Populäre Hygiene-Irrtümer

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UnArtig
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Nicht nur die angeblich hochwirksame antibakterielle Seife gehört in den Bereich der Mythen und Märchen, auch andere „Weisheiten“ erweisen sich bei genauem Hinsehen als falsch – und schlimmstenfalls sogar als gesundheitsschädlich.

Hier kommt unsere Top3 der beliebtesten Hygiene-Irrtümer im Haushalt und im Beruf:

Der schmutzigste Ort im Haus ist die Toilette, die Küche dafür der sauberste Ort.

Klingt logisch: Der Platz, an dem Fäkalien & Co. entsorgt werden, MUSS schmutziger sein als der Platz, an dem Essen und Trinken verarbeitet werden.

Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall: Da die Toilette unter normalen Umständen Bakterien keinen Nährboden bietet, sterben sie hier ganz schnell ab. Demgegenüber bieten gerade Putzschwämme und Spüllappen ein hervorragendes Umfeld, in dem sich Bakterien und andere Mikroorganismen rasant vermehren können: Besonders das allzeit warme und feuchte Umfeld sorgt für optimale Bedingungen und garantiertes Bakterien-Wachstum!

Praxistipp: Spüllappen und Putzschwämme regelmäßig und oft wechseln! Je länger beide Utensilien benutzt werden, desto größer die Bakteriendichte.

Da Bakterien krankmachen können, sollte ein Haushalt stets völlig keimfrei sein.

Abgesehen von der Unmöglichkeit der Umsetzung ist auch der Grundgedanke hier vollkommen falsch: Unser Umfeld besteht aus unzähligen Bakterien – und nur ganz wenige davon machen wirklich krank. Oftmals auch nur dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist oder andere Rahmenbedingungen die Infektionsanfälligkeit erhöhen.

Praxistipp: Spezielle aseptische Reiniger und Desinfektionsmittel sind dort gut aufgehoben, wo sie auch hingehören – in Krankenhäusern, Arztpraxen, Altersheimen und ähnlichen Einrichtungen. In einem normal sauberen Haushalt sind sie überflüssig und höchstens dann sinnvoll, wenn ein Familienmitglied an einer akuten oder auch chronischen Erkrankung leidet.

Die Waschmittelpackung sagt „Saubere Wäsche bei 30 °C“ – es ist also nicht nötig, Kochwäsche durchlaufen zu lassen.

Wirklich dreckig sind heute kaum noch Kleidungsstücke – es sei denn, die Kinder haben beim Spielen ordentlich zugelangt. Der oberflächliche Dreck, leicht verschwitzte Oberteile und Hosen lassen sich tatsächlich auch bei niedriger Waschtemperatur ausreichend und hygienisch reinigen.

Anders sieht es bei Unterwäsche und Socken aus: Hier können Bakterien und Keime haften, die nur bei hoher Waschtemperatur beseitigt werden. Erst eine Kochwäsche von 95 °C sorgt für ein konsequentes Abtöten möglicher Krankheitserreger.

Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov

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UnArtig

UnArtig ist 42 Jahre, studierte Juristin und hat 3 Kinder. Daher immer im Einsatz. Sie schreibt als selbständige Autorin vor allem in den Themenbereichen Gesundheit, Sport und Ernährung.

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