POL-FR: Ergänzungsmeldung zu: “Freiburg: Diverse Einsatzlagen im Stadtgebiet Freiburg – Räumung Lederleplatz und Platz der Alten Synagoge” – Hier: Tatverdächtiger nach Flaschenwurf ermittelt

29.06.2021 – 13:35

Polizeipräsidium Freiburg

Zwischenzeitlich konnte die durch Auswertung von polizeilichen Videoaufzeichnungen sowie sozialen Medien einen mutmaßlichen Flaschenwerfer identifizieren.

Er wird verdächtigt, in der Nacht auf 20.06.2021 auf dem Platz der Alten Synagoge eine Flasche in Richtung von Polizeikräften geworfen und dadurch einen Polizeibeamten sowie einen Passanten verletzt zu haben. Es handelt sich um einen 27-Jährigen aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch ermittelt.

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Ursprungsmeldung vom 20.06.2021:

Für Samstag, den 19.06.2021 waren für den Innenstadtbereich Freiburg diverse Demonstrationen, Aufzüge und Mahnwachen angekündigt, die größtenteils ohne nennenswerte Störungen verliefen. So u.a. auch eine Querdenker-Demonstration ab 14:00 Uhr, welche in der Spitze mit etwa 100 Teilnehmern beginnend am Karlsplatz über Belfort-, Sedan- und Wilhelmstraße zum Platz der Alten Synagoge führte, wo die Veranstaltung gegen 17:30 Uhr beendet wurde.

Gegen 18:00 Uhr kam es zu einer nicht angemeldeten Demonstration in der Urachstraße, zu welcher durch die Antifaschistische Jugend sowie durch die Autonome Antifa Freiburg in den Sozialen Medien aufgerufen worden war. Es sollte ein Aufzug über die Lorettostraße Richtung Heldenviertel durchgeführt werden. Der Aufzug mit in der Spitze etwa 300 Teilnehmern, setzte sich gegen 18:20 Uhr in Bewegung. Im weiteren Verlauf kam es zu “ACAB”-Rufen, weiteren verbalen Provokationen und dem Wurf eines pyrotechnischen Gegenstandes in Richtung der Einsatzkräfte. Nach Zeugenaussage eines Anwohners wurde durch einen Versammlungsteilnehmer der Seitenspiegel eines in der Matthias-Erzberger-Straße geparkten Autos abgetreten, Ermittlungen hierzu wurden eingeleitet. Am Ausgangspunkt Urachstraße eingetroffen wurde der Aufzug final gegen 19:30 Uhr für beendet erklärt. Im Anschluss kam es gegen 19:50 Uhr durch einen Passanten zu einem sogenannten “Hitlergruß” in Richtung der abfahrenden Polizeifahrzeuge. Der Mann wurde zur Personalienfeststellung vorläufig festgenommen.

Im Laufe der Nacht fanden sich auf dem Platz bis zu 1000 Personen zum Feiern ein. Trotz dauerhafter Präsenz der polizeilichen Einsatzkräfte kam es zu diversen Körperverletzungsdelikten und schließlich auch zu Flaschenwürfen gegen die Polizei. Zudem wurden zwei sexuelle Übergriffe in Form des Anfassens mit möglichem sexuellem Hintergrund angezeigt. Um diese gesamte Situation aufzulösen wurde der Platz kurz nach halb zwei Uhr nachts nach mehrfachen Lautsprecherdurchsagen durch zusammengezogene Einsatzkräfte wie beispielsweise Gruppen des Polizeipräsidiums Einsatz geräumt. Hierbei kam es erneut zu Flaschenwürfen gegen die eingesetzten Polizeibeamten, wodurch sich insgesamt drei Beamte leichte Verletzungen zuzogen. Durch einen der Flaschenwürfe wurde zudem die Scheibe eines dienstlichen Fahrzeugs beschädigt. In Teilen kam es bei der Räumung zum Einsatz des dienstlichen Pfeffersprays. Letztlich konnte der Platz bis 02:30 Uhr vollständig geräumt werden. Anwesende Personen verließen bis gegen 03:30 Uhr auch den umliegenden Bereich.

Im Bereich des Lederleplatzes wurden parallel ab 22:00 Uhr ebenfalls massive Ruhestörungen durch Menschenmengen gemeldet, die sich bis auf die Eschholzstraße verlagerten. Die Anzahl der Personen erhöhte sich innerhalb kürzester Zeit auf etwa 400 Feiernde, die zu großen Teilen dem linken Spektrum zugeordnet werden konnten. Die Anzahl der Menschenmenge stieg im Weiteren bis auf etwa 600 Personen an. Ordnungsstörungen, hauptsächlich in Form von Ruhestörungen nahmen massiv zu, sodass es eine Vielzahl von Beschwerden von Anwohnern gab. Zudem wurde Pyrotechnik gezündet und Anwohner sowie Passanten körperlich angegangen. Nach Bereinigung der Lage auf dem Platz der Alten Synagoge wurde die voll besetzte Eschholzstraße, welche mittlerweile mit mehreren Straßensperren versehen worden war, mit Unterstützungskräften der Bundespolizei sowie der Polizeipräsidien Offenburg und Karlsruhe, und nach Ankündigung mittels Lautsprecherdurchsagen, geräumt. Hierbei kam es erneut zu Flaschenwürfen gegen die Polizei sowie zu mehreren Widerstandshandlungen, bei denen nach jetzigem Kenntnisstand niemand verletzt wurde.

Aufgrund der Anzahl und Qualität der Einsatzlagen im Stadtgebiet Freiburg konnten diverse weitere Ruhestörungen – wie beispielsweise im Bereich des Seeparks – nicht oder nur stark verzögert polizeilich bedient werden. Auch hier kam es zur Ansammlung diverser Feiernder.

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