Umfrage: Mehrheit für Wiedereinführung der Wehrpflicht

Hamburg: Die Mehrheit der Deutschen spricht sich für die Wiedereinführung der Wehrpflicht aus. In einer am Donnerstag veröffentlichten des Meinungsforschungsinstituts Ipsos gaben dies 61 Prozent der Befragten an.

43 Prozent finden außerdem, dass eine künftige Wehrpflicht für alle Geschlechter gelten sollte; 18 Prozent würden dagegen eine Wiedereinführung nur für Männer bevorzugen. Drei von zehn Bundesbürgern (29 Prozent) sind komplett gegen eine Neuauflage der Dienstpflicht. In der Anhängerschaft aller Bundestagsparteien überwiegt jeweils die Zustimmung zur Wiedereinführung. Am beliebtesten ist die Neuauflage unter der Wählerschaft der SPD: 53 Prozent sprechen sich hier für eine geschlechtsunabhängige Wehrpflicht aus, weitere 18 Prozent würden eine Dienstpflicht bevorzugen, die nur für Männer gilt.

Darauf folgen die Anhänger von AfD und , die ebenfalls eine für alle Geschlechter geltende Wehrpflicht bevorzugen (46 Prozent bzw. 41 Prozent). Allerdings befürworten in diesen beiden Gruppen auch mehr Befragte (jeweils 25 Prozent) die Wehrpflicht nur für Männer als bei den Sympathisanten anderer Parteien. Bei der Wählerschaft der Grünen (12 Prozent) und der Linken (14 Prozent) wird die Dienstpflicht nur für Männer dagegen von einer favorisiert. Diese Gruppen zeigen sich auch grundsätzlich etwas skeptischer gegenüber der Wehrpflicht: 41 Prozent der Grünen- und 38 Prozent der Linken-Wähler lehnen eine Einführung ab.

Jedoch überwiegt auch bei diesen Parteien der Anteil derjenigen, der sich für eine geschlechtsunabhängige Dienstpflicht ausspricht (Grüne 44 Prozent, Linke 43 Prozent). Ähnlich sieht die Situation bei der Anhängerschaft der FDP aus. 40 Prozent bevorzugen hier eine für alle Geschlechter geltende Verpflichtung zum Wehr- bzw. Zivildienst, während 22 Prozent eine Dienstpflicht nur für Männer bevorzugen. Jeder dritte FDP-Sympathisant (33 Prozent) ist generell dagegen.

Ähnlich wie bei den Partei-Anhängern überwiegt auch in den verschiedenen Altersgruppen insgesamt die Zustimmung zur Wiedereinführung. Diese ist jedoch bei älteren Personen ab 60 Jahren höher als bei jüngeren Wahlberechtigten zwischen 18 und 39 Jahren. Ein ähnliches Ergebnis zeigt sich auch im Vergleich von männlichen und weiblichen Befragten: Insgesamt sprechen sich zwar beide Gruppen mehrheitlich für eine Neuauflage aus, allerdings befürworten weniger (36 Prozent) eine geschlechtsunabhängige Dienstpflicht. jeder zweite Mann (49 Prozent) würde dagegen einen Wehr- und Zivildient für alle Geschlechter bevorzugen.

Die Erhebung wurde vom 3. bis 4. März 2023 per Online-Befragung unter 1.000 Wahlberechtigten zwischen 18 und 75 Jahren durchgeführt.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch dts Nachrichtenagentur
Bildhinweis: Bundeswehrsoldaten fahren Bahn

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