Warum Aluminium ein Metall mit vielen guten Eigenschaften ist

Wer in der genau aufgepasst hat, wird bestimmt noch wissen, dass Aluminium im Periodensystem die Ordnungszahl 13 hat, dass acht Prozent der Erdkruste aus diesem besonderen Metall bestehen und dass das chemische Symbol Al für das Leichtmetall steht. Darüber hinaus wissen viele nur noch, dass Aluminium als Folie in der Küche verwendet wird und beim Grillen mit Holzkohle verhindert, dass Fett in die Kohlen tropft. Aluminium kann aber noch viel mehr.

Das unbekannte Metall

Als Metall ist Aluminium eine unbekannte Größe, dabei wurde schon vor mehr als 4000 Jahren über die Heilkraft berichtet. Babylonier und Ägypter nutzten das silbern glänzende Metall, um Blutungen zu stillen. Diese Eigenschaft wird beim Aluminium bis heute sehr geschätzt, denn wer sich beim Rasieren schneidet, benutzt einen Alaunstift. Alaun ist das lateinische Wort für Alumen und daraus leitet sich Aluminium ab. Um das Metall ranken sich eine Reihe von Legenden. So berichtet beispielsweise der römische Schriftsteller Plinius der Ältere, dass ein Metallarbeiter zu Kaiser Tiberius ging und ihm ein Geschenk überreichte. Dabei handelte es sich um eine Schale, die außen wie poliertes Silber glänzte und sehr leicht war.

Das Metall des Jupiter

Der Kaiser wollte wissen, was es mit diesem Metall auf sich hat und der Arbeiter erzählte ihm, dass es aus tonhaltiger Erde hergestellt wird. Der Kaiser fragte weiter, ob sonst noch jemand darüber etwas weiß. Der Arbeiter antwortete: „Nur Jupiter und ich allein“. Leider wurde ihm diese Antwort zum Verhängnis, denn Tiberius hatte Angst, dass das neue Metall Gold und Silber verdrängen könnte. Seine Werkstatt wurde zerstört und der undankbare Monarch ließ den Arbeiter köpfen. Ob es sich dabei um eine Legende oder eine wahre handelt, ist immer noch nicht ganz geklärt. Da Aluminium tatsächlich teurer als Gold und Silber gehandelt wurde, könnte die Geschichte vielleicht stimmen. Allerdings verlor das Metall schnell wieder an Attraktivität, weil die Herstellung große Mengen an und sehr hohe Temperaturen verlangte.

Aluminium heute

1825 gelang es dem Naturwissenschaftler Hans Christian Oersted, Aluminium herzustellen, und zwar durch eine Reduktion von Aluminiumchlorid mit Kaliumamalgam. Damals geschah das allerdings noch in einer unreinen Form. Es sollte noch mehr als 60 Jahre dauern, bis die Gewinnung von Aluminium heutige Maßstäbe erreichte. Aluminium lässt sich sehr gut verarbeiten, weil es hitzebeständig, leicht und gleichzeitig robust ist. Aluprofile gibt es heute in ganz unterschiedlichen Formen, beispielsweise als U-Profile, Z-Profile oder als T-Profile. Winkel aus Aluminium sind kein Problem, ebenso wenig wie Vierkant- und Rechteckrohre, Rohrpfropfen und Rundstangen. In der metallverarbeitenden ist das Leichtmetall nicht mehr wegzudenken.

Fazit

Bis heute hat das leichte, glänzende Metall nichts von seiner Faszination verloren. Dies hat viele Gründe, denn Aluminium hat im Vergleich zu anderen Metallen eine geringe Dichte und ist trotzdem viel leichter mit einem guten Verhältnis von Festigkeit und Gewicht. Das Metall kann gut verarbeitet werden und ist deshalb auch für nicht professionelle Metallarbeiter von großem Interesse. Aluminium ist korrosionsbeständig, was wiederum nur zu geringen Wartungsarbeiten führt. Nicht zuletzt ist das Leichtmetall ein perfekter Leiter sowohl für Wärme als auch für Strom. Diese Eigenschaft macht Aluminium für die Industrie zu einem interessanten Werkstoff, der sich zu 96 Prozent recyceln lässt.

Bild: @ depositphotos.com / egubisch

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Ulrike Dietz
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