Gas- beziehungsweise Energienotstand kommt. vbw Präsident Wolfram Hatz erklärt: “Der Freistaat ist seit dem vergangenen Jahr mit einem Krisen-Cocktail aus explodierenden Energiekosten, , Material-, Rohstoff- und Energiemangel sowie Arbeitskräfteknappheit konfrontiert. Dieser Cocktail entfaltet jetzt seine Wirkung und treibt die bayerische Wirtschaft in die Rezession.”

Für das Gesamtjahr 2022 rechnet die vbw dank des Wachstums in den ersten drei Quartalen noch mit einem Gesamtwachstum des bayerischen BIP von gut 1,5 Prozent gegenüber 2021. Die Energiekrise sowie die weiteren Belastungen schlagen jedoch im Winter voll durch, sodass die vbw mit einem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion im vierten Quartal 2022 und im ersten Quartal 2023 rechnet. Für das zweite Quartal erwartet die vbw eine leichte Erholung, für das dritte und vierte Quartal 2023 dann ein deutlicheres positives Wachstum, das sich allerdings zum Jahresende hin wieder abschwächt. “Die hohen Preise werden im gesamten Jahr Verbraucher und Unternehmen belasten. Die Inflation bremst den privaten Konsum und die Investitionen der Betriebe. Und schon jetzt blicken wir mit Sorge auf den kommenden Winter. Es dürfte in diesem Jahr deutlich schwieriger werden, die Gasspeicher zu füllen. Die Energiekosten werden zum Jahresende 2023 wohl wieder ansteigen”, so Hatz.

Die vbw rechnet durch das hohe Kostenniveau weiterhin mit Einschränkungen bei der Industrieproduktion, vor allem in energieintensiven Branchen. Das Baugewerbe leidet unter gestiegenen Zinsen, der Handel und die weiteren konsumnahen Bereiche unter der inflationsbedingt reduzierten Kaufkraft der Konsumenten. “Zudem befindet sich die Weltkonjunktur in einer Schwächephase, das wirkt sich negativ auf die internationale Nachfrage nach Produkten aus dem Freistaat aus. Die in den USA, unserem größten Exportmarkt, entwickelt sich zwar robust. Aber die Lage in China ist unsicher. Das Reich der Mitte lockert seine Corona-Beschränkungen. Das dürfte der dortigen Wirtschaft mittelfristig zu mehr Dynamik verhelfen, aber kurzfristig ist auch ein Anstieg der Infektionen mit negativen Folgen für die Wirtschaft denkbar”, erläutert Hatz.

Mit Blick auf den Arbeitsmarkt geht die vbw von einer insgesamt stabilen Entwicklung aus. Aber die Arbeitslosigkeit wird in diesem Jahr angesichts der schwachen Konjunktur trotz Fach- und Arbeitskräftemangel leicht steigen. “Qualifikationsbedingt wird nicht jeder, der jetzt seinen Job verliert, eine neue Anstellung finden”, so Hatz abschließend.

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