Daimler Truck AG: Daimler Buses Chef Till Oberwörder: “Mit der neuen Batteriegeneration unserer vollelektrischen …

Mannheim (ots) –

Daimler Buses bietet bis 2030 in jedem Segment CO2-neutrale Busse an

INTERVIEW MIT TILL OBERWÖRDER

Anmoderation:

Klimaschutz, saubere Luft, keine Abgase und mehr Ruhe in Innenstädten: Davon träumen wir alle. Bei diesem Traum spielt der Elektro-Bus eine große Rolle. Vorreiter bei emissionsfreien und leisen Antrieben ist Daimler Buses. Seit 2018 liefert der weltweit führende Bushersteller den vollelektrischen Stadtbus eCitaro an seine Kunden. Heute hat das Unternehmen am Produktionsstandort Mannheim die nächsten Schritte vorgestellt: für den eCitaro größere Reichweiten und zusätzlich eine Variante mit Wasserstoffantrieb. Außerdem kommt schon 2025 der erste vollelektrische Überlandbus und noch in diesem Jahrzehnt wird es Elektro-Reisebusse geben. Am Rand der Presse-Veranstaltung haben wir uns mit Till Oberwörder, Leiter Daimler Buses, unterhalten:

1. Herr Oberwörder, die Transformation der Automobilindustrie hin zu einer klimaneutralen Mobilität ist in vollem Gange. Wie sieht die Elektrifizierungsstrategie von Daimler Buses aus?

Wir haben in 2018 den eCitaro eingeführt und kurz danach haben wir das Gelenkfahrzeug vom eCitaro eingeführt. Der nächste Schritt, der jetzt kommt, ist, dass wir eine neue Batteriegeneration einführen werden zum Jahresende. Damit bekommen wir eine Reichweitenverlängerung, das ist ganz wesentlich. In 2023 geht es um einen sogenannten Range Extender. Das heißt, wir haben eine kleine Brennstoffzelle noch in Ergänzung im Fahrzeug, um die Reichweiten dann da so zu strukturieren, dass man mehr oder weniger 100 Prozent der städtischen Routen abdecken kann. Das ist das Naheliegende. Und dann in 2025 ungefähr, glauben wir, auch im Überlandverkehr dann bei elektrischen Fahrzeugen zu sein. (0:40)

2. Die Umstellung auf eine klimaneutrale Elektroflotte ist für viele Verkehrsbetriebe sicher eine große Herausforderung. Wie werden die Kunden von Daimler Buses dabei unterstützt?

Wir haben sehr schnell gemerkt: Es geht nicht um den Bus allein, sondern es geht darum, welche Infrastruktur habe ich? Wie sehen meine Betriebshöfe aus? Wie sieht das Lademanagement aus? Bis hin zu der Frage, wie gehe ich mit Hochvolt- Technologie um? Und weil wir das festgestellt haben, beraten wir unsere Kunden jetzt nicht nur alleine mit Blick auf das Fahrzeug, sondern wenn gewünscht, dann gehen wir eben tatsächlich auch den Weg gemeinsam und bringen ein sogenanntes E-Gesamtpaket mit in die Diskussion ein, wo wir eben genau diese Punkte, die ich gerade genannt habe, mit abdecken. Da gibt es sogar auch Einzelfälle, wo wir in den Bau von Betriebshöfen oder den Umbau von Betriebshöfen, mit einsteigen und damit eben auch unseren Kunden helfen, gemeinsam in diese neue elektrische Welt umzusteigen. (0:46)

3. Der rein batterieelektrische Stadtbus Mercedes-Benz eCitaro ist ein Erfolgsmodell. Serienstart war 2018, Ende dieses Jahres kommt die neueste Generation auf den Markt. Was ändert sich?

Der wesentliche Punkt ist, dass sich mit der neuen Batteriegeneration die Reichweite deutlich verbessern und verlängern wird. Und das ist ein wichtiger Schritt, um eben jetzt im Rahmen der nächsten Jahre wirklich in eine möglichst breite Abdeckung all der unterschiedlichen Routen zu kommen, die wir in den jeweiligen Städten in Europa haben. (0:18)

4. 2023 kommt der eCitaro Range Extender mit wasserstoffbasierter Brennstoffzelle. Was versprechen Sie sich von dieser Ergänzung Ihres vollelektrischen Produktportfolios?

Der Range Extender ist dann für ganz spezifische Anwendungen notwendig, wenn es um Distanzen bis hoch zu 400 Kilometern geht. Das ist das Hauptziel, das man im Endeffekt sehr schnell in die Abdeckung all der unterschiedlichsten Anwendungen kommt. Sie müssen sich vorstellen, dass im Süden Deutschlands beispielsweise vielleicht deutlich andere Topografie vorherrscht als im Norden. Und darauf angepasst sind diese unterschiedlichen Batteriestände, respektive auch ein Range Extender, in Anwendung zu bringen. Das heißt, es geht auch ganz genau darum, dass wenn man die Routen plant, gleichzeitig auch plant, mit welcher Art von Fahrzeug, mit welcher Art von Batterie und auch vor allem mit welcher Art von Ladezyklen zum Beispiel man das macht. Und die Brennstoffzelle hilft – es ist eine kleine Brennstoffzelle – die Reichweiten zu verlängern, weil sie die Batterie sozusagen dann auch auflädt. (0:49)

5. Der nächste geplante Schritt ist der vollelektrische Überlandbus. Wie weit sind Sie in diesem Bereich?

Wir gehen davon aus, dass wir so Mitte der Dekade, so um das Jahr 2025, auch einen Teil in dem Überlandsegment elektrifizierte Fahrzeuge sehen werden. Und darauf bereiten wir uns entsprechend vor. Im Endeffekt ist das die Erweiterung aus der Stadt in die städtische Umgebung und ein Teil dieses Überlandsegments wird elektrifiziert. Sicherlich noch nicht die gleiche Größenordnung wie wir das im Stadtbus sehen. (0:23)

Abmoderation:

Till Oberwörder, Leiter Daimler Buses, im Interview. Das Unternehmen bietet bis 2030 in jedem Segment CO2-neutrale Fahrzeuge an. Der Fokus liegt zunächst auf den Kernmärkten Europa und Lateinamerika. Bis 2039 sollen im Kernmarkt Europa nur noch lokal CO2-neutrale Neufahrzeuge vertrieben werden. Im Stadtbus-Segment soll dies bereits ab dem Jahr 2030 in Europa der Fall sein. Das hat der weltweit führende Bushersteller heute (2. Mai) im Rahmen einer Presse-Veranstaltung am Standort Mannheim bekannt gegeben.

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