Grüner Finanzexperte Gerhard Schick verlässt den Bundestag, …

Zur Vollansicht bitte auf das Bild klicken!

Grüner Finanzexperte Gerhard Schick verlässt den Bundestag, …

3 min

Hamburg (ots) –

Einer der prominentesten Köpfe der Grünen im Bundestag verlässt das Parlament, um eine Bürgerbewegung zu gründen. Wie die Wochenzeitung DIE ZEIT berichtet, wird der grüne Finanzpolitiker Gerhard Schick zum Jahreswechsel sein Abgeordnetenmandat niederlegen. „Ich gründe zusammen mit anderen die ,Bürgerbewegung Finanzwende‘. Und das braucht meine ganze Kraft, das geht nicht nebenher“, sagt Schick im Interview mit der ZEIT. Die neue Bewegung sei „überparteilich und unabhängig“, so der Grünen-Politiker. „Da wäre es nicht gut, wenn ich als Vorstand gleichzeitig einer Bundestagsfraktion angehöre.

„Wir gründen die ,Bürgerbewegung Finanzwende‘ ganz bewusst zum zehnten Jahrestag des Lehman-Crashs“, sagt Schick. „Im Gründungsprozess unserer Bürgerbewegung ist mir klar geworden, wie sehr die Kritik an den Finanzmärkten wirklich alle Teile unserer Gesellschaft durchzieht. Gerade auch viele Konservative sind total irritiert. Zehn Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise sind die entscheidenden Reformen ausgeblieben. Und die Empörung darüber ist in der Gesellschaft weit verbreitet. Diesen Bürgern wollen wir eine Stimme geben.“

Aufsichtsratschef der Nichtregierungsorganisation (NGO) wird laut Schick der frühere Finanzmanager Udo Philipp sein. Ebenfalls dabei sei der ehemalige Chef der Monopolkomission, Martin Hellwig. Schick weiter: „Dazu kommen der DGB, Unternehmer, Verbraucheranwälte und weitere Wissenschaftler. Aus allen politischen Parteien, außer der AfD, sind Gründungsmitglieder dabei.“

Der Finanzpolitiker sagt: „Um Veränderungsdruck aufzubauen, braucht es mehr als Debatten im Parlament. Bürgerinnen und Bürger müssen Teil dieser Diskussion werden können. Dann können wir zeigen, dass es nicht nur einzelne Experten sind, die sich andere Regeln an den Finanzmärkten wünschen, sondern sehr viele Menschen. Eben eine Bürgerbewegung.“

Nach Informationen der ZEIT erfolgt die Anschubfinanzierung der „Bürgerbewegung Finanzwende“ durch mehrere Stiftungen: Die Schöpflin Stiftung, die Stiftung Finanzwende, die Hans-Böckler-Stiftung und die European Climate Foundation. Langfristig sollen Mitgliedsbeiträge und Einzelspenden die NGO tragen.

Quellenangaben

Bildquelle:obs/DIE ZEIT
Textquelle:DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/9377/4059520
Newsroom:DIE ZEIT
Pressekontakt:Das komplette ZEIT-Interview dieser Meldung senden wir Ihnen für
Zitierungen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an DIE
ZEIT Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.:
040/3280-237
E-Mail: presse@zeit.de). Diese Presse-Vorabmeldung
finden Sie auch unter www.zeit.de/vorabmeldungen.

Das könnte Sie auch interessieren:

