Gesundheitsexperten kritisieren “Flickenteppich” im Rettungswesen

: Führende Gesundheitsexperten fordern eine umfassende des Rettungswesens. “Die Rettungsdienste in Deutschland sind ein totaler Flickenteppich mit einem Wildwuchs von über 230 Leitstellen – und alle arbeiten anders”, sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Janosch Dahmen dem “Spiegel”.

In der kommenden Woche soll eine Regierungskommission im Auftrag von Gesundheitsminister Lauterbach (SPD) Reformvorschläge präsentieren. Dahmen sagte, der Professionalisierungsgrad im Rettungswesen habe “mit dem medizinischen Fortschritt nicht mitgehalten”. Der Abgeordnete arbeitete vor seiner Karriere im Bundestag selbst als Notfallmediziner. Lauterbachs Kommissionsleiter Tom Bschor kritisiert, derzeit würden im Rahmen von Rettungseinsätzen “zu viele Leute in die Klinik eingeliefert”. Auch die Ausrüstung sei teilweise veraltet. “Alle haben inzwischen Videotelefonie – warum nicht auch Rettungssanitäter.” In den 2019 und 2020 waren im Bundestag zwei Gesetzesinitiativen zur Reform des Rettungswesens gescheitert. Die damalige Koalition aus Union und SPD konnte sich nicht einigen. In Hamburg war jüngst ein Streit um ein neues Rettungsdienstgesetz eskaliert. Der zuständige Innensenator Andy Grote (SPD) wollte einen Mediziner zum Leiter des Rettungsdienstes machen, der zu 80 Prozent bei einem Klinikkonzern angestellt sein sollte. Dagegen gab es Protest, es wurden Interessenkonflikte befürchtet. Der grüne Koalitionspartner im Rathaus fühlte sich überrumpelt.

Dem “Spiegel” bestätigte Grotes Behörde, der entsprechende Passus sei im Gesetzentwurf inzwischen gestrichen.

Quellenangaben

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch dts Nachrichtenagentur
Bildhinweis: Rettungsdienst (Archiv)

Kontakt:

Newsroom: dts Nachrichtenagentur
Pressekontakt: Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Mansfelder Straße 56

06108 Halle (Saale)

Deutschland

Gesundheitsexperten kritisieren “Flickenteppich” im Rettungswesen

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur
×