Deutsche AIDS-Hilfe: Jetzt Entschädigung für HIV-infizierte …

Zur Vollansicht bitte auf das Bild klicken!

Deutsche AIDS-Hilfe: Jetzt Entschädigung für HIV-infizierte … » Nachrichten Heute

Presseportal.de
2 min

Berlin (ots) – Appell an beim Blutskandal beteiligte Pharmafirmen: HIV bleibt – Verantwortung verjährt nicht

In einem offenen Brief fordert die Deutsche AIDS-Hilfe drei Pharmafirmen auf, sich ohne zeitliche Begrenzung an der Entschädigung von Menschen zu beteiligen, die in den 80er Jahren durch kontaminierte Blutprodukte mit HIV infiziert wurden.

Die Deutsche AIDS-Hilfe hat außerdem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) gebeten, sich weiterhin mit aller Kraft für eine Lösung einzusetzen und die damals am so genannten Blutskandal beteiligten Firmen beziehungsweise deren Nachfolgeunternehmen nicht aus der Verantwortung zu entlassen.

Verhandlungen über Entschädigung laufen

Zurzeit verhandelt das Bundesgesundheitsministerium (BMG) mit allen Beteiligten über ein neues Modell für die Entschädigungszahlungen. Dabei ist nach Auskunft des BMG eine Regelung im Gespräch, bei der sich die Pharmafirmen nur noch zehn Jahre beteiligen sollen. Danach sollen Bund und Länder die Finanzierung alleine tragen.

Dazu erklärt Manuel Izdebski vom Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe:

„Die betroffenen Menschen verdienen endlich Gewissheit. Ihr Lebensunterhalt muss dauerhaft gesichert sein. Ihnen steht eine lebenslange Zahlung mit Inflationsausgleich zu. Die HIV-Infektionen bleiben – also muss auch die Entschädigung weiter gehen. Verantwortung verjährt nicht. Und es kann nicht sein, dass es am Ende der Steuerzahler allein richten muss.“

Über die Entschädigung der über Blutprodukte mit HIV infizierten Menschen wurde in der Vergangenheit immer wieder verhandelt, weil das Geld im Entschädigungsfonds zur Neige ging.

Blutskandal: Rund 550 Opfer leben noch

In den 80er Jahren wurden in Deutschland rund 1.500 Menschen durch Blutprodukte mit HIV infiziert, obwohl dies vermeidbar gewesen wäre. Etwa 550 von ihnen leben noch, 446 erhalten eine Entschädigung über die „Stiftung Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen“, in die bislang alle Verantwortlichen eingezahlt haben.

Mehr Informationen:

Offener Brief der Deutschen AIDS-Hilfe an die Pharmafirmen: http://ots.de/q2rcl

Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zum Thema: http://ots.de/FRLvk

Petition „Fortführung der Entschädigungszahlungen an durch Blutprodukte infizierte Personen“: http://ots.de/yy4a2

Quellenangaben

Textquelle:Deutsche AIDS-Hilfe, übermittelt durch news aktuell
Quelle:http://www.presseportal.de/pm/14407/3498016
Newsroom:Deutsche AIDS-Hilfe
Pressekontakt:Deutsche AIDS-Hilfe
Holger Wicht
Pressesprecher
Tel. (030) 69 00 87 -16
holger.wicht@dah.aidshilfe.de


Hat Ihnen die News gefallen? Hier geht es zu weiteren interessanten Artikeln …

Oder folgen Sie uns über: Facebook | Twitter | Apple Smartphone App | Google Smartphone App


Deutsche AIDS-Hilfe: Jetzt Entschädigung für HIV-infizierte …
Bitte bewerten!
Presseportal.de
www.presseportal.de - Die große Online-Datenbank für Presseinformationen in Text, Bild, Audio und Video. Pressemitteilungen und Pressematerial zu sehr vielen verschiedenen Themen. Ein Service von news aktuell aus der dpa-Firmengruppe.