120 Minuten für 42,195 km – ein Marathon in weniger als 2 Stunden

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120 Minuten für 42,195 km – ein Marathon in weniger als 2 Stunden » Nachrichten Heute

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2 min

Der Berlin-Marathon ist noch keine Woche alt, da kündigt ein Sportwissenschaftler der Universität von Brighton an, dass es in naher Zukunft einen Läufer geben wird, der die 42,195 km in weniger als 120 Minuten laufen wird. Der aktuelle Weltrekord liegt auf der Strecke bei 2:02:57 – es gilt also, diese Zeit um mehr als 3 Minuten zu unterbieten.

Wenn man sich die Entwicklung des Weltrekords in den letzten Jahrzehnten ansieht, erscheint diese Möglichkeit zumindest nicht ganz unrealistisch.

JahrZeit
19082:55:18
19132:38:16
19582:15:17
20082:05:38
20142:02:57

Um den ehrgeizigen Plan zu verwirklichen, will das Team um Yannis Pitsiladis alle Rahmenbedingungen rund um den Marathonlauf optimieren: Speziell auf afrikanische Läufer zugeschnittene Schuhe sollen einem potenziellen Zeitverlust vorbeugen und ein neu entwickeltes Sportgetränk den Rest erledigen.

Entscheidender Aspekt wird aber ein durch Genanalyse abgestimmtes Training sein. Der Plan ist der Aufbau einer genetischen Sportlerdatenbank, bei der weltweit Daten gesammelt und ausgewertet werden. Diese soll in Zukunft ermöglichen, angeborene Talente zu erkennen und zu fördern. Dabei geht es explizit nicht um Gendoping, sondern um die Möglichkeit, den genetischen Voraussetzungen entsprechend zu trainieren. Doch wo ist der Unterschied?

Gendoping

Gendoping setzt im Gegensatz zur oben genannten Verbesserung von äußeren Rahmenbedingungen auf die gezielte Manipulation körpereigener Vorgänge: Ob dies ausschließlich mit eigenem Genmaterial geschieht oder auch durch den Einsatz fremder genetischer Information, ist dabei ohne Relevanz. Lediglich der Einsatz derartiger Methoden zu therapeutischen Zwecken fällt laut Welt-Antidoping-Agentur WADA nicht unter die Verbotsliste.

Problematisch ist Gendoping vor allem in Hinsicht auf mögliche, noch nicht kalkulierbare Risiken: Niemand kann zum aktuellen Zeitpunkt vorhersagen, welche Auswirkungen der Einbau von Fremdgenen auf lange Sicht hat.

Fazit

Immer besser, immer schneller – der Leistungssport ist abseits von Doping auch durch geänderte Trainingsmethoden in der Lage, neue Rekorde und Bestleistungen zu erzeugen. Die Entwicklungen im Sportsektor sind auch in Zukunft nicht aufzuhalten: Wann es darüber hinaus zum Einsatz von genetischen Manipulationen kommt, ist sicher nur eine Frage der Zeit.

Bild: © Depositphotos.com / Syda_Productions


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UnArtig
UnArtig ist 42 Jahre, studierte Juristin und hat 3 Kinder. Daher immer im Einsatz. Sie schreibt als selbständige Autorin vor allem in den Themenbereichen Gesundheit, Sport und Ernährung.

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