Angst vor dem Islam? Mit Blockflöten für christliche Werte

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Angst vor dem Islam? Mit Blockflöten für christliche Werte

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In Deutschland geht die Angst vor dem Islam um. Viele Deutsche machen sich Sorgen, dass unter den Flüchtlingen auch Islamisten sind, die Anschläge planen und durchführen wollen. Aber nicht nur die Angst vor dem Terror macht den Menschen zu schaffen, sie fürchten auch, dass der Islam in ihren Alltag Einzug hält. Offenbar kennt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Sorgen der Bürger, denn bei einem Treffen der CDU in Wittenburg (Mecklenburg-Vorpommern) machte die Kanzlerin einen Vorschlag, den viele Bürger mit Sicherheit gerne aufgreifen werden.

Singen und musizieren

Die Deutschen haben Sorgen und die Kanzlerin hat eine geniale Lösung. Die Bürger sollen ihren Sorgen vor einer zunehmenden Islamisierung mit der Pflege von christlichen Traditionen begegnen, sie sollen Liederzettel kopieren und dann jemanden finden, der auf der Blockflöte spielt. Merkel betonte vor den Delegierten, dass sie diesen Vorschlag ernst meint, denn nur so kann verhindert werden, dass „ein Stück Heimat verloren geht“.

Eine peinliche Personaldebatte

Es sollte ein harmonisches Treffen werden, leider wurde es von einer etwas peinlichen Personaldebatte gestört. Eigentlich sollte der Stralsunder Staatsanwalt Dr. Sascha Ott der neue Justizminister von Mecklenburg-Vorpommern werden, aber daraus wurde nichts. Ott hatte es gewagt, Beiträge der AfD bei Facebook mit einem „Like“ zu versehen, und das geht in den Augen der Parteifreunde gar nicht. Auch Angela Merkel sprach sich gegen den versierten und erfahrenen Juristen aus, stattdessen übernimmt jetzt Katy Hoffmeister das Ministerium ist Schwerin. Übrigens, offiziell wurde Sascha Ott aufgrund seines nicht sachgemäßen Umgangs mit den sozialen Medien geschasst, die AfD spielte angeblich keine Rolle.

Scharfe Angriffe in Richtung AfD

Den Sonderparteitag nutzte die Kanzlerin auch, um scharf in Richtung AfD zu schießen. So sei die Partei, die in Mecklenburg-Vorpommern vor der CDU landete, eine Partei der Nein-Sager und eine Partei, die „immer weiß, was gerade nicht geht, was schlecht ist, wo man Nein sagen muss“. Davon, so Merkel, werde das Leben auch nicht besser.

Bild: © Depositphotos.com / 1000Words

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Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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