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Gedenken im Bundestag

Halle (ots) – Es ist bedrückend zu sehen, wie die einst scharfe Grenze zwischen dem Erlaubten und dem Tabu verschwimmt. Etliche Äußerungen einer im Bundestag vertretenen Partei relativieren die Schuld des Nationalsozialismus, stellen das Gedenken infrage oder die Symbole, die nicht ohne Grund dafür auch in der Mitte Berlins geschaffen worden sind. Doch die Gefahr liegt eben nicht in der Partei selbst, sie liegt in dem Umgang mit ihr, in der Lust mancher daran, die Grenzen verschwimmen zu lassen. Gerade in dieser Woche hat der Publizist Henryk M. Broder vor der AfD-Fraktion gesprochen, er hat sich umarmen und fotografieren lassen mit der Fraktionschefin Alice Weidel. Es ist ein schreckliches, anbiederndes Bild geworden, und daran ändert auch die butterweiche Entschuldigung Broders im Nachhinein nichts.

Quellenangaben

Textquelle: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/47409/4181431
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