Frauen mit Kopftuch bekommen nur schwer einen Job

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Frauen mit Kopftuch bekommen nur schwer einen Job » Nachrichten Heute

Ulrike Dietz
2 min

Frauen, die aus religiösen Gründen ein Kopftuch tragen, haben es bei den Arbeitssuchen deutlich schwerer als Frauen ohne Kopftuch, die die gleiche Qualifikation haben. Forscher haben im Rahmen einer Studie herausgefunden, dass sich eine Frau mit Kopftuch viermal so oft bewerben muss als eine Mitkonkurrentin ohne Kopftuch. Aber warum werden Frauen so sehr benachteiligt, wenn sie offen zu ihrer Religion stehen? Die Studie ging der Frage nach.

1500 Bewerbungen

Für die Studie des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit wurden 1500 fiktive Bewerbungen erstellt, in denen sich Frauen um eine Stelle als Sekretärin und Buchhalterin bewerben. Die Vita der Bewerberinnen war dabei immer gleich, unterschiedlich waren nur die Fotos, die zum einen Frauen mit Kopftuch und zum anderen ohne Kopftuch zeigten. So bewarb sich eine Kopftuchträgerin mit türkischem Namen, die nur bei jeder 24. Bewerbung eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekam, während eine junge Frau mit deutschem Namen ohne Kopftuch bei jeder fünften Bewerbung zu einem Gespräch eingeladen wurde. Bei den Bewerberinnen, die zwar einen türkischen Namen hatten, aber kein Kopftuch trugen, wurde jede siebte eingeladen.

Das Kopftuch als Symbol

Die Studie wollen wissen, warum Frauen, die ein Kopftuch tragen, so selten die Chance bekommen, sich bei einem Unternehmen persönlich vorzustellen. Die Antwort ist in der heutigen Zeit wenig verwunderlich. Die Ungerechtigkeit erklärt sich aus der Symbolkraft, die ein Kopftuch hat. Die Kopfbedeckung steht für Intoleranz, sie wird mit Terror assoziiert und auch mit muslimischem Fundamentalismus. Ein Kopftuch wird mit Unterdrückung gleichgesetzt und auch die Annahme, dass Frauen, die ein Kopftuch tragen, nicht bereit sind, sich in Deutschland zu integrieren, wurde sehr häufig genannt.

Der Arbeitgeberverband widerspricht der Studie, denn deutsche Unternehmen seien sehr daran interessiert, Menschen mit Migrationshintergrund zu beschäftigen, aktuell arbeiten rund sieben Millionen Menschen in Deutschland, die als Migranten ins Land gekommen sind.

Bild: © Depositphotos.com / realinemedia


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Frauen mit Kopftuch bekommen nur schwer einen Job
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  • koran kopftuchgebot wo steht das
Ulrike Dietz
Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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