Was leistet eine gute Bestattungsvorsorge?

Bad Wildungen (ots) –

Herr Hubing, worauf kommt es bei einer guten Bestattungsvorsorge an?

Hermann Hubing: Wie bei den meisten wichtigen Dingen darauf, dass ich mich rechtzeitig darum kümmere. Ziel sollte sein, dass für den “Tag X” alles geregelt ist und das Begräbnis und die Zeit danach alles so abläuft, wie man sich dies wünscht.

Die meisten Menschen denken nicht gerne über das eigene Lebensende nach. Wie fängt man am besten damit an?

Am besten, indem man Kontakt zum Bestatter seines Vertrauens aufnimmt, beziehungsweise sich einen solchen sucht. Dessen fachkundige Beratung hilft, diese, menschlich ja vollkommen nachvollziehbare, Hemmschwelle zu überschreiten. Es hilft auch, sich klarzumachen, dass alles, was man selbst aktiv bestimmen und einleiten kann, am Ende die eigenen Hinterbliebenen entlastet.

Ist es sinnvoll, auch die Angehörigen frühzeitig einzubinden?

Absolut sinnvoll. Erstens nimmt es auch den Angehörigen einiges an Sorgen, wenn sie wissen, dass sie sich um eine würdige Bestattung nicht mehr kümmern müssen. Zudem erfahren sie, wie man sich selbst die Beerdigung, Trauerfeier, Grabpflege et cetera wünscht. Dann können sie aktiv mitgestalten und später im Sinne des Verstorbenen handeln.

Wie wichtig ist diese Leitidee der Mitbestimmung an der eigenen Beerdigung?

Aus der Erfahrung heraus würde ich sagen, sehr wichtig. Die meisten Menschen haben eine Vorstellung, wie sie bestattet werden wollen. Es ist daher nur folgerichtig auch dafür zu sorgen, dass diese Vorstellung auch Wirklichkeit wird.

Wie geht das am besten?

Wenn man wirklich sichergehen möchte, dass die eigenen Vorstellungen umgesetzt werden, empfiehlt es sich, das Totenfürsorgerecht testamentarisch an seinen Bestatter zu übertragen. Dann bleibt nur noch, das Finanzielle zu klären.

Dabei hilft eine Bestattungsvorsorge?

Unbedingt, denn mit einer guten Vorsorge kann ich sicherstellen, dass für ein würdiges Begräbnis, das ganz meinen Vorstellungen entspricht, auch genug finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Auch das entlastet übrigens die Hinterbliebenen nicht unerheblich.

Bieten Sie mit dem Deutschen Institut für Bestattungskultur hier Unterstützung an?

Das DIB ist als Tochter des hessischen Bestatterverbandes eigentlich Dienstleistungsgesellschaft und Bildungsinstitut für das Bestatterhandwerk. Wir beraten aber auch interessierte Privatpersonen, beispielsweise bei der Suche nach dem Bestatter ihres Vertrauens oder einer passgenauen Bestattungsvorsorge.

Quellenangaben

Bildquelle: Grabstelle auf dem Mailänder Friedhof / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/159533 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.
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