Rüstungskooperation zwischen Deutschland und Norwegen

Koblenz (ots) – Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der (BAAINBw) hat am 08. Juli 2021 einen Vertrag mit der Firma thyssenkrupp Marine Systems über die Herstellung und Lieferung von zwei U-Booten der Klasse U212CD (Common Design) geschlossen. Dieser Vertrag, der insgesamt sechs baugleiche U-Boote umfasst (davon zwei für die Bundeswehr und vier für Norwegen), entstand im Schulterschluss mit der Norwegian Defence Material Agency (NDMA) und stellt einen wichtigen Meilenstein in der strategischen Partnerschaft zwischen Deutschland und Norwegen dar.

Nach derzeitigem Planungsstand soll die Auslieferung des ersten deutschen Bootes im Jahr 2032 erfolgen. Neben der Lieferung der U-Boote wurden weitreichende logistische Zusatzleistungen sowie Ausbildungsmittel, unter anderem in Form von Simulatoren, vereinbart.

“Mit diesen U-Booten vereinen wir bewährte Technik, welche wir bereits aus U212A kennen, mit Weiterentwicklungen, insbesondere im Bereich Sensortechnik, die uns zukunftsfähig machen. Die Kombination aus gesteigerter Reichweite, einem gegen Aufklärung geschützten Design und nicht zuletzt der mit unserem norwegischen Partner wird unseren Streitkräften neue Möglichkeiten für den Einsatz im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung verschaffen”, so der Projektleiter im BAAINBw, Jörg Jährig.

Ein Novum dieser Klasse ist das Führungsmittel- und Waffeneinsatzsystem, welches der Fülle an Sensorinformationen gerecht wird und der Besatzung neue Möglichkeiten der Lagebilderstellung sowie Vernetzbarkeit liefert. Ein weiterer Meilenstein ist die wesentlich verbesserte Signatur des U-Bootes, die es ermöglichen wird, sich auch bei verbesserten Ortungsverfahren einer Entdeckung zu entziehen.

Doch nicht nur der technologische Fortschritt zeichnet diese neue Klasse aus. Durch die enge Kooperation mit Norwegen werden Synergien im Betrieb, der logistischen Versorgung und der Instandsetzung genutzt. Im Betrieb werden folglich die operative Verfügbarkeit dieses strategischen Waffensystems gesteigert und Kosten reduziert.

Die Etablierung eines gemeinsamen Deutsch-Norwegischen Programmbüros (Joint Program Building Office) in Kiel stellt den konsequenten Schritt dar, die Herstellung und Lieferung sowohl der Norwegischen als auch Deutschen U-Boote eng zu begleiten.

Quellenangaben

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