Vom Todesstreifen bis zur Einheit: Doku-Abend in ZDFinfo

Mainz (ots) – Drei Wochen vor dem 30. Jahrestag der Deutschen Einheit rückt ZDFinfo am Sonntag, 13. September 2020, die deutsch-deutsche Geschichte in den Fokus. Der Dokuabend startet ab 17.15 Uhr mit der Erstausstrahlung “Am Todesstreifen – DDR-Grenzer erzählen”, die ein Thema aufgreift, das nach drei Jahrzehnten immer noch mit vielen Tabus belegt ist. Der Film von Christhard Läpple, der am Mittwoch, 16. September 2020, 0.45 Uhr, auch im ZDF zu sehen ist, geht der Frage nach, wer die Menschen waren, die den Todesstreifen bewachten, und was aus ihnen geworden ist. Dass auf die Euphorie des Mauerfalls ein Jahr des Umbruchs und der politischen Kräftespiele folgte, macht am Sonntag, 13. September 2020, 20.15 Uhr in ZDFinfo, die Dokumentation “Deutschland ’90 – Countdown zur Einheit” deutlich. Das ZDF sendet den Film von Henrike Sandner am Samstag, 3. Oktober 2020, 1.00 Uhr, zum Start in die “Die lange Nacht” zu “30 Jahre Deutsche Einheit”.

Während die DDR ihre Grenzer als “Helden” und “Friedensschützer” feierte, galten sie im Westen als “KZ-Wächter” und “Mördertruppe”. In der Dokumentation “Am Todesstreifen – DDR-Grenzer erzählen” von ZDF-Autor Christhard Läpple erzählen ehemalige Grenzer über das Wacheschieben am Todesstreifen. Lutz Rathenow stand als 18-jähriger Wehrpflichtiger freiwillig an der “Staatsgrenze West” und war einer von rund 500.000 Deutschen in der Uniform der DDR-Grenztruppen. Für Rathenow war die Härte des Grenzdaseins ein Weckruf: Er wurde Schriftsteller und Regimekritiker – heute ist er Beauftragter des Freistaates Sachsen für die SED-Diktatur.

Zu Wort kommen in der Doku zudem: Frank Pergande, der in seiner neunten Kompanie bei Eisenach Ende der 70er Jahre kein einziges Mal zur Waffe greifen musste, in der DDR Journalistik studierte und heute Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist. Thomas Schwarz aus Brandenburg, der ab 1984 an der Hochschule der Grenztruppen in Suhl studierte, Politoffizier wurde und in der Nacht des Mauerfalls seinen Übergang in Staaken zu Westberlin öffnete. Auch Kati Naumann erzählt ihre Geschichte, die ihre Kindheit im Sperrgebiet verbrachte und sich intensiv mit dem Schicksal der Zwangsumgesiedelten beschäftigt hat.

Die Dokumentation “Deutschland ’90 – Countdown zur Einheit” schildert die politischen Entwicklungen bis zur Einheit mit persönlichen und privaten Aufzeichnungen unterschiedlicher Menschen. Der Film zitiert aus Tagebüchern von politischen Akteuren wie Horst Teltschik und Bürgerinnen und Bürgern wie der ostdeutschen Lehrerin Elviera Thiedemann. Zeitzeugen wie Linken-Politiker Gregor Gysi, der Fotograf und Bürgerrechtler Andreas Rost und der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk blicken zudem auf ein deutsches Schicksalsjahr.

Die Dokumentationen “Am Todesstreifen – DDR-Grenzer erzählen” und “Deutschland ’90 – Countdown zur Einheit” stehen ab Sonntag, 13. September 2020, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek zur Verfügung.

Der Dokuabend in ZDFinfo am Sonntag, 13. September 2020, in der Übersicht:

17.15 Uhr: “Am Todesstreifen – DDR-Grenzer erzählen” 18.00 Uhr: “Deutschland ’61 – Countdown zum Mauerbau” 18.45 Uhr: “Deutschland ’89 – Countdown zum Mauerfall” 20.15 Uhr: “Deutschland ’90 – Countdown zur Einheit” 21.00 Uhr: “Mythos DDR-Kampfgruppen – Klassenkampf nach Feierabend” 21.45 Uhr: “Die sieben Geheimnisse der NVA” 22.30 Uhr: “Feind ist, wer anders denkt – Geheimnisse der Stasi: Gegen die Faschisten” 23.15 Uhr: “Feind ist, wer anders denkt – Geheimnisse der Stasi: Gegen den Klassenfeind” 24.00 Uhr: “Feind ist, wer anders denkt – Geheimnisse der Stasi: Gegen die Genossen” Ansprechpartner: Thomas Hagedorn, Telefon: 06131 – 70-13802; Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, pressedesk@zdf.de

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, 06131 – 70-16100, sowie über https://presseportal.zdf.de/presse/30jahredeutscheeinheit

Für akkreditierte Journalistinnen und Journalisten steht die Dokumentation “Deutschland ’90 – Countdown zur Einheit” im Vorführraum des ZDF-Presseportals vorab zur Verfügung.

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