Angela Merkel im Wahlkampf – Begeisterung sieht anders aus

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Angela Merkel im Wahlkampf – Begeisterung sieht anders aus » Nachrichten Heute

Ulrike Dietz
2 min

In zwei Wochen wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt und das macht die Bundespolitiker mobil. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel geht auf Reisen und besucht die Menschen hoch im Norden, um Wählerstimmen zu sammeln. Eine Versammlung hier, eine Grillparty dort, aber es kommen auffallend wenig Bürger, die die Kanzlerin sehen oder ihr eine Frage stellen wollen.

Routinierte Antworten

Wer Angela Merkel im Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern beim Dialog mit den Bürgern zuhört, der bekommt irgendwie den Eindruck, ein vorher einstudiertes Rollenspiel zu erleben. Da wird nach den Milchpreisen und nach dem Bienensterben gefragt und die Antworten der Kanzlerin klingen so, als wären sie auswendig gelernt worden. Zwar sind die schlechten Preise für Milch und das Sterben der Bienen interessante Themen, aber leider nicht das, was die Menschen in Deutschland in diesen Tagen wirklich beschäftigt. Kommt dann aber eine Frage, die sich auf die Terrorangst und die Flüchtlingsfrage bezieht, dann hat es die Kanzlerin leider plötzlich sehr eilig und muss zum nächsten Termin.

Die Stimmung ist ruhig

In Mecklenburg-Vorpommern, genauer gesagt in Ribnitz-Damgarten hat Angela Merkel ihren Wahlkreis und dort auf dem Marktplatz will sie punkten. Aber auch hier blendet sie die brisanten Themen aus und spricht stattdessen lieber über schnelles Internet und die Schulpolitik. Auf den Bänken vor der Bühne sitzen nur wenige Menschen, die schweigend der Rede lauschen. Aber anders als im vorigen Jahr wird Merkel dieses Mal wenigstens nicht ausgepfiffen oder beschimpft. Angela Merkel hätte die Chance, sich in Position zu bringen und eine klare Meinung zu vertreten, aber die offensichtlich gelangweilten Zuhörer bekommen lediglich Plattitüden zu hören wie: „Wir arbeiten jeden Tag mit vollem Herzen daran, dass unsere Kinder auch weiterhin in Sicherheit leben können“.

Direkt angesprochen wurde die Kanzlerin an diesem Tag nur einmal, und zwar von einer Familie aus Syrien, die die Kanzlerin darum gebeten hat, sich dafür einzusetzen, dass ihre Familie auch nach Mecklenburg-Vorpommern kommen kann.

Bild: © Depositphotos.com / palinchak


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Ulrike Dietz
Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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