Nachhaltig reisen - nicht nur der Umwelt zuliebe

Nachhaltig reisen – nicht nur der Umwelt zuliebe

Auf den ersten Blick passen Nachhaltigkeit und Reisen nicht so recht zusammen, denn bereits die Anreise an den Urlaubsort schadet der Umwelt. Wer aber nur an die Umwelt und das Klima denkt, darf theoretisch überhaupt nicht mehr in die Ferien fahren oder fliegen und muss zu Hause bleiben. Dies ist natürlich nicht der Sinn der Sache und daher ist nachhaltiges Reisen ein wichtiges Thema geworden. Wer umweltfreundlich und klimafreundlich reisen will, muss richtig planen und wissen, wie man sich am Ferienort verhält.

Fliegen oder fahren?

Nachhaltig reisen fängt bereits bei der Anreise und bei der Frage an, wie weit die Reise tatsächlich gehen soll. Wer ehrlich zu sich selbst ist, wird schnell feststellen, dass der Strand am Mittelmeer ebenso schön sein kann wie der Strand auf den Malediven. Geht es nur um die Entspannung, dann haben Europas Strände einiges zu bieten und sie sind schneller zu erreichen. Eine zwei Wochen dauernde Rundreise mit dem Mietwagen oder dem Bus durch Südafrika ist nicht sonderlich erholsam und die Flugreise dorthin ist weder klima- noch umweltfreundlich. Viele Urlauber stellen sich die Frage: Ab wann ist eine Flugreise nicht mehr nachhaltig? Wann beginnt der Urlaub, schädlich für die Umwelt und das Klima zu werden? Es gibt eine Faustregel, die besagt: Wer mehr als 700 Kilometer Anreise hat, sollte mindestens acht Tage vor Ort bleiben, damit die Nachhaltigkeit stimmt. Das gilt beispielsweise für alle Hamburger, die nach Athen möchten.

Gibt es besonders nachhaltige Ferienziele?

Vor einigen Jahren gab es nur sehr wenige Urlaubsregionen, die sich das Thema Nachhaltigkeit zu Herzen genommen haben. Heute sieht dies etwas anders aus, denn die Auswahl für diejenigen, die einen nachhaltigen Urlaub planen, reicht von der schönen Insel Juist in der Nordsee bis nach Costa Rica. Das Land in Zentralamerika ist in jeder Hinsicht sehenswert und gilt als einer der Vorreiter für einen nachhaltigen Urlaub. Lange bevor in Europa überhaupt darüber nachgedacht wurde, einen nachhaltigen Urlaub anzubieten, hatte Costa Rica bereits Öko-Lodges und hohe Standards für den Schutz der Natur. Kopenhagen und Amsterdam sind ebenfalls auf dem besten Weg, nachhaltige Ferienziele zu werden und Werfenweng bei Salzburg setzt bei seinem grünen Konzept auf die sanfte Mobilität.

Richtig packen und so die Umwelt schonen

Umwelt- und klimafreundlich reisen fängt schon beim Packen an. Es spielt keine Rolle, ob die Reise mit dem Flugzeug, dem Bus oder mit dem Auto angetreten wird, je größer das Gepäck, umso heftiger schlägt sich das auf den Ausstoß von CO2 nieder. Jeder hinterlässt quasi einen ökologischen Fußabdruck, wenn er auf Reisen geht, es kommt nur darauf an, wie tief dieser Abdruck ist. Auch mit leichtem Gepäck kann der Urlaub zu einem unvergesslich schönen Erlebnis werden.

Fazit zum Nachhaltig reisen

Fliegen ist und bleibt die Form des Verreisens, die dem Klima und der Umwelt am meisten schadet. Zu überlegen, ob das Ziel nicht auch mit dem Zug oder mit dem Bus erreicht werden kann, ist daher immer eine gute Idee. Ein Urlaub mit dem Auto ist zwar bequem, für das Klima und die Umwelt jedoch sehr schädlich. Die nachhaltigste Möglichkeit, in die Ferien zu fahren, bietet immer noch der Bus.

Bild: @ depositphotos.com / arquiplay77

Ulrike Dietz