Kommendes Spitzenspiel der Bundesliga: Mit Sicherheit viele Tore

Es ist das Spitzenspiel der Fußballbundesliga: Borussia Dortmund empfängt kommenden Sonnabend den FC Bayern München. Der Tabellenführer zu Gast beim hartnäckigsten Verfolger und die Partie verspricht torreich zu werden. Dortmunder Fans konnten bei jedem Heimspiel durchschnittlich mindestens 2 Mal ein Tor ihrer Elf bejubeln. Die Borussen haben mit 21 Toren fast zwei Drittel aller Treffer vor eigenem Publikum erzielt und der FC Bayern kommt auswärts auf 19 Tore, was 45 Prozent seiner bisherigen Treffer entspricht.

Dortmunds Schwäche: Defensive nach Ballverlust

Bei der Art der Tore gibt es einen gravierenden Unterschied: Die Bayern haben fast doppelt so viele Tore erzielt wie die Dortmunder, wenn der Gegner plötzlich den Ball verlor. Was für einen Sieg der Münchner spricht, wenn die Mannschaft von Trainer Marco Rose die Bayern nach eigenem Ballverlust nicht konsequent und erfolgreich stören können. Eine echte Herausforderung für das Dortmunder Defensivspiel. Das zeigen auch die aktuellen Daten: 8 von 19 Gegentoren haben die Dortmunder nach Umschaltverhalten ihrer Gegner kassiert.

Bei zwei der bisher drei Niederlagen war das entscheidend: Gegen den SC Freiburg und RB Leipzig. Deutlich sicherer steht hingegen die Borussen-Defensive, sobald sich der Gegner in einer offensiven Phase befindet. Daraus resultierten nur halb so viele Gegentore. Absolut unverwundbar ist der FC Bayern natürlich nicht. Auch er hat bei seinen Niederlagen gegen Eintracht Frankfurt und den FC Augsburg Gegentore nach Schwächen in der Defensive beim Umschaltverhalten hinnehmen müssen. Allerdings fielen auch Gegentore nach Standardsituation (gegen Frankfurt) und offensiver Phase (gegen Augsburg).

Mit Kimmich fehlt Bayerns Topspieler

Das Fehlen von Joshua Kimmich dürfte sich gerade gegen Dortmund als gravierender Nachteil herausstellen. Kimmich ist als bester Bayernspieler an mehr als 20 Prozent aller Spiel-Episoden seiner Mannschaft beteiligt. So viel wie kein anderer aus der Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann. Im direkten Duell zwischen den Dortmunder und Münchner Offensivkräften führen Robert Lewandowski und Thomas Müller unangefochten die mit Beteiligung an jeweils 18 Toren an. Die beiden stärksten Dortmunder sind Erling Haaland und Marco Reus mit Beteiligung an jeweils 13 Toren.

Westfälische Spätzünder gegen bayerische Frühstarter

Werfen wir einen Blick auf die Torschuss-Ausbeute der beiden Mannschaften. Die Dortmunder Fußballer benötigen statistisch etwas weniger als 6 Torschüsse für einen erfolgreichen Abschluss, die Münchner exakt 6. Umgedreht verhält es sich bei den Gegentoren: Hier landet im Schnitt jeder achte Torschuss im Netz der Dortmunder. Manuel Neuer muss etwa nach jedem neunten Schuss aufs eigene Tor hinter sich greifen. Kaum nennenswerte Unterschiede.

Deutlich aussagekräftiger ist da die Statistik zum Zeitpunkte der Tore: Im Vergleich mit den Dortmundern sind die Bayern regelrechte Frühstarter. 23 ihrer 42 Tore haben sie in der ersten Halbzeit erzielt, 19 sogar bis zu 35. Minute. Und die Borussen? Sie drehen erst nach der 50. Minute auf. Fast möchte man meinen, sie brauchen eine Halbzeit, um sich warmzulaufen. Gegen den FC Bayern München könnte das am Samstag zu spät sein und fatal enden.

(Alle Informationen sind aus Terrabyte von Spieldaten analysiert worden).

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Kommendes Spitzenspiel der Bundesliga: Mit Sicherheit viele Tore

Wolfgang Zehrt