Postreform könnte Neugeborenenscreening verteuern

Berlin: Die Reform des Postgesetzes könnte sich auf das Neugeborenenscreening auswirken.

“Wenn der Weg des Standardbriefs länger wird, müssen wir sicherstellen, dass lebensrettende Sendungen wie das Neugeborenenscreening zukünftig auf die Überholspur der Post kommen”, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der -Bundestagsfraktion, Janosch Dahmen, dem “Spiegel”. Screeningkarten müssten rechtzeitig in Speziallaboren eintreffen, um Stoffwechselerkrankungen feststellen zu können, die zwar selten seien, aber “teilweise schon nach wenigen Tagen zu vermeidbarer schwerer Behinderung oder Tod” führten.

Bislang werden die Ergebnisse lebenswichtiger Untersuchungen an Babys in vielen Fällen binnen ein bis zwei Tagen per Standardbrief verschickt. Sobald das Postgesetz reformiert ist, könnten sie drei bis vier Tage benötigen. Die hatte Ende 2023 eine Novelle des Postgesetzes beschlossen, die noch von und Bundesrat verabschiedet werden muss.

Im wird diskutiert, ob die Post ein Eilprodukt künftig als Teil des sogenannten Universaldienstes anbieten muss. Das Bundeswirtschaftsministerium hält es für sinnvoll, Screeningkarten nicht per Standardbrief zu versenden, sondern mit schnelleren und teureren Produkten. Die Mehrkosten seien “gerechtfertigt und nachvollziehbar”. Die Deutsche Post teilte mit, dass sie auch künftig “ein Produkt für den schnellen Briefversand anbieten” werde; Details und stünden aber noch nicht fest.

Quellenangaben

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch dts Nachrichtenagentur
Bildhinweis: Deutsche-Post-Transporter (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Kontakt:

Newsroom: dts Nachrichtenagentur
Pressekontakt: Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Mansfelder Straße 56

06108 Halle (Saale)

Deutschland

Postreform könnte Neugeborenenscreening verteuern

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur
×