Industrieversteigerungen – die etwas anderen Auktionen

Wer schon einmal bei eBay etwas ersteigert hat, weiß, wie eine funktioniert. Neben den bekannten Versteigerungen von alltäglichen Dingen im , gibt es aber auch Auktionen, bei denen beispielsweise Gegenstände versteigert werden, die in Zügen oder Flugzeugen vergessen wurden. Eine ganz andere Art von Auktion ist eine sogenannte Industrieversteigerung, denn das, was dort „unter den Hammer“ kommt, ist nicht alltäglich.

Was wird bei einer Industrieauktion versteigert?

Im Unterschied zu „normalen“ Auktionen werden bei Industrieauktionen gebrauchte Maschinen, spezielle Fahrzeuge und sogar komplette, gebrauchte Produktionsanlagen versteigert. Wie bei Auktionen üblich, bekommt derjenige, der am meisten bietet, den Zuschlag. Die Maschinen, Anlagen oder Fahrzeuge bei diesen Auktionen stammen in der Regel aus Schließungen, Auflösungen oder Insolvenzen. Möchte sich etwa ein modernisieren oder beabsichtigt, den Maschinenpark zu erneuern, dann werden die alten Maschinen ebenfalls versteigert. Geht ein Unternehmen mit mehreren Filialen in die Insolvenz, dann wird nicht selten auch die komplette Einrichtung und Ausstattung dieser Filialen versteigert.

Wie läuft eine Industrieversteigerung ab?

Eine Industrieversteigerung unterscheidet sich kaum von einer normalen Auktion. Der Auktionator ruft zunächst den Startpreis auf. Danach haben die potenziellen Käuferinnen und Käufer die Möglichkeit, ihre Gebote abzugeben. Wer am Ende das höchste Gebot abgibt, bekommt den Zuschlag. Bei der Versteigerung von Industriemaschinen wird vor dem Kauf abgeklärt, wer die Montage und die Demontage übernimmt. Wichtig ist es außerdem, sich darüber zu einigen, ob die Maschinen verschickt oder vielleicht abgeholt werden. Bei Industrieversteigerungen ist es zudem üblich, dass die Kaufsumme zunächst auf ein Treuhandkonto überwiesen wird. Erst nach dem Eingang der Ware wird die Summe dann auf das Konto des Verkäufers überwiesen. Auf diese Weise ist der problemlose Ablauf einer Auktion immer garantiert.

Worauf sollten Interessenten achten?

Was noch vor einigen Jahren ein Auktionator vor Ort versteigert hat, wird heute im Internet abgewickelt. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Auktionsportalen im Internet, die sich auf Industrieversteigerungen spezialisiert haben. Wie kann man aber ein seriöses Auktionsportal erkennen? Wichtig ist, dass der Auktionator Treuhandzahlungen anbietet, und zwar für den Fall, dass die Auktion doch noch rückgängig gemacht wird. So etwas kann beispielsweise passieren, wenn die Ware nicht den Qualitätsansprüchen des Käufers entspricht. Ebenso wichtig ist eine Preistransparenz, um zu verhindern, dass der Käufer von versteckten Kosten böse überrascht wird. Jede einzelne Position sollte dabei klar nachvollziehbar sein.

Beratung und Besichtigung

Ein Auktionshaus, was die Dinge, die in eine Versteigerung kommen, nicht nur mit Bildern, sondern auch in kleinen Videos ausführlich zeigt, wird viele Interessenten ansprechen. Schließlich möchte niemand die berühmte Katze im Sack kaufen. Eine gute und ein verlässlicher Support machen es ebenfalls einfacher, sich zu entscheiden. Sollte etwas nicht wie erhofft klappen, dann ist es immer beruhigend, zu wissen, dass im Auktionshaus jederzeit ein Ansprechpartner ist.

Fazit

Industrieversteigerungen haben viele Vorteile. Wer auf der Suche nach einer bestimmten Maschine oder vielleicht nach einem Gabelstapler ist, aber nicht allzu viel Geld ausgeben möchte, sollte sein Glück bei einer Auktion versuchen. Eine Industrieversteigerung dauert meistens nur wenige Tage, bei kompletten Industrieanlagen können es auch mehrere Wochen sein. Damit bieten sich diese speziellen Auktionen besonders an, wenn eine schnelle Liquidität gefragt ist. Dies ist beispielsweise immer dann der Fall, wenn es Änderungen bei der Nachfrage einer bestimmten Produktion gibt.

Bild: @ depositphotos.com / smspsy

Industrieversteigerungen – die etwas anderen Auktionen

Ulrike Dietz