Rio 2016 – die schlechtesten Spiele aller Zeiten

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Rio 2016 – die schlechtesten Spiele aller Zeiten » Nachrichten Heute

Ulrike Dietz
2 min

Spektakulär, wunderbar und ein Riesenerfolg – das sagen die Funktionäre des Internationalen Olympischen Komitees über die Spiele in Rio. Dreckig, unfair und die schlechtesten Spiele aller Zeiten – so fällt das Fazit der Athleten aus, die an den Spielen teilgenommen haben. Für die Menschen in Rio haben die Spiele nichts verändert, sie haben lediglich eine neue Metrostation mehr und einen Haufen Schulden, der bezahlt werden will. Was lief in Rio schief?

Das Problem Doping

Doping war schon im Vorfeld in aller Munde. Nachdem durch einen Bericht in der ARD lückenlos bewiesen wurde, dass in Russland systematisch gedopt wird, schloss das IOC die russischen Leichtathleten von den Spielen aus. Die anderen Sportler durften antreten, wurden aber nicht gerade mit Begeisterung gefeiert. Vor allem viele Gewichtheber hatten ihre Probleme mit den Konkurrenten aus Osteuropa, denn auch hier wurde gemunkelt, dass nicht alle „sauber“ waren. Das gleiche Gefühl entstand bei einigen Schwimmern aus China, die praktisch aus dem Stand Fabelweltrekorde schwammen und die, so berichteten andere Teilnehmer später, „pink gefärbten Urin“ bei der Dopingprobe abgegeben haben.

Das Problem Unterkünfte

Olympiasieger Fabian Hambüchen nannte die Spiele vorsichtig „grenzwertig“ und bezog das vor allem auf die Unterkünfte im olympischen Dorf. Teilweise fehlten die Möbel, die Bäder waren, wenn überhaupt vorhanden, vollkommen verdreckt und die Handwerker, die nicht bezahlt worden sind, haben kurzerhand die Armaturen abgeschraubt. Auch die Infrastruktur ließ zu wünschen übrig. Ständig verstopfte Straßen machten es den Sportlern schwer, rechtzeitig zu ihren Wettkämpfen zu fahren und wer das Abenteuer U-Bahn gewagt hat, der musste mit einem weiteren Problem Rios rechnen, der allgegenwärtigen Kriminalität.

Viele Bewohner der Millionenstadt am Zuckerhut konnten sich keine Eintrittskarten kaufen, weil diese schlichtweg zu teuer waren. Diejenigen, die in die Stadien gingen, hielten wenig von Fairness, denn nicht-brasilianische Sportler wurden gnadenlos ausgebuht, ausgepfiffen und niedergemacht. Es bleibt zu hoffen, dass die nächsten Spiele in Tokio wieder dem olympischen Gedanken folgen werden.

Bild: © Depositphotos.com / filipefrazao


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Ulrike Dietz
Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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