Erneut Rekordzusage für Entwicklungs- und Schwellenländer: KfW …

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Erneut Rekordzusage für Entwicklungs- und Schwellenländer: KfW …

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Frankfurt am Main (ots) –

– Beitrag zu besseren Rahmenbedingungen, privaten Investitionen und Reformpartnerschaften in Afrika – KfW Entwicklungsbank: Knapp die Hälfte aller Neuzusagen für Afrika und den Nahen Osten – 60% für Klima- und Umweltschutz – DEG: 1,9 Mrd. EUR für unternehmerische Investitionen – DEG-Kunden beschäftigen 1,7 Millionen Menschen

Die KfW hat ihre Zusagen für Entwicklungs- und Schwellenländer im Auftrag der Bundesregierung 2018 weiter gesteigert: auf 10,6 Mrd. EUR (2017: 9,8 Mrd. EUR) für 469 Vorhaben. Damit übertrafen KfW Entwicklungsbank und DEG erneut den Rekordwert des Vorjahrs. Fast die Hälfte davon entfiel mit 4,6 Mrd. EUR (Vorjahr: 3,1 Mrd. EUR) auf Subsahara-Afrika, Nordafrika und den Nahen Osten. Das liegt auch an der Tatsache, dass das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) Afrika besonders fördert und den Kontinent im Rahmen verschiedener Initiativen mit beträchtlichen Mitteln unterstützt.

“Die Bundesregierung nimmt in der Zusammenarbeit mit Afrika die sogenannten ‘Reformchampions’ mit fortgeschrittener guter Regierungsführung stärker in den Blick. Das sehen wir als Auftrag, unser Engagement in diesen Ländern noch zu verstärken und damit stabile Entwicklung und Partnerschaften zu fördern. Generell wollen wir mit unserer Förderung dazu beitragen, das große wirtschaftliche Potenzial Afrikas weiter zu erschließen und dadurch Armut zu bekämpfen”, sagte Prof. Dr. Joachim Nagel, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

“Reformpartnerschaften” bestehen aktuell mit Ghana, Côte d’Ivoire und Tunesien, denen bisher 746 Mio. EUR in Aussicht gestellt wurden.

Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank erhöhte seine Zusagen weiter und erreichte mit rund 8,7 Mrd. EUR (2017: 8,2 Mrd. EUR) abermals einen Rekordwert.

Knapp 60 % davon flossen in den Klima- und Umweltschutz. Mit den Zusagen von 2018 werden 5,1 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr in den Partnerländern eingespart.

Darüber hinaus vertiefte die KfW ihre Zusammenarbeit mit dem Green Climate Fund (GCF) und unterzeichnete ein zweites Finanzierungsabkommen mit dem GCF über 102,7 Mio. EUR.

Außerdem gründete die KfW 2018 gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der Agence Française de Développment (AfD) die Clean Oceans Initiative (COI): Sie soll der zunehmenden Verschmutzung der Ozeane mit Plastikmüll entgegenwirken. Insgesamt werden die drei Partnerbanken in den nächsten fünf Jahren zwei Mrd. EUR für Projekte im Meeresschutz, Abfallmanagement und in der Abwasserreinigung investieren. 2018 wurden bereits drei Projekte in Indonesien, Costa Rica und Südafrika mit insgesamt 148 Mio. EUR zugesagt.

Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank betreut derzeit 126 laufende Vorhaben mit Flüchtlingsbezug in 28 Ländern und einem Gesamtvolumen von 4,1 Mrd. EUR. 2018 erteilte sie Neuzusagen für Vorhaben in diesem Bereich von 1,1 Mrd. EUR. Der regionale Schwerpunkt des Engagements liegt mit einem Anteil von 63 % auch hier im Nahen Osten. So unterstützt die KfW zum Beispiel den Irak dabei, Infrastruktur in den ehemals vom Islamischen Staat besetzten Gebieten wieder aufzubauen. Damit möchte sie dort zur Stabilisierung beitragen und den zeitweise mehr als 3 Millionen Binnenflüchtlingen Perspektiven in ihrer Heimat schaffen.

Die 2018 neu zugesagten Vorhaben im Wasser-, Abwasser- und Abfallentsorgungssektor erreichen mehr als 60 Mio. Menschen. 26 % von ihnen leben unterhalb der Armutsgrenze.

Außerdem profitieren 128 Mio. Menschen von den Neuzusagen in Bereichen wie reproduktive Gesundheit, Gesundheitsinfrastruktur und Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Knapp die Hälfte dieser Zusagen zielt auf die unmittelbare Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern ab.

Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank setzte neben Haushaltsmitteln, die vor allem aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stammen, auch eigene Mittel in Höhe von 5,3 Mrd. EUR) ein. Auf diese Weise unterstützt die KfW die Bundesregierung dabei, ihre internationalen Ziele und Verpflichtungen bei der Armutsbekämpfung, beim Klima- und Umweltschutz sowie in Afrika zu erfüllen.

Auch die KfW-Tochter DEG blickt auf ein sehr gutes Geschäftsjahr 2018 zurück. Sie stellte für Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern aus eigenen Mitteln Darlehen und Beteiligungskapital in Höhe von rund 1,9 Mrd. EUR bereit. Damit wurde ebenfalls ein Rekordwert erreicht (2017: 1,6 Mrd. EUR). Einen Schwerpunkt bildeten 2018 erneut Finanzierungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit 967 Mio. EUR. Für Vorhaben im Klima- und Umweltschutz, stellte die DEG 2018 insgesamt 641 Mio. EUR bereit. Dazu gehörte etwa die Finanzierung des mit deutschem Know-how errichteten größten Solarparks der Karibik: Montecristi in der Dominikanischen Republik. Regional betrachtet, waren 2018 mit 579 Mio. EUR die meisten Finanzierungen für Lateinamerika bestimmt, dicht gefolgt von Asien.

“In Afrika engagieren wir uns seit Jahrzehnten gezielt, um unternehmerische Initiative voran zu bringen und Perspektiven für die junge, wachsende Bevölkerung zu schaffen. Auch die Geschäftsentwicklung 2018 war in Afrika erfreulich. Die Eigenmittel-Zusagen erreichten mit 438 Mio. EUR eine neue Bestmarke, dazu kamen 14 Mio. EUR über Förderprogramme. Weitere 91 Mio. EUR konnten von Partnern mobilisiert werden”, sagte Christiane Laibach, Sprecherin der DEG-Geschäftsführung.

Auch mit Blick auf die entwicklungspolitische Wirksamkeit des DEG-Engagements war das Geschäftsjahr 2018 erfolgreich. So geben die von der DEG mitfinanzierten Unternehmen weltweit rund 1,7 Millionen Menschen Arbeit. Von diesen Arbeitsplätzen wurden mit DEG-Investition 490.000 neu geschaffen. Zudem erwirtschaften die Unternehmen lokales Einkommen in Höhe von 80 Mrd. EUR, davon entfallen rund 11 Mrd. EUR auf Löhne und Gehälter.

Detaillierte Informationen finden Sie unter www.kfw-entwicklungsbank.de und www.deginvest.de

Quellenangaben

Textquelle:KfW, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/41193/4265658
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