Staatlicher Wohnungsbau – die GroKo kann Vorgaben nicht einhalten

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Staatlicher Wohnungsbau – die GroKo kann Vorgaben nicht einhalten

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Der Wohnraum wird vor allem in den großen Städten immer knapper. Aus diesem Grund sollen bis 2021 laut SPD und CDU 1,5 Millionen Wohnungen entstehen. Dieses Ziel ist aber nicht zu erreichen, denn wenn der Staat baut, dann ist das vor allem teuer und extrem umständlich. Das müsste den Machern der GroKo eigentlich klar sein, denn jedes Jahr 375.000 Wohnungen zu bauen, ist nicht möglich.

Die Preise steigen immer weiter

Im letzten Jahr sind von Januar bis November knapp 275.000 Wohnungen entstanden. Dabei handelt es sich jedoch nicht nur um normale Wohnungen, sondern auch um Wohnheime für Flüchtlinge. Ob in diesem Jahr 300.000 Wohnungen entstehen, ist mehr als fraglich und für viele Menschen, die eine Wohnung suchen, eine echte Katastrophe. Wohnraum ist knapp und die Preise steigen immer weiter an. Besonders in den Großstädten wie München, Hamburg, Stuttgart, Köln oder Berlin ist Wohnen für viele zum Luxus geworden, eine Verbesserung ist nicht in Sicht.

Gute Ideen fehlen

Was dem Staat fehlt, das sind gute Ideen für neue und moderne Bauformen. Gebraucht wird eine effiziente Bauplanung, es fehlt an geeigneten Grundstücken, an Genehmigungen und vor allem an Kapazitäten im Bauhandwerk. Was im Gegensatz dazu in einem großen Maße vorhanden ist, das sind gegenseitige Schuldzuweisungen. Eine Union aus Mietervertretern, Verbänden der Immobilienwirtschaft und den Gewerkschaften sieht die Schuld für die Versäumnisse ausschließlich in der Politik. Nicht nur, dass das Bauen viel zu teuer ist, es wird auch nur so gebaut, wie es die Politiker gerne sehen. Ständig stellt die Politik neue Ansprüche, zum Beispiel bei der Energieeffizienz und das treibt die Preise kontinuierlich nach oben.

Die Bauplanung dauert viel zu lange

Die Lebenshaltungskosten in Deutschland sind seit knapp 18 Jahren um rund 28 Prozent gestiegen. Die Kosten für Investitionen im Wohnungsbau sind aber im gleichen Zeitraum mit 46 Prozent durch die Decke geschlossen. Die Bauherren und auch die Bauunternehmer sind für dieses Szenario jedoch nicht alleine verantwortlich, denn die Baukosten sind lediglich um 22 Prozent gestiegen. Bauträger müssen heute extrem hohe Preise für Bauland bezahlen, was ebenfalls die Mietpreise kräftig nach oben verschiebt. Die Kapazitäten reichen in vielen Regionen einfach nicht aus und da die Bauplanung besonders lange dauert, warten die Menschen weiter auf bezahlbaren Wohnraum.

Die kommissarische Bundesbauministerin Barbara Hendricks fordert jetzt schon mal ihren möglichen Nachfolger, den neuen Innenminister Horst Seehofer auf, die Entwicklung der Städte nicht zu vernachlässigen und so wörtlich „zu einem Nebenschauplatz zu machen“.

Bild: @ depositphotos.com / celiafoto

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.
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