LINKE-Abgeordneter Schlüsselburg wirft SPD in … Berlin (ots) - Der LINKE-Abgeordnete Sebastian Schlüsselburg aus Berlin-Lichtenberg macht die verfehlte Politik der SPD für die schlechte wirtschaftliche Lage in seinem Bezirk verantwortlich. "Die Bilanz des verarbeitenden Gewerbes und der Wirtschaftsförderung ist eine Bankrotterklärung der Wirtschaftspolitik der Lichtenberger SPD", sagte Schlüsselburg der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Montagausgabe). Eine Ursache dafür, dass Lichtenberg der wirtschaftlich schwächste Berliner Bezirk ist, sei demnach, dass "zu wenig Wirtschaftsfördermittel in den Bezirk geholt werden...
Seehofers Masterplan fällt bei FDP und Grünen durch Düsseldorf (ots) - Liberale und Grüne, deren Unterstützung CSU-Chef Horst Seehofer bei der Realisierung einiger seiner 63 Vorschläge zur Steuerung der Migration benötigt, haben seinen Masterplan abgelehnt. "Der sogenannte Masterplan von Horst Seehofer ist ein Akt des politischen Autismus", sagte FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). Es sei völlig unverständlich, warum Seehofer seine Maßnahmen ohne Einbindung der Länder entwickelt habe, die für Sicherheit und Abschiebungen zuständig seien. Er brauche zur Umsetzung zudem die Unterstützung jener Staaten...
zur Gedenkfeier wegen des Solinger Brandanschlags vor 25 Jahren Stuttgart (ots) - Ausgerechnet am Tag der Solinger Gedenkveranstaltungen muss der Bundesinnenminister einem Sonderausschuss des Parlaments Rede und Antwort stehen, der Licht in die Affäre um manipulierte Asylbescheide bringen soll, während der frühere Bamf-Chef die Überforderung der Behörde und Fehler einräumt. In Göppingen setzt sich ein abgelehnter Asylbewerber in Brand. In Dresden sucht die Polizei Zeugen eines Angriffs auf eine Asylunterkunft, in Leipzig wird ein Bus mit AfD-Anhängern von Vermummten attackiert. Und in Solingen will man glauben machen, dass man trotzdem Lehren gez...
Mehr als ein Symbol Regensburg (ots) - Haben die wirklich nichts Besseres zu tun? Da klemmt es bei der Bundeswehr an allen Ecken und Enden: Panzer, die nicht fahren, Flugzeuge, die nicht fliegen, selbst einfache Soldatenstiefel fehlen. Genauso wie Nachtsichtbrillen oder Schutzwesten. Aber Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kümmert sich um Dienstvorschriften, preist den von ihr initiierten neuen Traditionserlass für die Truppe. Das sind zehn Seiten Papier, die vermutlich die wenigsten lesen werden. Ja, so kann man denken. Aber es ist kurzsichtig gedacht. Denn die Bundeswehr hat auch einen historisch-poli...
Sikh-Tempel-Attentäter holte sich den Segen für den Anschlag … Köln (ots) - Einer der so genannten Sikh-Tempel-Attentäter hat den Hassprediger Ahmad Abdualziz Abdullah A., genannt Abu Walaa, und seine Gefolgsleute in wochenlangen Vernehmungen durch das Landeskriminalamt NRW schwer belastet. Laut den Protokollen, die der Kölner Stadt-Anzeiger einsehen konnte, berichtete der Zeuge, dass er durch gleich zwei mutmaßliche Führungspersonen des deutschen Netzwerks der Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) den Segen für den Anschlag bekommen habe: Zum einen bei einem Osterseminar 2016 durch Abu Walaa persönlich. Demnach soll der Sheikh sein Ok gegeben haben mit ...
Zur Bilanz der Deutschen Bahn Cottbus (ots) - Vor fast genau einem Jahr meldete die Deutsche Bahn, wieder in die Gewinnzone gefahren zu sein. 2015 gab es noch herbe Verluste. Nun zeigt die jüngste Bilanz: Das Großunternehmen hat Kurs gehalten. Nicht nur der Gewinn ist 2017 weiter nach oben gegangen, sondern auch die Zahl der Fahrgäste. Auf den Fernstrecken hat die Bahn offenbar deutlich an Attraktivität gewonnen. Das ist auch eine gute Nachricht für die Umwelt. Denn wer Bahn fährt, lässt sein Auto stehen und meidet möglichweise auch den Flieger. Beide Verkehrsträger sind gemessen an der Bahn ökologische Dreckschleudern...
www.presseportal.de - Die große Online-Datenbank für Presseinformationen in Text, Bild, Audio und Video. Pressemitteilungen und Pressematerial zu sehr vielen verschiedenen Themen. Ein Service von news aktuell aus der dpa-Firmengruppe.